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In der Nähe dieser Gabelung und links am Unterstand sind die verendeten Tiere gefunden worden.

In der Nähe dieser Gabelung und links am Unterstand sind die verendeten Tiere gefunden worden.
© Privat

Garbsen

Wer quält Kaninchen und Mäuse in der Stelinger Feldmark?

In der östlichen Stelinger Feldmark treibt ein Tierquäler sein Unwesen. Hundehalter haben jetzt zum dritten Mal strangulierte Hauskaninchen und Zuchtmäuse gefunden und fragen sich: Wer macht so etwas?

Stelingen.  Gruselige Szenerie an einer beliebten Jogging-Strecke im Osten Stelingens: Strangulierte Hauskaninchen liegen im Stelinger Graben; an einem Feldunterstand hängt ein Kaninchen neben Mäusen an einem dünnen Draht. Alles sieht aus wie drappiert. Hundebesitzer haben die Kadaver gefunden. „Sie waren nicht zu übersehen, das war wie ein Zur-Schau-Stellen“, sagt einer der Hundehalter gestern, „die Tiere sind qualvoll verendet.“

Von Hornbostels Hof an der Lange Feldstraße führt ein Weg nach Osten Richtung  Resser Straße. Biegt man am Anglerteich links ab auf den langen Feldweg Richtung Stelinger Graben, stößt man Ende auf eine Gabelung. Nach rechts gehts zur Resser Straße, nach links Richtung Scheidegraben und Heitlingen. Linker Hand in der Nähe der Gabelung steht der Unterstand. 

Tote Hasen im Stelinger Wald

Tote Hasen im Stelinger Wald: Wer treibt hier sein Unwesen?

Quelle: Privat

Dort stießen die Hundehalter im Frühjahr das erste Mal auf ein stranguliertes Kaninchen. Der Draht war zwischen einem Baum und dem Schuppen gespannt. „Einige Zeit später hingen dort drei weiße ZUchtmäuse neben dem Kaninchen“, erzählt der Zeuge. Er joggt mit einem Partner und Hunden jeden Morgen um kurz nach 7 Uhr auf dieser Strecke. Wieder Tage später war der Kaninchen-Kadaver abgenommen und mit Laub bedeckt auf den Boden geworfen worden.

Einen zweiten Fall dieser Art beobachteten die Jogger im Sommer unweit entfernt. Im Graben an dem langen Feldweg kurz vor der Gabelung lagen ein oder auch zwei Hauskaninchen mit schwarz-weißem Fell, erwürgt mit einer Kordel oder blauem Plastikband. „Die Pfoten der Tiere waren mit blauem Band auf dem Rücken zusammengebunden, vermutlich deshalb, damit sie nicht weglaufen können“, sagt der Beobachter. 

Der dritte und bisher letzte Fall ist erst wenige Tage her: Am 2. Dezember schlugen die Hunde unweit der beiden ersten Fundorte an, weil ein weißes Stallkaninchen verendet im Graben lag. Das Fell war verkotet; ein Hinweis darauf, dass das Tier noch gelebt hat, als es dort geknebelt abgelegt wurde. „Es war so eindeutig hingelegt, dass man es sehen sollte. Wer macht so etwas?“, fragt der Hundehalter. „Uns erinnert das an ein Ritual.“

Die Jogger beobachten die Strecke jeden Morgen, „aber wir können ja nicht jeden verdächtigen, der dort ohne Hund spazieren geht“, sagen sie. Sie überlegen, die Polizei einzuschalten, weil die Tierquälerei eindeutig sei und jemand diesem Grusel ein Ende setzen sollte. Sie sind auch deshalb besorgt, weil die Strecke ein beliebter Spazierweg ist und dort auch Kinder unterwegs sind.  

In Stelingen haben sich die Fälle bisher kaum herumgesprochen. Einige angesprochene Landwirte und die Jägerschaft im Hegering 2 wussten bis zur Anfrage nichts von den Vorgängen. Unklar ist auch, ob weitere Zeugen vielleicht Ähnliches an anderen Stellen in der Feldmark beobachtet haben.  

Von Markus Holz


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