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Region Garbsen Nachrichten Diese Garbsener Studenten bauen autonome Rennwagen
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00:25 31.03.2018
Niklas Weckert (von links) und Razvan Has vor dem eH17. Team Driverless baut den Rennwagen von 2017 dieses Jahr zum fahrerlosen Auto um. Quelle: Sebastian Romo
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Garbsen

 Seit mehr als zehn Jahren werden am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) in Garbsen innovative Rennwagen gebaut. Das Team mit dem englischen Namen Horsepower (Pferdestärken) startete ganz klassisch mit Vebrennungsmotoren – doch das ist Geschichte. Seit 2010 tüfteln angehende Ingenieure aus verschiedenen Fachrichtungen jedes Jahr an einem neuen Rennwagen mit Elektroantrieb. 2018 wird zum zweiten Mal zusätzlich ein autonomer Wagen aus Garbsen im August bei der Formula Student – einem internationalen Konstruktionswettbewerb für Studenten – antreten. Das Team heißt Horsepower-Driverless. 

Während 40 Studenten beim Team Electric den elektronisch angetriebenen Rennwagen mit dem Namen eH18 entwickeln, baut das Team Driverless mit zwölf Personen den eH17 um und macht diesen fit für den Wettbewerb in Hockenheim und Barcelona. Die Formula Student ermöglicht es Universitäten und Fachhochschulen aus aller Welt gegeneinander anzutreten. Seit 2017 gibt es die Kategorie Driverless – auf Deutsch fahrerlos. 

Fahren auf unbekannter Strecke

„Das Auto soll selbst lenken, bremsen und beschleunigen können“ erklärt Razvan Has, Leiter des Teams Driverless von Horsepower. „Die Strecke ist für alle Teams unbekannt.“ Gelbe und blaue Kegel werden die Strecke im Wettbewerb markieren und eine Orientierung für den umgebauten eH17 bieten. Zwei Kameras und zwei Lasersensoren sind die Augen für das selbstgesteuerte Auto. Ein leistungsstarker Rechner im Wagen verarbeitet die Informationen über die Umgebung und schickt Befehle an die Motoren, Bremsen und den Lenker. „Das Fahrzeug entscheidet selbst, wo es langfährt“, erklärt Has. Das Team hat zu diesem Zweck eine eigene Software entwickelt.

Im vergangenen Jahr erreichte das Driverless-Team von Horsepower in Hockenheim den sechsten Platz, Has war damals schon im Team. „Dieses Jahr wollen wir auf das Podium“, sagt der 22-jährige Mechatronikstudent. „Mich begeistert vor allem die Technik, die man selber erlernen kann“, erklärt Niklas Weckert, Leiter von Team Electric. „So etwas lernt man im Studium nicht.“ Weckert studiert Produktion und Logistik, ein Großteil seiner Studien- und Freizeit verbringt er bei Horsepower. 

Die Studenten arbeiten bis zu 80 Stunden pro Woche an ihrem Projekt. Der eH18 steckt noch in der Konstruktionsphase: In einem Keller des Conti-Hochhauses in Hannover formt eine Teameinheit das Fahrgestell für den neuen Wagen aus Kohlefaser. Speziell entwickelte Kunststoffbauteile entstehen im 3D-Drucker, während eine andere Teameinheit an den Akkus tüfftelt, die später den Wagen mit Energie versorgen werden. 

Wagen ist Anfang Juli fahrbereit

Zurzeit arbeiten die Teams noch am Campus in Hannover, doch in Mai verlagern sie die Rennwagen nach Garbsen und werkeln im PZH weiter. Anfang Juli werde der Rennwagen nach Plan „zusammengebaut und fahrbereit“ sein, betont Weckert. Der eH18 wird etwa 200-Kilogramm wiegen und mit seinen 190 PS mehr Drehmoment als ein Bugatti Veyron auf die Straßen bringen. Die Studenten werden den eH18 Ende Juli im Lichthof der Leibniz Uni enthüllen. 

Von Sebastian Romo

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