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Die Anwohner kritisieren den Zustand der Mietergärten.

Die Anwohner kritisieren den Zustand der Mietergärten.
© Jutta Grätz

Garbsen

Zimmer im Grünen sollen aufgewertet werden

Der Zustand der Mietergärten im Quartier Berenbostel-Kronsberg wird von den Anwohnern kritisiert. Ein Architekturbüro will die Fläche nun umgestalten und damit aufwerten.

Berenbostel.  Unansehliche Beete, aus der Form geratene Hecken und Müllansammlungen: Das Thema Mietergärten im Quartier Berenbostel-Kronsberg stand im Mittelpunkt der Nachbarschaftsversammlung im Schützenhaus an der Corinthstraße. Quartiersmanager Marc Müller-de Buhr, Vertreter der Stadt, des Wohnungsbauunternehmens Vonovia und Johanna Sievers vom Landschaftsarchitekturbüro Spalink&Sievers haben die rund 30 Anwohner über die weiteren Planungen im Sanierungsgebiet informiert.

Kritik am Zustand der Gärten

Der Zustand der Mietergärten vor den Erdgeschosswohnungen war im Bürgerdialog schon mehrfach kritisiert worden. Sievers brachte es gleich zu Beginn der Sitzung auf den Punkt: „Jetzt sind die Häuser schön, doch wie geht es mit den Mietergärten weiter?“, fragte sie. „Die Gärten sind wie ein Zimmer im Grünen und tragen zur Aufwertung des Wohnumfeldes bei“, sagte die Landschaftsarchitektin, die bereits einige Hundert Mietergärten angelegt hat. „Sie geben den Bewohnern Gestaltungsspielräume, stiften Gemeinschaft und fördern so die Bindung ans Quartier.“

Sanierung des Quartiers geht voran

Die beiden ersten Bauabschnitte der energetischen Sanierung der Wohnungen durch das Unternehmen Vonovia werden bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein. „Der dritte Bauabschnitt beginnt 2018“, kündigte Thomas Weinert, Regionalleiter der Vonovia an. Vonovia saniert bereits seit 2016 nach und nach seine 492 Wohnungen im Quartier und investiert dafür am Kronsberg 21 Millionen Euro.

Zum Leerstand von Wohnungen habe es in der Nachbarschaftsversammlung im September Irritationen gegeben, sagte Quartiersmanager Müller-de Buhr und bat um aktuelle Zahlen. Im Stadtteil gebe es Mutmaßungen über 45 leerstehende Wohnungen. „Aktuell stehen 15 Wohnungen leer, von denen sieben schon wieder vermietet worden sind“, sagte Weinert. 18 Wohnungen seien gekündigt worden, diese würden aktuell saniert. jgz

Ihr Konzept sieht einen Neuzuschnitt der Beete vor. Der Vorschlag: Eine Fläche von fünf Metern in der Tiefe solle sich direkt an die Balkone anschließen, die die Mieter individuell nutzen und gestalten könnten. Einheitliche Hecken davor dienen der Begrenzung und dem Sichtschutz und schaffen einen klaren Rahmen. Für die Gemeinschaftsfläche am Neuen Landweg/Liebermannstraße favorisiert Sievers einen Spielbereich für Familien. „Verkehrsberuhigt und sonnig: Der Platz hat Potenzial und könnte den Charakter eines Parks bekommen“, sagte sie. „Wir werden dieser Idee folgen und sie, in Absprache mit der Stadt, so schnell wie möglich umsetzen“, sagte Thomas Weinert, Regionalleiter der Vonovia. Er kündigte zudem an, dass die „wilden Gärten“ am Franziskusweg abgerissen würden.

Spielplatz wird im Januar eröffnet

Auch die Umgestaltung des Spielplatzes an der Corinthstraße macht Fortschritte. Die Palmen im „Chillbereich“ stehen schon, auch das Fitnessgerät und die Reckstangen haben Mitarbeiter der Firma Rebohl bereits aufgebaut. Der erste Weg ist ebenfalls schon gepflastert. Doch bis die Hängematte zwischen den Palmen hängen wird, wird es noch ein wenig dauern: Die Eröffnung ist für Januar geplant, teilte die Stadt mit.

Quelle: Jutta Grätz

Von Jutta Grätz


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