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Region Garbsen Nachrichten Ursula Kottas ist gestorben
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18:52 14.09.2018
Ursula Kottas. Quelle: Archiv (Mirko Bartels)
Altgarbsen

Es gibt Menschen, denen die zweite Reihe weitaus besser liegt, als die vorderste Front. Menschen, die keine bedeutenden Reden halten wollen, sondern nur da sein wollen, die anpacken und helfen. Ursula Kottas, Urgestein der Altgarbsener SPD, gehörte dazu. Sie ist am 5. September im Alter von 74 Jahren gestorben.

„Ursel“ wurde sie von Freunden genannt. „Ursel, kannst Du hier? Kannst Du da?“ Ursula Kottas konnte. Fast 40 Jahre lang war sie eine der zuverlässigsten (Wahlkampf-)helferinnen, egal, um wessen Kandidatur es ging. Sie stand hinter dem Tresen, warb um Wähler, klebte Plakate, verteilte Prospekte, half bei den Neujahrsempfängen. Ein Schatz in den Reihen der Garbsener Sozialdemokraten. Und sie ließ sich in die Verantwortung nehmen, weil sie bei den Menschen ankam in ihrer kritischen, freundlichen und verbindlichen Art. Ein Ja war bei Kottas ein Ja. Und Politik bedeutete für sie „Stadt gestalten“.

Von 1976 bis 1986 wirkte die gelernte Apothekenhelferin aus Bad Meinberg im Ortsrat Garbsen. Von 1986 bis 2006 nutzte sie ihr Ratsmandat, um für eine sparsame Haushaltspolitik, ökologische Arbeitsplätze, eine nachhaltige Kinder- und Jugendpolitik und bezahlbare Wohnungen zu streiten. Als Mitglied im Wirtschafts-, im Kultur- und im Bauausschuss widmete sie sich den zeitlosen, stets aktuellen Themen Garbsens.

Kottas war selten mit einem Klick zu überzeugen. Sie hakte nach, blieb kritisch und wusste mit Akribie und Sachkenntnis selbst gegenüber dem versierten Kämmerer Heinz Landers Schwachstellen im Haushalt zu finden. Sie verstand ihr Geschäft und ruhte sich nie auf Hinterbänken aus. Allein diese 30 arbeitsreichen Jahre kommunalpolitischen Ehrenamtes verdienen Respekt und Anerkennung.

Daneben war Ursula Kottas viele Jahre Vorstandsmitglied im Kulturverein, in der AWO und im aufgelösten Aktiv-Kreis Garbsen. Die Kirchengemeinde Alt Garbsen verliert mit Kottas ebenfalls eine engagierte Ehrenamtliche, die sich über viele Jahre im Vorstand besonders für den Aufbau der Gemeindestiftungen einsetzte. Egal, wo Ursula Kottas stand, sie hatte immer ein Auge für die Schwächeren. Garbsen hat mit ihr ein Stück soziales Gewissen verloren. Die Beisetzung fand am Freitag auf dem kirchlichen Friedhof in Altgarbsen statt, zeitgleich mit der Trauerfeier für den ehemaligen Grünen-Politiker und IGS-Lehrer Peter Bartel in Berenbostel.

Von Markus Holz

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