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Region Gehrden Nachrichten Pausenprojekt von Schülern für Schüler
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00:21 28.05.2018
Motiviert und engagiert: Achtklässler der Oberschule Gehrden gestalten einen Spielcontainer auf dem Pausenhof. Quelle: Wirausky
Gehrden

Grau, alt und gegenwärtig wenig einladend – ein flüchtiger Blick auf den Container, der auf dem Pausenhof der Oberschule Gehrden steht, lässt derzeit noch nicht vermuten, was aus ihm eines Tages werden wird. Doch das wird sich ändern. Bis zu den Herbstferien wird der Container ein völlig anderes Aussehen erhalten. Rund 20 Jungen und Mädchen des achten Jahrgangs werden bis dahin freiwillig und vornehmlich in den Pausen den grauen Klotz verwandeln. Sie wollen ihn nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gestalten. Feststeht, dass er bunt werden soll. Der 14-jährigen Marie schwebt beispielsweise vor, die Außenwände mit Graffiti zu verschönern. In dem Container soll künftig die Ausleihe von Spielgeräten für die Pausen, die ebenfalls die mitmachenden Achtklässler auswählen, organisiert werden.

Die Jugendlichen sind hoch motiviert. So wie der 13-jährige Felix. „Ich habe große Lust, mitzuarbeiten und etwas zu gestalten“, sagt er. Auch Olivia freut sich auf das Projekt. „Das ist eine sinnvolle Pausengestaltung“, sagt die 15-Jährige. Und Marie gibt zu: „Das Projekt ist spannender, als in den Pausen nur planlos rumzustehen.“ Außerdem hofft die 14-Jährige, dass sie auch etwas lerne. Für Niclas ist die aktive Mitarbeit ebenfalls ein Projekt gegen die Eintönigkeit in den Pausen. Schon jetzt hilft der 13-Jährige bei der Spielausleihe im Jugendpavillon mit.

Initiatorin des Projekts ist die Schulsozialarbeiterin Frauke Bertram. Für sie ist vor allem wichtig, dass die Schüler als Gruppe etwas aufbauen können, was es bislang noch nicht gibt. „Und dabei sollen sie ihre eigenen Ideen einbringen“, sagt sie. Frauke Bertram war es auch, die ein entsprechendes Konzept erarbeitet hat. Und das begeisterte das Deutsche Kinderhilfswerk so sehr, dass es im Rahmen des Förderfonds für Spielräume den Höchstbetrag von 5000 Euro bereitgestellt hat. Entscheidende Kriterien waren, dass Schüler direkt an der Projektarbeit beteiligt sind, und dass neue Spielräume geschaffen werden. Frauke Bertram und der stellvertretende Schulleiter Arne Lechmann sind sich einig: „Das ist eine deutliche Aufwertung des Außengeländes.“

Möglich war die Umsetzung der Idee allerdings nur mit Hilfe des Fördervereins, der auch den Antrag beim Deutschen Kinderhilfswerk eingereicht hat. „Da haben wir gerne mitgemacht“, sagt der Vorsitzende Stephan Fromm. Der Förderverein war es auch, der den Container gekauft und den Transport von Lehrte nach Gehrden finanziert hat. Über die bewilligten 5000 Euro freut sich Fromm. „Das ist auch eine Motivation für den Förderverein“, gesteht er. Mit dem Betrag bestehe nun die Möglichkeit für sinnvolle Anschaffungen. Lechmann lobt ebenfalls die Initiative. „Damit wird in Zukunft endlich auch der Schulhof im hinteren Bereich genutzt“, sagt er. Auch die konzeptionelle Ausrichtung findet seine Zustimmung. „Es ist ein Projekt von Schülern für Schüler, und dafür werden wir den Teilnehmern auch die nötigen Freiräume schaffen“, verspricht Lechmann.

Mit zu den aktiven Helfern gehört auch Henry. „Es ist schön, bei solch einem Projekt mitmachen zu können“, sagt der 14-Jährige. Und er blickt schon voraus. „Und es ist ein schönes Gefühl, der Schule etwas hinterlassen zu können.“

Von Dirk Wirausky

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