Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Millionenschaden bei Großbrand in Kirche
Region Garbsen Nachrichten Millionenschaden bei Großbrand in Kirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:49 30.07.2013
Beim Brand einer Kirche und eines Gemeindehauses in Garbsen ist ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Quelle: Dillenberg
Garbsen

Im Garbsener Stadtteil Auf der Horst ist die Willehadikirche in der Nacht zu Dienstag ausgebrannt. Mehr als 120 Feuerwehrleute versuchten vergeblich, das Gotteshaus zu retten. Als die ersten Einheiten eintrafen, standen die Reste des Gemeindehauses, das gerade abgerissen wird, und ein Teil der Kirche in Flammen. "Ich habe noch nie in so kurzer Zeit nach unserer Alarmierung einen so ausgedehnten Brand gesehen", sagte Garbsens Ortsbrandmeister Rüdiger Kauroff.

Fotos: Dillenberg

Angeblich brannten die Gebäude bereits seit 20 Minuten, bevor Feuerwehr und Polizei um kurz vor 1 Uhr alarmiert wurden.  Der gesamte Bereich um die Kirche war abgesperrt. Mehr als 1000 Schaulustige säumten die Straßen und mussten zusehen, wie die Kirche Opfer der Flammen wurde. "Unfassbar", sagte Willehadi-Pastorin Renate Muckelberg, "es ist unfassbar." Binnen kurzer Zeit war die Hälfte des Kirchenvorstandes an den Absperrungen. Niemand mochte glauben, was er da sieht. Der Brand steht möglicherweise im Zusammenhang mit einer Serie von Brandstiftungen im Stadtteil Auf der Horst; sie hält seit zweieinhalb Jahren an. In der Vorwoche waren größere Mengen  Abrissmaterial und ein Baum direkt an der Kirche angesteckt worden; in den Wochen davor gingen Fensterscheiben zu Bruch. Es ist vor diesem Hintergrund nicht auszuschließen, dass die Kirche gezielt angegriffen wurde.

Drei Tage später wäre vom Gemeindehaus nichts mehr zu sehen gewesen; der Abriss war fast beendet. Brandermittler nehmen heute ihre Arbeit auf. Für die Willehadi-Gemeinde stellt sich jetzt eine völlig neue Frage: Sie muss nicht nur die Arbeiten an einem neuen Gemeindehaus komplett stornieren - in einer Woche wäre Baubeginn gewesen. Sie muss jetzt entscheiden, ob sie an diesem Standort eine neue Kirche bauen will. Die Mauern der heutigen Willehadi-Kirche dürften kaum zu halten oder zu sanieren sein. Statiker und Baufachleute werden diese Frage letztlich zu beantworten versuchen.

 lz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!