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Region Gehrden Nachrichten Runder Tisch soll Lösung für Marktplatz finden
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00:16 25.12.2017
Zahlreiche Bürger fordern, dass der Marktplatz durch einen Neubau auf dem Grundstück des sogenannten Bratsch-Hauses nicht verkleinert wird.  Quelle: Wirausky
Gehrden

  Die Zukunft des Marktplatzes und der geplante Neubau vor der Margarethenkirche lässt zahlreichen Gehrdenern keine Ruhe und fordert auch die Politiker. Und so wundert es wenig, dass das Thema Marktplatzgestaltung zwar kurzfristig von der Tagesordnung der Ratssitzung genommen wurde, aber die anwesenden Bürger dennoch Fragen zu dem Dauerthema hatten. 

„Wir wünschen uns nicht, dass der gegenwärtige Zustand noch 20 Jahre anhält“, sagte beispielsweise Christiane Strassmann mit Blick auf das sogenannte Bratsch-Haus. Und Heinz-Otto Schmidt erinnert die Politker daran, dass sich 2800 Gehrdener gegen eine Verkleinerung des Marktplatzes durch einen Neubau ausgesprochen haben. „Sie müssen sich fragen, ob Sie die Interessen des Gemeinwohls gegenüber einer Einzelperson enstprechend berücktsichtigen“, sagte er.  

Die SPD mahnte zur Geduld. „Wir suchen nach einem Kompromiss“, sagte der Fraktionsvorsitzende Henning Harter. Und man sei auch schon mal weiter gewesen, gestand er. Mehrheitlich wurde der Entwurf unterstützt, der vorsah, dass ein neues Gebäude auf dem Grundstück des Bratsch-Hauses um 3,80 Meter in Richtung Süden verschoben werde und dreigiebelig sein dürfe. „Wenn es jetzt allerdings eine neue Entwicklung gibt, werden wir alle darüber nachdenken“, versprach Harter, der sich gleichsam für eine „maßvolle Vergrößerung“ des Neubaus gegenüber des derzeitigen Gebäudes aussprach. Gleichwohl: Eine Verengung des Steinwegs durch das neue Haus stehe für die SPD nicht zur Disposition. Für Eva Kiene-Stnegel (Gruppe Grüne/Linke) ist klar: „Wenn ein Neubau, dann nur in den Dimension des gegwärtigen Hauses.“

Die CDU hatte zuvor verkündet, dass der Marktplatz nicht unter Zeitdruck weiterentwickelt werden dürfe. „Wir haben deshalb dafür plädiert, diesen Bauabschnitt der Innenstadtsanierung anzuhalten, bis klar ist, was mit dem Gelände des Bratsch-Hauses passieren könnte“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Spieker. Für seine Partei stehe allerdings bereits fest, dass die bebaubare Fläche im aktuell den Ratsgremien vorgelegten Bebauungsplan für den Marktplatz verkleinert werden müsse. Die Union wünscht sich, dass ein landschaftsplanerisches Konzept und eine konkrete Vorgehensweise für den gesamten Marktplatz und den Vorhof der Kirche erstellt wird.

Bürgermeister Cord Mittendorf kündigte Gespräche mit allen Interessengruppen für Ende Januar ein. „Ich habe zu einem Runden Tisch eingeladen“, sagte er. Von diesen Gesprächen erhofft sich auch die CDU Klarheit und konkrete Aussagen der beiden Hauptakteure Kirche und Eigentümerin.

Von Dirk Wirausky

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