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Region Garbsen Nachrichten IGS-Neubau: Das sagen die Politiker
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00:16 10.10.2018
Das Gebäude der IGS Garbsen entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Für die Verwaltung in Garbsen steht fest: Eine Sanierung der maroden IGS Garbsen ist nicht sinnvoll und machbar. Stattdessen soll für sie und die benachbarte Grundschule Garbsen-Mitte ein Neubau enstehen. Die Kosten könnten nach heutigen Schätzungen etwa 75 Millionen Euro betragen. Was bedeutet das für die Zukunft der Stadt? Wir haben die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Rat nach ihrer Einschätzung gefragt:

Infrastruktur kommt in die Jahre

Wirklich überrascht war der SPD-Fraktionsvorsitzende Karsten Vogel von den Zahlen nicht. „Es war abzusehen, dass die Infrastruktur aus den Siebzigern in die Jahre kommt“, sagt er. Als Fehler bezeichnet er es, dass nicht früher investiert wurde, um die Gebäude länger zu erhalten. Nun sei eine Investition unumgänglich. „Wir wollen den Bildungsstandard hoch halten“, sagt Vogel. Es gehe jetzt darum, ein vernünftiges Konzept für IGS und Grundschule zu entwerfen. Denn, so Vogel: „Es soll eine Entscheidung sein, die für 50 Jahre hält.“

Auch Heinrich Dannenbrink (CDU), nach eigener Aussage früher ein Verfechter einer Sanierung, setzt nun auf einen Neubau. „Für 2000 Schüler der IGS und der Grundschule muss es uns diese Anstrengung wert sein“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Er räumt allerdings auch ein, dass die Investition „gravierende Folgen“ für den künftigen finanziellen Spielraum der Kommune haben wird. „Wir werden freiwillige Leistungen kürzen oder Steuern erhöhen müssen. Anders wird es nicht gehen“, kündigt Dannenbrink an.

Grüne fühlen sich unter Druck gesetzt

Die Grünen fühlen sich von der Vorlage der Stadt unter Druck gesetzt, sagt Darius Pilarski. „Wir diskutieren teilweise monatelang über Dinge, die 10.000 Euro kosten. Und jetzt sollen wir in vier Wochen über 75 Millionen Euro entscheiden“, wettert der Fraktionschef. Es sei zwar sinnvoll, schon mit der Raumanalyse zu beginnen, um später keine Zeit zu verlieren, sagt Pilarski. Eine grundsätzliche Entscheidung über einen Neubau „werden wir als Grüne aber noch nicht mitmachen.“

Aus Sicht der AfD ist das Verhalten der Verwaltung „wilder Aktionismus“, sagt der Fraktionsvorsitzende Manfred Kammler. Seine Fraktion werde den Neubau-Plänen bei der Ratssitzung am 5. November keinesfalls zustimmen. „Die Zeitspanne ist viel zu kurz, um zu sondieren, was machbar und sinnvoll ist“, findet Kammler. Die geplante Investition von 75 Millionen Euro „würde uns auf Jahre hinaus blockieren“. Deshalb müssten Kosten- und Sicherheitsaspekte nun in Ruhe und objektiv abgewogen werden.

Günther Petrak von den Unabhängigen will eine Sanierung noch nicht ausschließen. „Sie müsste allerdings deutlich günstiger sein als ein Neubau“, betont er. Falls die Entscheidung für einen Neubau fällt, plädiert Petrak für den Standort gegenüber dem jetzigen Gebäude an der Meyenfelder Straße. Nach dem Abriss der alten Schule könne die Stadt das Grundstück dort verkaufen, um so Geld wieder reinzuholen. „Vielleicht können die Sportanlagen sogar weiter von den Schülern genutzt werden“, schlägt Petrak vor.

Von Gerko Naumann

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