Navigation:
Schnelles Internet durch Glasfaser: Im Gehrdener Stadtgebiet sollen die letzten unterversorgten Gebiete bis Ende 2018 erschlossen werden.  Foto: Uli Deck/dpa

Schnelles Internet durch Glasfaser: Im Gehrdener Stadtgebiet sollen die letzten unterversorgten Gebiete bis Ende 2018 erschlossen werden.  Foto: Uli Deck/dpa
© Uli Deck

Gehrden

Breitbandausbau: Keine weiße Flecken mehr

Im Gehrdener Stadtgebiet ist der Ausbau des Breitbandnetzes weitgehend abgeschlossen. In Northen und Ditterke sollen bis Ende 2018 die letzten beiden Bereiche erschlossen werden. 

Gehrden.  Bürgermeister Cord Mittendorf war sichtlich zufrieden. „Mit dem heutigen Tag sind wir in Sachen Breitbandversorgung einen wichtigen Schritt weitergekommen“, sagte er. Und Lennart Heise von der Region sprach von einer „positiven Nachricht“. Das Ziel, auch die ländlichen Gebiet in der Region mit schnellem Internet zu versorgen, sei erreicht. „Das ist eine wichtige Form der gesellschaftlichen Teilhabe“, so Heise.

Seit Anfang November liegen die endgültigen Zuwendungsbescheide vom Bund und Land Niedersachsen zur Förderung des Projekts vor. Nun hat die Region Hannover für Gehrden den Zuschlag an Telekom Deutschland erteilt. Am Donnerstag wurde der Vertrag unterzeichnet. Rund 120000 Euro investiert die Telekom in den Ausbau in Gehrden. Die Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 85000 Euro wird durch den kommunalen Eigenanteil der Region sowie durch Fördermittel von Bund und Land gefüllt.

Zwei Bereiche im Gehrdener Stadtgebiet galten bislang als unterversorgt.  Angeschlossen werden 38 Adressen in Ditterke (Kirchwehrener Straße und Am Weidefeld) sowie in Northen (Goldener Winkel und Am Schulgarten). In den nächsten Wochen beginnt das Telekommunikationsunternehmen mit den notwendigen Tiefbauarbeiten, verlegt Glasfasertrassen und errichtet Verteilerkästen. Bis Ende 2018 werden in Ditterke und Northen 45 Haushalte und ein Unternehmen mit bis zu 100 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) versorgt sein. „Wir schließen damit die letzte Lücke und erfüllen langjährige Forderungen nach einer besseren Anbindung an das Internet“, so Mittendorf.

Unabhänig davon steht Gehrden laut Stadt und Region in Sachen schnelles Internet sehr gut da: Die Kernstadt sowie die Ortschaften Lenthe und Lemmie sind durch HTP mit bis zu 100 Mbit/s versorgt. In Leveste, der westliche Teil von Everloh sowie in den übrigen Gebiete in Northen und Ditterke liegt durch Northern Access die Übertragungsgeschwindigkeit seit Oktober bei bis zu 50 Mbit/s. Rund 95 Prozent aller Adressen in der Kernstadt, in Everloh und Erichshof können über Vodafone (ehemals Kabel Deutschland) mit bis zu 200 Mbit/s versorgt werden. 

In Redderse liegt die Versorgung durch Northern Access derzeit bei bis zu 32 Mbit/s, eine Aufrüstung auf 50 Mbit/s ist durch das Unternehmen im Eigenausbau geplant. Kleine Bereiche in Gehrden (Nähe Große Bergstraße) werden im Eigenausbau von HTP bis Anfang 2019 ebenfalls mit bis zu 100 Mbit/s erschlossen. In Gehrdens Gewerbegebieten sind oftmals bereits Breitbandinfrastrukturen vorhanden, so dass Unternehmen einen direkten Anschluss ans Glasfasernetz bei einem Telekommunikationsunternehmen beauftragen können.

„Wir waren immer bemüht, die Situation in den schlecht versorgten Gebieten zu verbessern“, sagte Mittendorf. Auch die Kritik aus einigen Ortsteilen, dass Northern Access seine Versprechungen nicht einhalten würde, müsste laut Mittendorf nun verstummen. Dort habe das Unternehmen im vergangenen Monat die technischen Voraussetzungen für eine schnelle Datenübertragung geschaffen.

Von Dirk Wirausky


Anzeige

Gehrden ist ...

  • ... eine Stadt im Calenberger Land mit knapp 15.000 Einwohnern
  • ... die ehemalige Heimat von Tagesschausprecher Marc Bator
  • ... ein Paradies für Spaziergänger
  • ... Ausgrabungsort einer ehemaligen germanischen Siedlung
  • ... 6x pro Woche Thema in der Calenberger Zeitung, die als Heimatzeitung in Gehrden der Neuen Presse beiliegt. Im Abo und am Kiosk - ohne Mehrkosten.