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Meret Köhne ist seit 1. Februar neue Pastorin in Horst.

Meret Köhne ist seit 1. Februar neue Pastorin in Horst.
© Jutta Grätz

Garbsen

Junge Horster Pastorin will für Kirche begeistern

Meret Köhne ist seit 1. Februar neue Pastorin in Horst. Sie teilt sich bis 2019 die Stelle mit Wolfgang Dressel, der dann in Ruhestand geht. Für die 29-Jährige ist es die erste Pastorenstelle. Ein Porträt.

Horst. Meret Köhne ist seit 1. Februar neue Pastorin in der Kirchengemeinde Frielingen-Horst-Meyenfeld.  Die 29-Jährige teilt sich die Stelle für zwei Jahre mit Wolfgang Dressel. Der 66-jährige Dressel, seit 1990 das Gesicht der Kirchengemeinde, wird 2019 in den Ruhestand gehen. Köhne wird bis dahin zusätzlich mit halber Stelle in der Pressestelle der Landeskirche arbeiten. 

Ihre dienstliche  E-Mail-Adresse ist zwar noch nicht eingerichtet, das Pfarrhaus noch nicht bezugsfertig und Zeit zum Ummelden ihres Autos hat sie auch noch nicht gehabt: Das Auto von Meret Köhne trägt noch das Kennzeichen ROW für Rotenburg/Wümme. Aber nach Händeschütteln beim Neujahrsempfang, der ersten Dienstbesprechung mit Haupt- und Ehrenamtlichen und einem Begrüßungsmarathon bei der Landeskirche ist Köhne schon in „ihrer“ neuen Gemeinde angekommen. Für die junge Frau mit dem offenen Lächeln und der dynamischen Art ist es die erste Pastorenstelle.  „Nach sieben Jahren Studium freue mich riesig auf meine neue Gemeinde“, sagt sie.

Kirchenvorstand setzte sich für Berufsanfänger ein

Köhne studierte in Göttingen und Berlin Theologie auf Pfarramt, absolvierte danach ihr Vikariat im 800-Seelen-Dorf Horstedt im Kreis Rotenburg. Im vergangenen Oktober hatte sie davon erfahren, dass sie ihre Stelle in Horst antreten darf. „Ich musste erst einmal nachschauen, wo das liegt“, sagte die gebürtige Hannoveranerin. „Für die erste Pastorenstelle werden die ausgebildeten Vikare von der Landeskirche sozusagen geschickt“, berichtet sie. Der Horster Kirchenvorstand hatte beschlossen, die Stelle mit einem Berufsanfänger zu besetzen.

„Ich bin eine Netzwerkerin“, sagt Köhne. „Die Begegnung und die persönlichen Kontakte gehen mir vor allem“, betont sie. „Dafür lasse ich ich mich gern vom Schreibtisch weglocken.“ Dazu gibt es in Horst, Meyenfeld und Frielingen und rund 3000 Gemeindemitgliedern reichlich Gelegenheit. Ob die Krippe der Waldlinge, die Konfirmandenarbeit nach dem Hoyaer Modell,  ungewöhnliche Gottesdienstkonzepte wie die „Atempause“ oder der Mega-Mittagstisch: „Die Gemeinde ist unglaublich vielfältig – und es gibt so viele engagierte Ehrenamtliche und einen sehr aktiven Kirchenvorstand“, sagt Köhne schon nach wenigen Tagen im Amt. Besonders freue sie sich auf die Arbeit mit Konfirmanden und Teamern.  „Ich möchte junge Menschen für Kirche begeistern“, sagt sie. „So bin ich selbst als Jugendliche zur Kirche gekommen – in der St.-Thomas-Gemeinde in Hannover-Oberricklingen.“

Landessuperindentin kommt zur Ordination am 18. Februar

Die junge Frau pendelt zurzeit noch von Hannover nach Horst. Ab Sommer soll sich das ändern, dann möchte sie in das Pastorenhaus an der Andreaestraße einziehen, direkt neben der Kirche mit Garbsens höchstem Turm. Das Haus aus dem Beginn der Sechzigerjahre wird bis dahin umfassend saniert, auch die Elektrik ist veraltet.  Am 18. Februar wird Landessuperindentin Petra Bahr Meret Köhne offiziell ins Amt einführen – zur sogenannten Ordination wird sie von vielen Freunden und Weggefährten begleitet.

Von Jutta Grätz


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