Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Kreisel in Polen trägt den Namen „Rondo Garbsen“
Region Garbsen Nachrichten Kreisel in Polen trägt den Namen „Rondo Garbsen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 31.12.2017
Kreisel in polnischer Stadt Wrzesnia trägt den Namen Garbsen. Quelle: Artur Mokracki
Anzeige
Garbsen/Wrzesnia

 In der polnischen Stadt Wrzesnia fahren die Autofahrer jetzt durch einen Kreisel, der „Rondo Garbsen“ heißt. Das hat der Rat der Partnerstadt in einer Sitzung Mitte Dezember festgelegt.  Doch was klingt, wie eine Geste der Verbundenheit, war Anlass eines Eklats in der knapp 46.000-Einwohner-Stadt in der Mitte des Landes. Bürgermeister Tomasz Kałużny hatte die Idee, der seit mittlerweile 25 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen den beiden Städten ein Denkmal zu setzen. Unterstützung bekam er dabei von dem Ratsherrn Waldemar Grześkowiak, der schon mehrfach in Garbsen zu Gast war. Die Benennung des Kreisels nach Garbsen sei angebracht, sagte Grześkowiak. 

Schwierige Beziehungen während des Krieges

Dem Ratschlag folgte eine hitzige Debatte, in der in der Ratssitzung Sätze fielen, wie „Polen und Deutsche werden nie Brüder“. Das berichtet die polnische Zeitung „Nowa Wrzesnia“. Immer wieder seien die schwierigen Beziehungen zwischen Polen und Nazi-Deutschland diskutiert worden. Es wurde sogar eine Liste mit 46 Unterschriften gegen die Benennung des Kreisels nach Garbsen eingereicht. 

 Ratsherr Zbigniew Bieńko gelang es schließlich die Debatte zu beruhigen: Man dürfe die Politik der polnischen Regierung nicht mit der kommunalen Politik vermischen. Der Beschluss für die Umbenennung des Kreisels fiel mit nur einer Gegenstimme. „Die Benennung eines Kreisels nach Garbsen ist ein Zeichen, dass die Partnerschaft auch nach nun gut 25 Jahren funktioniert“, sagt der Garbsener Ratsherr Darius Pilarski. Die Beziehung zwischen den Partnerstädten sei gut und werde von regelmäßigen Besuchen geprägt. Schwerpunkt sei dabei der Austausch zwischen den Schulen. 

Partnerschaft seit 1991

Die Partnerschaft zwischen Garbsen und Wrzesnia wurde Anfang der Neunzigerjahre geschlossen. Doch schon davor bestanden Kontakte zwischen den beiden Städten. Es dauerte allerdings bis nach dem Mauerfall und der friedlichen Revolution in Polen bis die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt wurde: Am 4. September 1991 unterschrieben die Bürgermeister die Partnerschaftsurkunde in Garbsen und am 23. Oktober 1991 in Wrzesnia. Seit 1995 trägt die Wreschener Allee ihren Namen. 

Von Linda Tonn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit Donnerstag liegen wieder Raketen und Böller in den Supermarktregalen. Auch viele Garbsener beginnen mit den Silvestervorbereitungen. Allerdings gelten beim Böllern Regeln: Stadt und Seniorenheim mahnen einen verantwortungsvollen Umgang an.

31.12.2017

Ein guter Brauch zum neuen Jahr: Die CDU Berenbostel verteilt wieder ihre Kakteen-Geschenke an Passanten – dieses Jahr schon am 30. Dezember ab 10 Uhr. 

31.12.2017

Das Unternehmen World of Dinner hat das Restaurant Körber in Osterwald in die Liste seiner Spielorte aufgenommen. Am 12. Januar inszeniert Charlie Martin dort das erste Hokus-Pokus-Dinner. 

30.12.2017
Anzeige