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00:18 07.10.2018
Die Mitglieder des Naturschutzvereins Ditterke pflücken bei ihrer alljährlichen Ernteaktion in der Feldmark Äpfel. Quelle: Privat
Ditterke

Es ist eine kleine Initiative, die sich schon seit Jahren für den Umweltschutz und die Artenvielfalt rund um Ditterke einsetzt und auch die Pflege der Dorfgemeinschaft unterstützt. Bislang haben sich die rund 40 Mitglieder des 1989 gegründeten Naturschutzvereins Ditterke mit ihren Aktivitäten aber vor allem in ihrer Ortschaft einen Namen gemacht. Doch nun geht der Verein in die Offensive: Um auch künftig ihre bepflanzten Flächen angemessen pflegen zu können, vor allem aber, um auch langfristig die hohen Kosten für die gepachteten Areale in der Feldmark decken zu können, sucht der Verein nun zusätzliche Mitglieder. „Wir wollen mehr in die Öffentlichkeit gehen, denn die Pacht frisst einen Großteil der Beiträge auf und wir können auch immer zusätzliche Helfer gebrauchen“, sagt Dirk Leopold aus dem erweiterten Vorstand.

Er verweist auf das tolle Vereinsleben. „Wir haben uns erst vor zwei Tagen wieder mit Freunden und Dorfbewohnern in der Feldmark getroffen, um die Äpfel von unseren Obstbäumen zu ernten“, sagt Leopold. An der alljährlichen Aktion seien insgesamt 13 Helfer beteiligt gewesen. „Die Äpfel gehen jetzt in eine Mosterei. Die Erzeugnisse können dann von den Mitgliedern günstig erworben werden“, sagt Leopold. Er unterstreicht die gute Gemeinschaft. „Nach der Aktion haben wir in der Alten Schule bei Kaffee und Kuchen über weitere Aktionen nachgedacht und geklönt.“

Die Mitglieder des Naturschutzvereins Ditterke pflücken und verstauen bei ihrer alljährlichen Ernteaktion in der Feldmark Äpfel. Quelle: Privat

Leopold gibt auch ausführlich Auskunft über die bislang weitgehend nur in Ditterke bekannte Vereinsgeschichte. Die Initiative zur Gründung sei 1989 von Landwirt Ernst Grastorf ausgegangen. Inzwischen sei der Sohn Jens Grastorf Vorsitzender. Seit der Gründung sei die Bilanz des Vereins beachtlich: „Es wurden bislang elf Flächenstücke mit Anpflanzungen rund um Ditterke angelegt, die von den Mitgliedern regelmäßig gepflegt werden.“ Die Gesamtfläche der zu pflegenden Hecken betrage rund 1,3 Hektar, die entsprechende Heckenlänge liege derzeit bei etwa 2300 Metern. Doch damit nicht genug: „Es wurden etwa 100 Nistkästen in den Hecken und Wäldern rund um den Ort aufgehängt“, sagt Leopold. Auf der Internetseite des Vereins werden die Leistungen der Helfer gewürdigt: Demnach haben sich die Anpflanzungen im Lauf des fast 30-jährigen Vereinsbestehens üppig entwickelt und zu einer deutlichen Belebung des Landschaftsbildes in Feldmark geführt.

Die Mitglieder des Naturschutzvereins Ditterke werden bei ihrer alljährlichen Ernteaktion in der Feldmark auch von Kindern unterstützt. Quelle: Privat

Der Internetauftritt lässt aber auch auf die von Leopold genannte Finanzproblematik schließen. Unter anderem heißt es hinsichtlich der Vereinsaktivitäten: „Die Eigentümer der Flächen erhalten eine über den üblichen Pachtzins hinausgehende Entschädigung für Beeinträchtigungen, die durch die Anpflanzungen entstehen können. Dazu zählen unter anderem Beschattung, Samenflug, Behinderung der maschinellen Bearbeitung und Wertverlust der Fläche.“ Trotzdem ist der Aufwand für den Verein offenbar sehr lohnenswert. Immerhin gehören die Ditterker Landwirte ebenfalls dem Verein an und beteiligen sich laut Vorstand auch an der Umsetzung der Vorhaben mit ihren Flächen, Maschinen und ihrem Wissen.

Informationen über den Verein und eine Mitgliedschaft sind auf der Internetseite www.naturschutzditterke.hpage.com zu finden.

Von Ingo Rodriguez

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