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Umbau zum Bordell? Abriss oder etwas ganz anderes? Die Stadt will über das gesamte Gelände rund um den alten Praktiker-Markt eine Sperre erlassen, um unerwünschten Geschäftsideen eine Absage erteilen zu können.   

Umbau zum Bordell? Abriss oder etwas ganz anderes? Die Stadt will über das gesamte Gelände rund um den alten Praktiker-Markt eine Sperre erlassen, um unerwünschten Geschäftsideen eine Absage erteilen zu können.   
© Naumann (Archiv)

Garbsen

Rat tagt öffentlich am 11. Dezember 

Es wird eine der längeren Ratssitzungen in diesem Jahr: Das Gremium tagt am Montag, 11. Dezember, 18.15 Uhr, im Rathaus. 45 Punkte stehen im Moment auf der Tagesordnung.

Garbsen.  Hier ein Supermarkt, dort ein Bordell, oder doch eher ein Business-Park? Und was wird aus den riesigen Netrada-Hallen? Die Grundstücke westlich und östlich der Gutenbergstraße sind begehrt. Anfragen von Investoren liegen oder lagen auf dem Tisch. Um zu steuern, wer sich dort niederlässt und wer nicht, will die Verwaltung eine Sperre über fast das gesamte Gewerbegebiet verhängen. Das ist ein Punkt unter vielen für die Ratssitzung am 11. Dezember.

Die so genannte Veränderungssperre ist eines der letzten Mittel einer Stadtverwaltung. Sie bedeutet, dass vorerst nur das ohnehin genehmigte Gewerbe dort praktizieren kann. Jede neue Geschäftsidee kann der Bürgermeister ablehnen, wenn sie den Zielen der Stadt widerspricht. Die Ziele legt der Rat binnen zwei Jahren in einem Bebauungsplan fest. Genau das soll jetzt passieren. Die Verwaltung hat offenbar keine andere Handhabe, um die Forderungen von Vermietern, Unternehmern oder Investoren abzulehnen.

Im leeren Praktiker-Markt sollte ein Bordell eröffnen. Auf dem Parkplatz nebenan sollte ein mittelgroßer Supermarkt entstehen. Von welchen Seiten Interesse an den Netrada-Hallen kommt, ist öffentlich nicht bekannt. Der Rat hat solche Veränderungssperren in der Vergangenheit fast immer beschlossen, um selbst die Grundsätze für ein Gewerbegebiete mitbestimmen zu können.

Weiterer wichtiger Punkt in der Sitzung ist die Ausschreibung der Schul- und Sozialdezernentenstelle. Amtsinhaberin Iris Metge wechselt im Frühjahr in den Ruhestand. Dem Rat bleiben nur noch wenige Wochen für das Auswahlverfahren. Bürgermeister Christian Grahl hatte die Ausschreibung im November zurückgezogen, weil die Zuordnung der Hochbauabteilung strittig war. Sie bleibt jetzt wie bisher beim Sozialdezernat, weil die meisten Hochbauten der Stadt Kindergärten und Schulen sind. Grahl wollte die Abteilung ursprünglich bei Stadtbaurat Frank Hauke angliedern, sieht aber auch dessen Belastung durch die Planung der Großprojekte Berenbostel-Ost, Neue Mitte, Campus und Bosse See.

Das umstrittene Bauvorhaben Bosse See hat der Rat am 11. Dezember ebenso zu beschließen, wie den Neubau des Badeparks Berenbostel, die Förderrichtlinien für Sportvereine oder die Neufassung der Hundesteuersatzung. Die Sitzung beginnt am Montag, 11. November, um 18.15 Uhr im Rathaus. Sollte die Sitzung nicht ausreichen, um alle Punkte abzuarbeiten, wird sie zwei Tage später, am Mittwoch ab 18.15 Uhr, fortgesetzt. 

Von Markus Holz


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