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Region Gehrden Nachrichten Bürgerinitiative übergibt mehr als 3500 Unterschriften
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00:15 09.12.2017
3526 Unterschriften hat Hartmut Weimar (rechts) Bürgermeister Cord Mittendorf übergeben. Die Unterzeichner protestieren gegen eine Verkleinerung des Marktplatzes. Quelle: Wirausky
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Gehrden

 Zwei dicke Aktenordner, schön eingebunden mit einer weihnachtlichen roten Schleife, hat Hartmut Weimar in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung dem Bürgermeister Cord Mittendorf übergeben. Unter den Tannenbaum wird sich der Verwaltungschef das „Geschenk“ allerdings nicht legen. Es waren exakt 3526 Unterschriften, die Weimar von der Bürgerinitiative „Wir sind Gehrden“ Mittendorf überreichte. Die Gruppe fordert seit Wochen, dass für einen geplanten Neubau auf dem Marktplatz keine städtischen Flächen veräußert werden sollen. Für sie steht fest: Wenn ein Neubau, dann nur auf dem Grundstück des existierenden Gebäudes. Der Marktplatz dürfe nicht kleiner werden.

Nicht zuletzt deshalb hatten sich zahlreiche Gehrdener zur Sitzung der Politiker eingefunden. Schließlich stand auf der Tagesordnung auch der Punkt „Gestaltung der Innenstadt und des Marktplatzes“ – basierend auf einem Antrag der CDU-Fraktion. Sie hatte beantragt, einen Städtebau- beziehungsweise Landschaftsplaner in die Gestaltung des Marktplatzes einzubinden. Ferner strebt die CDU eine zügige Lösung „für das marode und ästhetisch schmerzende Bratsch-Haus-Gelände“ an. Die bebaubare Fläche im aktuell den Ratsgremien vorgelegten Bebauungsplan für den Marktplatz müsse aus Sicht der Union wieder verkleinert werden.

Schlauer wurden die Besucher nicht. Die Hoffnung, dass sich die Politiker dazu äußern,  wie es im Stadtzentrum weitergehen soll, wurde nicht erfüllt. Das Thema wurde abgesetzt. „Wir haben noch Beratungsbedarf“, sagte der SPD-Fraktionschef Henning Harter. Patrick Ziemke (Gruppe Grüne/Linke) reagierte überrascht auf den Wunsch der SPD. Es sei unglücklich, dass das Thema vertagt werde, obwohl aktuell ein erheblicher Diskussionsbedarf bestehe.

Immerhin: Bürgermeister Cord Mittendorf kündigte an, dass er derzeit Gespräche mit den verschiedenen Interessengruppen führe. Für Januar sei ein runder Tisch mit Vertretern der Margarethengemeinde, der Stadt und der Bürgerinitiative sowie der Eigentümerin geplant. 

Abgesehen davon, wird die Umgestaltung des Marktplatzes vermutlich erst Ende des nächsten Jahres beginnen. Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg befürchtet, dass sich der Planungsprozess so lange hinziehen werde. 

Die gute Nachricht: Ab heute wird der Wochenmarkt wieder in der Fußgängerzone und am Marktplatz aufgebaut. Seit Februar musste er wegen der Innenstadtsanierung auf den ehemaligen Festplatz ausweichen. Nun sind die Pflasterarbeiten abgeschlossen; der Markthändler kehren zurück. 

Von Dirk Wirausky

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