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Manfred Mücke (von links) und Karsten Höhns aus dem Fördervereinsvorstand übergeben Martin Langsdorf, Dr. Martin Memming und der Anästhesistin Barbara Lehmann-Dorl einen Spezialwagen, der bei einem neuartigen Verfahren für Schilddrüsenoperationen benötigt wird.

Manfred Mücke (von links) und Karsten Höhns aus dem Fördervereinsvorstand übergeben Martin Langsdorf, Dr. Martin Memming und der Anästhesistin Barbara Lehmann-Dorl einen Spezialwagen, der bei einem neuartigen Verfahren für Schilddrüsenoperationen benötigt wird.
© Ingo Rodriguez

Gehrden

Verein spendiert neue OP-Technik

Der Förderverein für das Klinikum Robert Koch Gehrden hat rund 5750 Euro investiert, um dem Krankenhaus dringend notwendiges Operationszubehör und neue Babybetten zur Verfügung zu stellen.

Gehrden.  Großzügige, aber auch nahezu unverzichtbare Unterstützung: Der Förderverein für das Klinikum Robert Koch Gehrden hat in diesem Jahr einmal mehr rund 16.000 Euro investiert, um für das Personal und die Patienten mit der zusätzlichen Anschaffungen von Ausstattung und Geräten den Krankenhausalltag zu erleichtern. Der Fördervereinsvorsitzende Manfred Mücke legte jetzt im Klinikum eine Zwischenbilanz vor und präsentierte die beiden jüngsten Neuanschaffungen: Ein Gerätewagen für den Transport eines Neurostimulators, der bei einem neuen Verfahren von Schilddrüsenoperationen eingesetzt wird und fünf neue Babybetten. Gesamtkosten: Rund 5750 Euro.

„Wir sind froh, dass wir diese dringend benötigten Dinge anschaffen konnten“, sagte Mücke. Dass das Vereinsengagement einen sehr hohen Stellenwert für das Klinikum hat, wurde auch jetzt wieder deutlich: Um dem Vorstand für die jüngsten Investitionen zu danken, waren auch der ärztliche Direktor Dr. Martin Memming sowie Pflegedirektor Martin Langsdorf zu der Übergabe gekommen: Denn: „Es sind zum Teil wiederkehrende Neuanschaffungen, aber auch Einzelkäufe, die im Klinikumsbudget nicht inbegriffen sind, aber den Mitarbeitern, Patienten oder Angehörigen doch sehr ihre Arbeit und den Aufenthalt erleichtern“, beschrieb der Fördervereinsvorsitzende noch einmal das Ziel der Vereinsarbeit. Dafür stehen dem derzeit rund 300 Mitglieder zählenden Verein jährlich etwa 15.000 Euro zur Verfügung – jeweils etwa zur Hälfte Mitgliedsbeiträge und Spenden von ehemaligen Patienten oder Angehörigen. Die Liste der Zusatzanschaffungen ist lang: Finanziert wurden in den vergangenen Jahren bereits medizinische Geräte, Verschönerungsaktionen, Einrichtungsgegenstände und psychologische Seminare für Patienten. Die Gesamtfördersumme ist seit der Vereinsgründung 1999 auf deutlich mehr als 300.000 Euro angewachsen.

Rund 3500 Euro hat der Förderverein jetzt allein für den Kauf des neuen Spezialwagens ausgegeben. Laut ärztlichem Direktor Memming ist das Transportgerät ausgestattet mit Metallkern, keimabweisender Oberfläche, Elektroanschlüssen und technischen Vorrichtungen für eine Bildschirmübertragung. „Das wird bei einer neuartigen Form der Nervenüberwachung benötigt, die bei einem modernen Operationsverfahren im Bereich der Schilddrüsenchirurgie zum Einsatz kommt“, so Memming. Das Gerät sei auch wichtig, um die sensible Technik schonend zu transportieren und so die Haltbarkeitsdauer zu verlängern.

Etwas weniger kompliziert klingt die Einsatzbeschreibung für die neuen Babybetten. „Das sind sogenannte Baybetten, die als nahezu nahtlose Ebenenvergrößerung an das Bett der Mutter heran geschoben werden“, sagte die Leiterin der Geburtshilfestation, Kathrin Röder. Für die modernen Babybetten bestehe schon allein wegen der hohen Geburtenrate im Gehrdener Klinikum großer Bedarf: Der bisherige Rekorwert aus dem Vorjahr – 1230 Geburten – werde vermutlich wieder erreicht. „Derzeit liegen wir im Jahr 2017 bei rund 1080“, berichtete Röder.

Der Förderverein hat damit in diesem Jahr wieder viel Unterstützung geleistet: Zuletzt waren in der ersten Jahreshälfte rund 10.200 Euro investiert worden, um einen Kaffeevollautomaten für die Notaufnahme, eine Sitzwaage, einen Brandschutzrahmen und hitzeabweisende Klebefolie für 30 Fenster in den oberen Altbaugeschossen zu beschaffen.

Von Ingo Rodriguez


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Gehrden ist ...

  • ... eine Stadt im Calenberger Land mit knapp 15.000 Einwohnern
  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
  • ... ein Paradies für Spaziergänger
  • ... Ausgrabungsort einer ehemaligen germanischen Siedlung
  • ... 6x pro Woche Thema in der Calenberger Zeitung, die als Heimatzeitung in Gehrden der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.