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Region Garbsen Nachrichten Ein ganzes Puppenhaus zieht ins Spielzeugmuseum
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00:37 31.03.2018
Gerda Schmidt (links) übergibt das Puppenhaus an Gertrud Müllmann. Quelle: Anke Lütjens
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Altgarbsen

 Mit ihrem Puppenhaus mit dem schönen Namen Villa Nostalgie verbindet Gerda Schmidt viele schöne Erinnerungen, vor allem an ihren im Mai 2009 verstorbenen Mann. Er hat das schöne Puppenhaus selbst gebaut, damit das Ehepaar es mit seinen gesammelten nostalgischen Puppenmöbeln ausstatten konnte. Jetzt trennt sich die 92-jährige Altgarbsenerin mit einem lachenden und einem weinenden Auge von dem Puppenhaus. Sie hat es Gertrud Müllmann vom Puppen- und Spielzeugmuseum geschenkt.

„Ich habe mich wegen meines Alters zur Weggabe entschlossen. Ich weiß jetzt aber, dass es in gute Hände kommt“, sagt die zierliche ältere Dame. Müllmann will die Villa Nostalgie an einer Wand mit fünf weiteren Puppenhäusern dekorieren. „Ich bin fasziniert davon, dass die Sammlung so peu à peu entstanden ist“, sagt sie. Im Spielzeugmuseum sind mehr als 50 Prozent der Exponate Schenkungen. 

Haus voller liebevoller Details

Ein Nachttopf unterm Nachtschränkchen, eine alte Nähmaschine im Bügelzimmer, eine Toilette mit Spülkasten und Strippe, Kupfergeschirr in der Küche, ein Schaukelpferd und Spielzeug im Kinderzimmer sowie winziges Geschirr auf dem Wohnzimmertisch: Das Puppenhaus steckt voller liebevoller Details. Passend dazu sind auch die Püppchen dekoriert wie ein Klavier spielendes Mädchen oder die Mamsell in der Küche. Zum Spielen war das jedoch nicht gedacht.

Die Küche ist der älteste Teil der Sammlung, die Anfang der Siebzigerjahre begann. „Die haben wir bei einer Urlaubsreise an den Bodensee in einem Geschäft in Meersburg entdeckt“, erzählt Schmidt. Aus diesem Geschäft sowie aus Spielzeugläden in Seelze und Hannover stammen die meisten Teile. „Wohnzimmer und Küche sind im Stil um 1910 gehalten, die anderen Sachen stammen überwiegend aus den Fünfzigerjahren“, schätzt Müllmann.

Zimmer sind beleuchtet

Insgesamt hat die Villa sechs Zimmer, die alle über Beleuchtung verfügen. Die Elektrik verbirgt sich in einem Kasten unter dem Puppenhaus. „Eigentlich war mein Mann kein großer Handwerker“, sagt Schmidt. Auch Tapeten und Bodenbeläge hat er passend zu den Räumen gestaltet. Ihr Mann sei von den Möbeln stets genauso begeistert gewesen wie sie, sagt die Seniorin. „Jetzt erfreuen sich andere Menschen daran“, betont Müllmann, die kleine Besuchergruppen nach Vereinbarung durch ihr Museum, Im Talkamp 19,  führt.  Besucher können sich unter Telefon (05137)126284 oder per Mail an kontakt@Spielzeugmuseum-garbsen.de anmelden. Weitere Informationen gibt es unter www.spielzeugmuseum-garbsen.de.

  

Von Anke Lütjens

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