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Region Garbsen Nachrichten Stadt will die Hundesteuer erhöhen
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00:16 08.12.2017
Hundebesitzer sollen in Garbsen künftig mehr Hundesteuer bezahlen. Quelle: Gerko Naumann
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Garbsen-Mitte

 Die Stadt Garbsen will die Hundesteuer erhöhen. Künftig sollen für den ersten Hund 108 statt bislang 96 Euro pro Jahr fällig werden. Das zweite Tier kostet nach den Plänen der Verwaltung dann 168 Euro (bislang 144), jeder weitere 228 (bislang 192).

30.000 Euro zusätzlich für die Stadtkasse

Damit werde die Steuer zum ersten Mal seit etwa 20 Jahren angehoben, erklärte der Erste Stadtrat und Kämmerer Walter Häfele bei der Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses am Montagabend. Die Erhöhung sei moderat – und würde der Stadt rund 30.000 Euro zusätzlich in die Kassen spülen. „Wir wollen den Wert dann wieder für eine lange Zeit auf dem Niveau lassen“, sagte der Kämmerer. Er bat die Politiker darum, sich den Vorschlägen der Stadt anzuschließen, um „ein Signal zu setzen“.

Grüne und AfD wollen Steuer nicht erhöhen

Das wollen die Grünen ausdrücklich nicht tun. Zumindest für den ersten Hund bestehen sie darauf, dass die bisherige Summe von 96 Euro pro Jahr nicht erhöht wird. „Das wäre vor allem eine Belastung für Familien und ältere Menschen“, sagte deren Fraktionsvorsitzender Darius Pilarski. Denn gerade für die sei der Hund ein wertvoller Partner, der „einen geregelten Rhythmus abverlangt, Verantwortungsbewusstsein schult und hilft, soziale Kontakte aufzubauen“. Dieser Meinung schloss sich Manfred Kammler von der AfD im Kern an. Aus seiner Sicht sei die Hundesteuer eine reine „Hundevermeidungssteuer“. Das sei eher für Großstädte relevant, in Garbsen müsse die Zahl der Hunde nicht künstlich begrenzt werden.

In Seelze ist Hundehaltung deutlich teurer

Im Vergleich zur Nachbarstadt Seelze kommen Hundehalter in Garbsen indes vergleichsweise günstig weg. Selbst wenn die Hundesteuer wie geplant angehoben werden sollte, kostet der erste Hund in Garbsen 108 Euro pro Jahr, der zweite 168. Zum Vergleich: In Seelze bezahlen Tierfreunde für den ersten Hund 158 Euro, 226 für den zweiten. Das ist der höchste Wert in vergleichbaren Städten in Niedersachsen, hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet.

Das sagen die Betroffenen

Solche Rechenspiele überzeugen die Garbsener Hundebesitzer jedoch nicht. Dörthe Kluge, die am Dienstagmorgen mit ihrem Hund im Stadtpark unterwegs war, findet: „Die Hundesteuer ist schon zu hoch.“ Außerdem gebe es in Garbsen zu wenig Freilaufflächen und Kotbeutel. „Wenn die Steuer schon erhöht wird, soll von dem Geld etwas Sinnvolles für Hundebesitzer getan werden.“

Die Entscheidung über die Hundesteuer fällt bei der Ratssitzung am Montag, 11. Dezember. Sie beginnt um 18.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Von Gerko Naumann und Katharina Hemmer

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