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Mädchen lernen auf dem Campus Handwerk technische Berufe wie Kfz-Mechatroniker und Tischler kennen.

Mädchen lernen auf dem Campus Handwerk technische Berufe wie Kfz-Mechatroniker und Tischler kennen.
© Valerie Edelmann

Garbsen

Hier werden Mädchen für das Handwerk begeistert

Mädchen ins Handwerk heißt ein neues Projekt der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer Hannover und der Region Hannover. Mit Pilottagen ist es auf dem Campus Handwerk in Garbsen gestartet.

Berenbostel.  Mit ihrem gemeinsamen Projekt „Mädchen ins Handwerk“ wollen die Agentur für Arbeit Hannover, die Handwerkskammer Hannover und die Region Hannover Mädchen für eine handwerkliche Berufsausbildung begeistern. Beim Pilotdurchgang im vorigen Jahr haben 20 Schülerinnen einen Tag lang zwei „typische Männerberufe“ auf dem Campus Handwerk ausprobiert. Nun haben die Kooperationspartner beschlossen, das Projekt wegen des Erfolgs auszuweiten.

60 junge Frauen machen mit

In diesem Jahr sind drei Tage mit drei Schulen und 60 Schülerinnen vorgesehen. Ziel des Projektes ist, Mädchen für eine handwerkliche Berufsausbildung zu begeistern, ihnen Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen und sie auf ihrem Weg in die handwerkliche Berufsausbildung zu begleiten. Am ersten Projekttag arbeiteten 20 Schülerinnen der Jahrgänge 9 und 10 der Oberschule Garbsen probeweise in der Auto- und der Tischlerwerkstatt. Am zweiten und dritten Tag zeigten 40 Schülerinnen der IGS und der Oberschule Berenbostel ihr handwerliches Geschick.

In den Werkstätten konnten sie als Kfz-Mechatronikerin einen Urlaubsscheck am Auto vornehmen und einen Erinnerungsanhänger mithilfe von Schlagmarken fertigen. Als Tischlerin konnten sie beweisen, dass sie mit Holz und Lötkolben umgehen sowie ein Frühstücksbrettchen designen können. In den Werkstätten haben erfahrene Handwerksmeisterinnen die Mädchen angeleitet und unterstützt. Sie sollen als Vorbilder fungieren. In einer Nachbereitungsphase in der Schule erhalten die Schülerinnen Unterstützung für die Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche.

Ein deutlicher Männerüberschuss

„Im Kammerbezirk Hannover sind 20 Prozent der Schulabgänger, die eine handwerkliche Ausbildung beginnen, weiblich. In den gewerblich-technischen Handwerksberufen herrscht jedoch weiterhin ein deutlicher Männerüberschuss“, sagte Karl-Wilhelm Steinmann, Präsident der Handwerkskammer Hannover. Das Projekt „Mädchen ins Handwerk“ ziele darauf ab, diesem Trend entgegenzuwirken. Es biete weiblichen Jugendlichen die Möglichkeit, Handwerksberufe praxisnah kennenzulernen und ihren Talenten nachzugehen.

Die Agentur für Arbeit und die Region finanzieren das Projekt mit jeweils 50 Prozent. Es ist ein Vorhaben innerhalb der Fachkräfteallianz Hannover. „Mit dem Projekt können wir den Schülerinnen die Inhalte von handwerklichen und technischen Berufen gezielt näherbringen und somit den Betrieben ein größeres Potenzial für Bewerbungen verschaffen“, sagte Christian Minuth von der Agentur für Arbeit. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im Handwerk entgingen Frauen gute Karriere- und Verdienstaussichten.

 

 

Von Anke Lütjens


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