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Düstere Zukunftsvisionen: Die Menschen in Orwells „1984“ sind Überwachung und Propaganda ausgesetzt. Trotzdem wagen einige den Ausbruch aus dem System.

Düstere Zukunftsvisionen: Die Menschen in Orwells „1984“ sind Überwachung und Propaganda ausgesetzt. Trotzdem wagen einige den Ausbruch aus dem System.
© Benjamin Westhoff

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TfN kommt mit Orwells „1984“ nach Garbsen 

Das Theater für Niedersachsen (TfN) inszeniert in der IGS den Science-Fiction-Klassiker „1984“. Es geht um staatliche Kontrolle, die Macht der Propaganda und das Verbot eigener Gedanken.

Garbsen-Mitte.  Das Theater für Niedersachsen (TfN) inszeniert am Sonnabend, 9. Dezember, in der IGS das Stück „1984“ nach dem Welterfolg von George Orwell. Der Roman beschreibt eine düstere Zukunft mit einem totalitären Überwachungsstaat. Orwell verfasste das visionäre Werk bereits 1949. Anfang 2017 erlebte der Stoff  aufgrund der neuen US-Regierung eine Renaissance und landete weit oben auf den Bestsellerlisten.

Das Stück spielt wie der Roman im Staat Ozeanien, der vom „Big Brother“ überwacht wird. Eigene Gedanken sind verboten, ansonsten drohen Arbeitslager oder die Todesstrafe. Propaganda und Überwachung sind an der Tagesordnung. Die Weltgeschichte wurde im Sinne der herrschenden Parteielite neu verfasst. Aber Parteimitglied Winston zweifelt am System und findet in Julia eine Geliebte und Gleichgesinnte. Als sie versuchen, Kontakt zu einer Untergrundbewegung aufzunehmen, stehen ihr Leben und ihre Liebe auf dem Spiel.

Das TfN bleibt nah an der Romanvorlage, stellt aber die Liebesgeschichte in den Vordergrund. Dadurch wirkt die Inszenierung leichter als der Roman.  Auf der Bühne wie im Buch endet Winston aber als tragisches Vorbild. Dennoch ist „1984“ keine Tragödie. Das Stück will Inspiration dafür sein, „sich für die Freiheit und gegen jede Form von Großem Bruder zu engagieren“, schreibt das TfN. Angesichts der Daten-Großmächte wie Google, Facebook, Amazon und Microsoft sei das Thema gesellschaftlich relevanter denn je: „Ist Big Data der neue Big Brother? Und wie verhalten wir uns dazu?“, fragt TfN-Regisseur Reiner Müller. 

Info: Die Vorstellung beginnt am Sonnabend, 9. Dezember, um 19 Uhr in der IGS Garbsen, Meyenfelder Straße 8. Das Theater für Niedersachsen bietet ab 18.15 Uhr eine kostenlose Einführung an. Karten gibt es für 16 bis 20 Euro im Kulturbüro im Rathaus unter Telefon (05131) 707650 und online unter www.kulturgarbsen.de. Mitglieder des Kulturvereins erhalten zwei Euro Ermäßigung.

Von Katharina Hemmer


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