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„Kontinuum“ hat der ehemalige Garbsener Lokalredakteur Bernd Riedel seine Fotoausstellung in der Garbsener Galerie Hesse genannt.

„Kontinuum“ hat der ehemalige Garbsener Lokalredakteur Bernd Riedel seine Fotoausstellung in der Garbsener Galerie Hesse genannt.
© Jutta Grätz

Garbsen

„Kontinuum“: Bernd Riedel inszeniert Vertrautes neu

Die Zerbrechlichkeit der Natur steht im Fokus der ersten Einzelausstellung von Bernd Riedel in der Garbsener Galerie Hesse. „Kontinuum“ hat der ehemalige Garbsener Lokalredakteur die Schau genannt. Am Sonnabend wurde die Ausstellung eröffnet.

Altgarbsen.  Haben Spinnen und Menschen tatsächlich etwas gemeinsam? Und wie zerbrechlich ist die Natur? Diese Fragen hat der Journalist Bernd Riedel in den Fokus seiner ersten Einzelausstellung genommen. „Kontinuum – Vom Ernst des Lebens und den Zeichen der Gewalttätigkeit“ hat der ehemalige Garbsener Lokalredakteur seine Werkschau genannt, die die Galerie Hesse noch bis Ende Dezember präsentiert. 

Nicht weit voneinander entfernt

„Eine Spinne gilt bei Vielen als abstoßend, hinterhältig, ja bedrohlich“, sagte Riedel bei der Vernissage am Sonnabend.  Der Journalist hatte das Tier im Unterholz der französischen Provence entdeckt. „Das Überaschende an ihr ist der Kokon mit Nachwuchs, den sie unter dem Bauch trägt“, sagte er.  „Die Brutpflege zeigt, wir sind nicht weit voneinander entfernt – wir ähneln uns, bilden ein Kontinuum.“  

Riedel stellt in der Galerie Hesse 29 Fotografien auf Leinwand in unterschiedlichen Formaten aus. Das Motiv der Spinne ist, wie alle Makrofotografien, eine zufällige Momentaufnahme. Ob die Heuschrecke, die der Fotograf zehn Minuten verfolgt und ihn jetzt völlig erschöpft anschaut, oder der Schmetterling, der sich schutzlos an einen sich biegenden Grashalm klammert: Der Journalist dokumentiert die Anzeichen von Gewalt im Zyklus der Natur. Dabei inszeniert er Vertrautes völlig neu, wie das fast brutal anmutende Gesicht eines Schmetterlings. „Ich versuche, im Kleinen das ganze Universum abzubilden“, sagt Riedel.

Selbstporträts und Landschaftsaufnahmen

Genau hinschauen müssen die Betrachter auch bei Landschaftsaufnahmen, die unter anderem auf der Insel Mallorca entstanden sind: Sie dokumentieren die Spuren der Gewalt, die der Mensch dort hinterlassen hat.  Zufallsprodukte sind auch die ausgestellten Selbstporträts: eine Szene im Café in Barcelona oder das Schwarz-Weiß-Selfie seines Schattens in seiner Heimatstadt Wunstorf.

Info: Die Ausstellung „Kontiunuum“ ist bis Ende Dezember jeweils sonnabends von 11 bis 16 Uhr in der Galerie Hesse, Fiernhagen 32, zu besichtigen und auch nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon (0170) 6618419. Am Sonnabend, 9. Dezember, 15 Uhr, begleitet eine Lesung die Ausstellung . Zu Gast ist die Garbsener Gruppe Lesestärke 3 mit Jördis Coldewey, Heiner Schädel und Dieter Albrecht. 

Von Jutta Grätz


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