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Auf der Osterwalder Straße in Berenbostel könnte demnächst Tempo 30 gelten.

Auf der Osterwalder Straße in Berenbostel könnte demnächst Tempo 30 gelten.
© Anke Lütjens

Garbsen

Politik will bei Tempo-30-Versuch mitmachen

Osterwalder Straße und Havelser Straße: Garbsen bewirbt sich mit zwei Stellen für den Modellversuch „Tempo 30 auf Hauptstraßen“. Das Land will testen, ob weniger Geschwindigkeit zu weniger Abgasen und Lärm führt. 

Garbsen.  Führt eine Reduzierung auf Tempo 30 auf viel befahrenen Straßen zu weniger Lärm, weniger Unfällen und geringeren Abgaswerten? Diese Fragen will das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr mit dem Modellversuch „Tempo 30 auf Hauptstraßen“ klären.

Garbsen bewirbt sich mit zwei Straßen

Und dabei spielt Garbsen eventuell eine Rolle: Der Rat hat bei seiner ersten Sitzung des Jahres am Mittwochabend beschlossen, sich mit zwei Straßen für die Teilnahme an dem Projekt zu bewerben. Das sind die Osterwalder Straße in Berenbostel (vom Dorfplatz bis zur Leinestraße) und die Havelser Straße durch Garbsen-Mitte. Ob das Vorhaben des Landes überhaupt sinnvoll ist, war bei den Garbsener Politikern allerdings umstritten.

SPD-Fraktionschef Karsten Vogel sagte, dass seine Parteimitglieder grundsätzlich zu dem Versuch stünden. Sie lehnten die Überlegungen für eine Tempo-30-Zone auf der Hannoverschen Straße in Altgarbsen jedoch ab, die urpsrünglich auch vorgesehen war.

Für Darius Pilarski von den Grünen wäre es wünschenswert gewesen, mit so vielen Straßen wie möglich ins Rennen zu gehen. „Tempo-30-Zonen sind ein wichtiger Schritt für mehr Gesundheit und Sicherheit“, sagte Pilarksi.

AfD leht den Antrag ab

Manfred Kammler, Fraktionsvorsitzender der AfD, sagte, dass seine Fraktion den Antrag ablehne. Es gebe bereits „unzählige Verkehrszählungen und belastbare Fakten“ über die Auswirkungen von Tempolimits. „Das Recht auf Mobilität ist ein Grundrecht“, sagte Kammler.

Auch der CDU-Fraktionschef Heinrich Dannenbrink zeigte sich eher skeptisch. In einigen Bereichen der Osterwalder Straße etwa „schafft man es gar nicht, 30 zu fahren“, sagte er. Bei der Havelser Straße sehe seine Fraktion dagegen schon eher Bedarf.

Aus Sicht der Unabhängigen wäre es sinnvoll, wenn „Garbsen zu dem Modellversuch etwas Positives beitragen kann“, sagte Günther Petrak. Deshalb stimmte er dafür.

Bewerbungsfrist endet bald

Ob Garbsen in den Planungen des Ministeriums überhaupt berücksichtigt wird, scheint zumindest zweifelhaft. Für den Versuch werden in ganz Niedersachsen nur sechs Straßen gesucht. Die Bewerbungsfrist endet Ende Januar.

Von Gerko Naumann


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