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Workshop Berenbostel-Ost: Teilnehmer vertiefen sich in die Grundlagen des Gebietes.

Workshop Berenbostel-Ost: Teilnehmer vertiefen sich in die Grundlagen des Gebietes.
 © Stadt Garbsen

Garbsen

Planer präsentieren Ideen für Berenbostel-Ost

Es ist das größte Bauvorhaben der Stadt seit Garbsen-Mitte im Jahr 2000: Berenbostel-Ost parallel zur Wreschener Allee. Ein neuer Stadtteil? Eine Ergänzung Berenbostels? Planer legen am 11. November Konzepte vor. 

Berenbostel.   Bis 2035 sollen im Osten Berenbostels annähernd 600 Wohnungen entstehen. Die Stadt will das Heft des Wohnungsbaues wieder in die eigene Hand nehmen, statt Grundeigentümern und Investoren die Initiative zu überlassen. Im Projekt Berenbostel-Ost wird sich das erstmals niederschlagen. Die Stadt baut zwar nicht selbst. Aber sie entscheidet, wie die Siedlungen aussehen sollen und wer da wie baut.

Neubaugebiet ist Pilotprojekt für die Städte in der Region

Weil die Stadt hier Vorbildcharakter in der Region hat, ist die Region Hannover fachlich und finanziell beteiligt. Berenbostel-Ost wird ein Pilotprojekt für andere Städte. Und damit am Ende etwas fachlich Gutes herauskommt, haben sich Stadtbaurat Frank Hauke und der Erste Regionsrat Axel Priebs für ein Wettbewerbsverfahren mehrerer Planungsbüros entschieden. Das Verfahren wird organisiert vom Büro Ackers aus Braunschweig. 

Am 12. Oktober hatten sich Vertreter dreier Planungsbüros, der Stadt und der Region zu einem Auftakt-Workshop getroffen. Planern wurden die Aufgaben erklärt und das Gebiet gezeigt. In den zwei Wochen danach entstanden getrennt voneinander drei erste Konzepte. Stadt und Region haben am 26. Oktober einen ersten Blick darauf geworfen.

Öffentlichkeit sieht die Konzepte am 11. November

Ins Eingemachte geht es während eines zentralen Workshops am Freitag und Sonnabend, 10. und 11. November, im Rathaus. Die Workshops sind, anders als in der Entwurfsphase der Neuen Mitte Garbsen, nicht öffentlich. An diesen beiden Tagen werden die Büros ihren Konzepte den letzten Schliff geben. Die Öffentlichkeit sieht die Entwürfe am Sonnabend, 11. November, ab 11 Uhr im Rathaus. 

Im Anschluss an dieses Wochenende erstellt das Büro Ackers auf der Grundlage ausgewählter Workshop-Ergebnissen bis Anfang Dezember einen Masterplan. Er ist Grundlage für die Entwicklung der drei  Bauphasen. Die Ergebnisse des Workshops und der Masterplan werden am 15. Dezember im Rathaus der Öffentlichkeit präsentiert. Gleichzeitig soll damit eine Ausstellung zum Verfahren eröffnet werden. Die Ausstellung wird für zwei Wochen im Rathaus zu sehen sein.

Drei Büros – drei verschiedene Ansätze

Für das Workshop-Verfahren konnten deutschlandweit drei renommierte Büros gewonnen werden: Kellner Schleich Wunderling Architekten mit Stadtplaner GmbH aus Hannover, Yellow Z Berlin und die Planungsgesellschaft Ferdinand Heide aus Frankfurt/Main. „Mit diesen ganz unterschiedlich arbeitenden und denkenden Planungsbüros sollen möglichst verschiedene Ansätze und Konzeptideen für die Entwicklung von hochwertigem Wohnraum entstehen“, schreibt die Stadt. 

Die Vorgaben sind klar definiert: Die drei Neubau-Siedlungen sollen kein eigenständiger Stadtteil werden. Sie werden im Westen mit Straßen, Wegen und Grünzügen mit Berenbostel vernetzt und im Osten mit der offenen Landschaft. Charakteristische Baumgruppen wie die alten Eichen zwischen dem Kampe und der Dorfstraße oder am Fuchsfeld sollen erhalten bleiben. Die Siedlung Auf dem Kampe bleibt unangetastet. Eine hohe Häuserdichte soll vermieden werden. Die Höhe der Gebäude wird begrenzt und orientiert sich an den Blocks auf dem Kronsberg. Zeitlich liegt die Stadt hinter ihrer eigenen Planung zurück: Im Herbst sollten nach ersten Ankündigungen schon Baufelder vergeben werden.  

Singles, Alleinerziehende, Senioren: In Garbsen fehlen alle Wohnformen

Nach Schätzungen der Region Hannover werden bis zum Jahr 2025 annähernd 28.000 Wohnungen benötigt. Bedarf besteht in Hannover selbst, aber auch in den größeren, gut angeschlossenen Nachbarkommunen wie Garbsen, Langenhagen oder Laatzen. Besonders groß ist der Bedarf an preiswerten und bezahlbaren Wohnungen. Dies betrifft auch Garbsen, weil die Nachfrage allein durch die Ansiedlung des Campus Maschinenbau Garbsen (CMG) mit rund 5000 Mitarbeitern und Studierenden steigen wird. Seit dem Zustrom der Flüchtlinge vor zwei Jahren ist der Markt der Sozialwohnungen ohnehin fast zum Erliegen gekommen.  

In Garbsen fehlen Wohnformen aller Art: Wohnungen für Singles und Alleinerziehende, für Studenten-WGs und für Senioren sind Mangelware. Die Stadtverwaltung unterstützt private Initiativen, sie will aber auch selbst aktiv werden wie im Fall Berenbostel-Ost. Weitere Neubaugebiete könnten folgen. 

Berenbostel, Garbsen-Mitte, Horst und Meyenfeld bieten seit Jahren die größten Baupotenziele. Garbsen-Mitte wird gerade zusammen mit den Unternehmen Gerlach und Röther entwickelt. Wegen der Nähe zum Campus hat sich die Verwaltung im zweiten Schritt auf das 24 Hektar große Areal am Ostrand Berenbostels fokussiert. Die Siedlungen sollen nach und nach gebaut werden. lz

Von Markus Holz


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Garbsen ist ...

  • ... die nach Hannover größte Stadt in der Region mit mehr als 60.000 Einwohnern
  • ... Heimat des ehemaligen Zweitligisten TSV Havelse (1990)
  • ... Heimat von Miss Germany 2008, Kim-Valerie Voigt
  • ... die Online-Domino-Hochburg Deutschlands
  • ... Universitätsstandort
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