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Region Gehrden Nachrichten Runder Tisch spaltet den Rat
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14:19 31.01.2018
Festgefahren: Die Diskussion um die Zukunft des Grundstücks Steinweg 25 kommt nicht voran. Quelle: Wirausky
Gehrden

 Erstmals hat am vergangenen Montag ein Runder Tisch im Rathaus getagt. Hintergrund der Zusammenkunft, an der Vertreter verschiedener Interessengruppen – darunter auch Vertreter der Bürgerinitiative „Wir sind Gehrden“ – auf Einladung von Bürgermeister Cord Mittendorf teilgenommen haben, war es, sich über die Umgestaltung und Bebauung des Marktplatzes auszutauschen und Lösungsmöglichkeiten für einen gemeinsamen Kompromiss zu finden. Nicht dabei waren Vertreter der CDU, SPD und FDP. Sie hatten bereits im Vorfeld ihre Teilnahme abgesagt. Sie halten einen Runden Tisch nicht für das geeignete Instrument, um eine Lösung für das Grundstück Steinweg 25 zu finden.

Heinz Strassmann (Gruppe Grüne/Linke) kritisiert das scharf. „Wie sollten denn in dieser eigentlich ausgewogen besetzten Runde Kompromisse gefunden und diskutiert werden, wenn sich wichtige Entscheider dieser Diskussion entziehen?!“, fragt Strassmann. 

Thomas Spieker weist die Vorwürfe entschieden zurück. „Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass es für uns entscheidend darauf ankommt, dass sich zuerst Eigentümerin und Margarethengemeinde einigen“, betonte der CDU-Chef. Erst dann nämlich könne der Rat der Stadt Gehrden über einen Bauantrag entscheiden. „Das habe ich dem Bürgermeister bereits vor Weihnachten so mitgeteilt“, sagt Spieker. Gegenwärtig mache ein Runder Tisch keinen Sinn. 

Dennoch habe Bürgermeister Mittendorf, der seit mehr als zweieinhalb Jahren seiner groß angekündigten Moderatorenrolle nicht oder jedenfalls nicht erfolgreich nachgekommen ist, einen leider nicht zielführenden Runden Tisch einberufen. Der führe aber ohne ernsthafte Einigungsabsicht der  beiden betroffenen Grundstücksnachbarn zu keiner Lösung. Das beweise letztlich aus das Treffen vom Montag. „Es gibt keinen neuen Stand“, konstatiert Spieker.  „Wir als CDU-Fraktion werden nun unseren vertagten Antrag zur Marktplatzgestaltung in den Ratsgremien zur Abstimmung stellen“, kündigt Spieker an. 

Ähnlich wie die CDU begründet auch die ihre Abwesenheit. Und Henning Harter macht deutlich: „Wir hätten uns eine andere Reihenfolge der Gespräche gewünscht“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Bevor sich die entscheidenden Personen von Kirche und Eigentümerin nicht auf eine Kompromisslinie einigen, sei ein Runder Tisch nicht zielführend. „Wenn es neue Ergebnisse gibt, dann sind wir auch bereit, die nächsten Schritte einzuleiten“, verdeutlicht Harter. 

Auch Hilmar Rump hat seine Teilnahme abgesagt. „Es gibt einen aktuellen Entwurf“, sagt der Liberale. Und so lange sich daran nichts ändere, gebe es auch keinen neuen Sachstand über den es sich zu reden lohne. Erst wenn ein Plan vorgelegt werde, der mit der Margarethengemeinde und der Eigentümerin abgestimmt sei, gebe es eine neue Entscheidungsgrundlage. „Dazu brauchen wir aber keinen Runden Tisch“, sagt Rump.   

Strassmann will das nicht gelten lassen. Zum einen würden die Politiker ein erstaunliches Maß an Ignoranz und Missachtung des Bürgerwillens zeigen, indem sie offenbar nicht bereit seien, sich mit Vertretern von mehr als 3500 Bürgern auseinanderzusetzen und sich um eine Einigung zu bemühen. Zum anderen müssten sich die Gehrdener allmählich fragen, ob die Politiker keine eigene Visonen haben, wie  eine lebendige Innenstadt entwickelt werden könne. „Oder es ist ihnen egal, wie sich eine Bausünde zu anderen addiert“, meint Strassmann. 

Übrigens: An dem Treffen nahm sehr wohl ein Vertreter der Eigentümerin teil. Der Objektverwalter des Hauses sei bei dem Gespräch dabei gewesen, heißt es aus dem Rathaus. Er wurde allerdings von Seiten der Stadt versehentlich dem Architekturbüro zugerechnet.

Von Dirk Wirausky

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