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Region Garbsen Nachrichten Steinhuder Meer: Wasserstand sinkt dramatisch
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00:17 01.08.2018
Badegäste freuen sich über das heiße Wetter. Der niedrige Wasserstand wird für Segler und Steinhuder Personenschifffahrt am Steinhuder Meer jedoch zum Problem. Quelle: Rainer Dröse (Archiv)
Steinhude

Sommer, Hitze, Badespaß: Nicht nur Einheimische, auch Urlauber und Tagesausflügler zieht es zurzeit ans Steinhuder Meer, ob auf die Steinhuder Badeinsel oder auf die Weiße Düne in Mardorf. Das kühle Wasser lockt und was für Segler bedenklich wird, stört die Badegäste an der Uferzone nicht.

Der Wasserspiegel des Steinhuder Meeres sinkt durch starke Verdunstung in Folge der Hitze rapide. Im März war am Wilhelmstein noch eine Wassertiefe von 1,46 Meter gemessen worden, aktuell sind es 50 Zentimeter weniger. „Segeln mit Hindernissen“, schreibt ein Hobbysegler auf Facebook, „selten so viele Leute gesehen, die ihr Segelboot über Sandbänke ziehen. Spaß geht anders.“

Bei nur noch 96 Zentimetern Tiefe wird das Wasser unterm Kiel knapp. Die ersten Stegbetreiber rufen Bootsbesitzer angesichts des sinkenden Wasserspiegels auf, ihre Boote rechtzeitig auszukranen, um Schäden am Boot zu vermeiden.

Mit einer kaputten Schiffsschraube ist auch Stefan Ibold, Sportwart von der Wettfahrtvereinigung Steinhuder Meer, von seinem Einsatz mit dem Rettungsschlauchboot am Sonnabend zurückgekehrt. Eine Frau war bei dem stürmischen Wetter etwa 400 Meter vom Ufer entfernt in Panik geraten. Darüber hinaus waren noch zwei Motorboote des Vereins rausgefahren, um Segler auf dem Wasser zu helfen. „Es gibt große Probleme in der gesamten Uferregion“, sagt Ibold. Auch eine Sandbank in westlicher Richtung von der Badeinsel könne für Segler gefährlich werden. „Wir haben uns gefreut wie die Schneekönige als es geregnet hat.“ Aufgrund des niedrigen Wasserstandes wurde bereits die für Mitte August geplante Bestenermittlung der 16 Quadratmeter S-Jollen-Kreuzer aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Auch die Steinhuder Personenschifffahrt ist vom Wassermangel betroffen. „Die Rundfahrschiffe können wir nicht mehr voll beladen“, sagt Fahrkartenverkäuferin Christine Müller. Es werde nur noch mit etwa halber Passagierzahl gestartet. Die Auswanderer könnten beispielsweise nur noch die Haltestellen Jugendherberge und Weiße Düne anlaufen.

Von Rita Nandy und Vera Skamira

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