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Die Vorschüler der Kindertagesstätte Northen und Kita-Leiterin Gabriele Bogatz (hinten) experimentieren beim Besuch des Energiezauberers Baldur spielerisch mit der Energie- und Antriebsquelle Luft.

Die Vorschüler der Kindertagesstätte Northen und Kita-Leiterin Gabriele Bogatz (hinten) experimentieren beim Besuch des Energiezauberers Baldur spielerisch mit der Energie- und Antriebsquelle Luft.
© Ingo Rodriguez

Northen

Vorschüler entdecken unsichtbare Antriebsquelle

In der Kindertagesstätte Northen hat der Energiezauberer Baldur die Jungen und Mädchen im Vorschulalter spielerisch an umweltfreundliche Energieformen heran geführt.

Northen.  Der fünjährige Fabio hat es begriffen: „Die Rakete geht ab, weil ich von unten Luft hoch puste“, sagt der Junge keck, drückt einmal kräftig auf die Pumpe und blickt fasziniert seinem abrupt aufsteigenden Minifluggerät hinterher. Dass Luft und Wind Gegenstände in Bewegung setzen können, haben die Vorschüler in der Kindertagesstätte (Kita) Northen jetzt vom Energiezauberer Baldur gelernt. Die kleine Handpuppe hatte der Umweltpädagoge Carl Weinknecht bei seinem Besuch ebenso mitgebracht wie eine große Zauberkiste mit kleinen Fahrzeugen. Woran Weinknecht und Baldur aber auch gedacht hatten: An jede Menge Luftpumpen, Fecher und Ballons, um den ungewöhnlichen Konstruktionen Leben einzuhauchen.

Kinder spielerisch an umweltfreundliche Energieformen heranführen: Seit 15 Jahren schon schickt die Klimaschutzagentur Region Hannover mit diesem Ziel Umweltpädagogen und das beliebte Maskottchen Baldur in Grundschulen und Kindergärten – mit Unterstützung des Netzbetreibers Avacon. In Northen ist Baldur ein gern gesehener Gast. „Die Aktion findet bei uns zur Ergänzug der alltäglichen Vorschularbeit regelmäßig statt“, sagt die Kita-Leiterin Gabriele Bogatz. Es sei wichtig, dass Kinder heutzutage frühzeitig mit Umweltschutzthemen konfrontiert würden. „Damit sie früh lernen, Strom zu sparen“, sagt Bogatz und hilft der kleinen Kiara, den Luftballonantrieb eines Milchtütenfahrzeug aufzupumpen.

Die Experimente, die bei Kindern helfen sollen, spielerisch das Umweltbewusstsein zu wecken, werden laut Baldur-Pädagoge Weinknecht mehr als 120-mal pro Jahr in der Region Hannover in Schulen und Kitas vorgeführt. Nicht nur Versuche mit Luft als unsichtbarer Antriebsquelle: „Die Kinder sollen die Elemente Feuer, Wasser, Wind und Sonne entdecken“, sagt Umweltpädagoge Weinknecht. Mit seinen luftbetriebenen Pappfahrzeugen will er den Kindern den Weg zum Verständnis ebnen – zum Beispiel, dass Luft im großen Stil als Windernergie zur umweltfreundlichen Erzeugung von Biostrom verwendet wird und die Emission von Treibhausgasen reduzieren soll. Gehrdens kommunaler Klimaschutzmanager Edmund Jansen, der Baldur bei seinem Besuch in Northen begleitet, erläutert die unsichtbare Antriebsquelle etwas weniger kindgerecht: „Die Versuche zeigen die Kraftübetragung durch Luft“, sagt er, als wieder eine Minirakete durch den Raum geblasen wird.

Von Ingo Rodriguez


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