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Region Gehrden Nachrichten Eine märchenhafte Premiere für alle Generationen
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23:13 16.02.2019
Gisela von Arnim (sitzend), Susanne Prößler (links), Verena Maretzki (Zweite von links) und Gisela Wicke (rechts) begrüßen die Besucher des Märchennachmittages. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Was haben die Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ und „Hans im Glück“ mit dem Verein Mehrgenerationenhaus (MGH) Gehrden zu tun? „Es geht in allen drei Fällen um eine Heimkehr und die Suche nach einem Zuhause“ – diese besondere Beziehung hat die MGH-Vorsitzende Gisela Wicke beim ersten Märchennachmittag des Vereins gleich in ihrer Begrüßung in der Stadtbibliothek hervorgehoben. Zu der ersten Kulturveranstaltung der Initiative für einen Mehrgenerationentreffpunkt in Gehrden war auch ein Publikum gekommen, das den Zielen und Wünschen des Vereins gerecht wird: Kinder, Erwachsene und auch Senioren. Sie erlebten schon vor dem Einzug des MGH in den Teilneubau des früheren Gehrke-Hauses in der Fußgängerzone eine unterhaltsame Premiere. Und sie hörten auch mehrere Geschichten über die Suche und den Einzug in neue oder alte Unterkünfte „Wir können wegen der jüngsten Bauverzögerungen zwar vermutlich erst im Juli in unser neues Domizil einziehen, aber wir wollten trotzdem schon jetzt unsere erste Kulturaktion für alle Generationen anbieten“, sagte Wicke unmittelbar vor dem Auftakt.

Gisela von Arnim (von links), Susanne Prößler und Verena Maretzki begrüßen die Besucher des Märchennachmittages. Quelle: Ingo Rodriguez

Für den Märchennachmittag hatte der Verein mit Gisela von Arnim, Susanne Prößler und Verena Maretzki auch drei Vertreterinnen unterschiedlicher Generationen aus dem Netzwerk „Märchen erzählen Hannover“ engagiert. „Es ist eine uralte Tradition, dass sich Familien gemeinsam Märchen anhören. Diese Geschichten sind als richtige Erzählungen für jedes Alter eine spannende Sache“, sagte die 1974 geborene Maretzki. Zuvor hatte die 84-jährige von Arnim die drei Erzählerinnen und das Netzwerk kurz vorgestellt. Und noch bevor das Trio abwechselnd Märchen erzählte, hatte es den Kenntnisstand des Publikums auf den Prüfstand gestellt. „Spieglein, Spieglein an der Wand: Aus welchem Märchen stammt dieser Satz“, fragte Maretzki und bekam von einer älteren Dame prompt eine Antwort. „Das ist natürlich Schneewittchen“, sagte eine Seniorin lächelnd.

Die Besucher des Märchennachmittages hören den Erzählerinnen zu. Quelle: Ingo Rodriguez

Für die gute Mischung im Publikum hatte der Verein im Vorfeld gesorgt. „Wir haben in Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen mit Plakaten für die Veranstaltung geworben“, sagte Wicke. Außerdem hatten die Initiatoren, Kaffee, Tee und Gebäck zu der kostenfreien Veranstaltung mitgebracht. „Über eine Spende freuen wir uns“, hatte Wicke unmittelbar vor dem Auftakt das Prinzip erläutert.

Dann wurde es aber endlich so richtig märchenhaft in der Stadtbibliothek. Nacheinander und im Wechsel trugen die Frauen vom Netzwerk aus Hannover lebhaft und leidenschaftlich spannenden Geschichten vor. Mit der Kulturaktion hat der zurzeit 53 Mitglieder zählende Verein MGV nur drei Jahre nach seiner Gründung sein umfangreiches Angebot nun erweitert: „Zu unseren regelmäßigen Angeboten zählen auch eine Eltern-Kind-Gruppe, das Repaircafé und eine Großelternvermittlung“, hatte die Vorsitzende Wicke anfangs berichtet.

Verena Maretzki erzählt beim Märchennachmittag des Vereins Mehrgenerationenhaus Gehrden vor Kindern, Erwachsenen und Senioren eine Geschichte. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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