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Region Gehrden Nachrichten Janottas Antrieb ist der Klimaschutz
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15:25 04.10.2018
Die Natur als Motor: Die neue kommunale Klimaschutzmanagerin Kira Janotta soll Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf (links) und Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg viele Ideen zur Reduktion der Treibhausgase liefern. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Elektroautos als Ersatzbeschaffung für die Sozialstation, ein Solar-Carport mit Energiespeicher als Stromtankstelle für kommunale Biofahrzeuge, ein klimaschonendes Car-Sharing-Modell für Verwaltungskräfte und Bürger mit stündlich buchbaren Stromautos, noch viel mehr Solaranlagen auf Dächern und Feldern – dazu beharrliche Aufklärung und Beratung. Die 26-jährige Kira Janotta sprudelt vor Ideen, wenn es um ihre Aufgaben und Ziele als neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Gehrden geht. „Viele Dinge hat schon mein Vorgänger angeschoben“, sagt Janotta und verweist auf den jüngst in den Ruhestand verabschiedeten Edmund Jansen. Gleichwohl: Die 26-Jährige sprudelt auch vor Tatendrang. Immerhin ist der Job, den sie am 1. Oktober im Rathaus angetreten hat, ihre erste Stelle nach dem erfolgreichen Studienabschluss im vergangenen März.

Die Ingenieurin für Technologien nachwachsender Rohstoffe hat sich bei der Stadt gegen eine Flut von Bewerber durchgesetzt. „Sie tritt in große Fußstapfen, aber neue Besen kehren auch gut“, sagt Bürgermeister Cord Mittendorf. Er betont: „Sie soll ihren eigenen Weg gehen.“ Das hat Janotta bislang auch immer getan und dabei stets ihre Naturverbundenheit als Antrieb genutzt. Die in der Nähe von Hildesheim in einem kleinen Dorf aufgewachsene Frau hatte schon auf einer agrarwirtschaftlich ausgerichteten Schule im Leistungskurs Umwelt und Technik ihr Abitur abgelegt. Inzwischen wohnt sie in Ahrbergen bei Sarstedt mit ihrem Lebensgefährten – einem Landwirt, dem sie in ihrer Freizeit im Betrieb hilft.

Für Gehrden hat Janotta langfristig ein ehrgeiziges Ziel: Sie will, dass rein rechnerisch 100 Prozent der für das Stadtgebiet insgesamt notwendigen Energie mit regenerativen Rohstoffen und erneuerbaren Quellen produziert werden. „Bei 80 Prozent liegt die Stadt schon – allein 60 Prozent der benötigten Energiemenge deckt der Windpark Leveste ab, weitere 20 Prozent die beiden Biogasanlagen“, weiß der Bürgermeister. Die neue Klimaschutzmanagerin kann ihren Ehrgeiz begründen. Janottas eigene Energiequelle ist der Umweltschutz. „Wenn man diesen Sommer mit Rekordhitze und Überschwemmungen bedenkt, wird deutlich, wie wichtig es erwiesenermaßen ist, mit der Einsparung von Abgasen die Erderwärmung zu stoppen“, sagt sie.

In den ersten Arbeitstagen geht es für Janotta zunächst darum, sich in Vorgänge einzulesen und sich ein Netzwerk innerhalb sowie außerhalb des Rathauses aufzubauen. Dann will sie Stück für Stück weitere Maßnahmen aus dem Gehrdener Klimaschutzaktionsprogramm auf ihre Umsetzbarkeit überprüfen und realisieren – mit Mitteln aus dem kommunalen Haushalt und mithilfe geeigneter Förderprogramme.

Der Leiter des kommunalen Fachbereichs Bauen und Umwelt, Wolfgang Middelberg, setzt große Hoffnungen in die neue Mitarbeiterin. „Sie soll uns mit umsetzbaren Vorschlägen bombardieren, wenn sich städtische Projekte für Maßnahmen im Bereich Klimaschutz anbieten“, sagt Middelberg. Genügend Zeit soll Janotta bekommen. Zwar läuft ihre vom Umweltministerium finanzierte Stelle nur noch ein Jahr lang. „Aber wir wollen die Förderung und die Stelle um zwei Jahre verlängern“, sagt der Bürgermeister. Genügend Pläne hat Janotta. Sie will schon zeitnah einen Leitfaden herausbringen: „Wie man auf den spürbaren Klimawandel reagieren kann“, sagt Janotta. Sie setzt auf Beratung – an Schulen, bei Gewerbetreibenden und Landwirten. Ob sie ein Beispiel nennen könne? „Künftig wird wegen sehr heißer Sommer eine gute Dämmung meist umweltfreundlicher und sparsamer sein als eine Klimaanlage“, sagt Janotta. Weitere Fragen und Anregungen nimmt sie ab sofort per E-Mail an janotta@gehrden.de entgegen.

Von Ingo Rodriguez

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