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Wer folgt Iris Metge auf die Stelle als Sozialdezernentin? Politik und Verwaltung sind sich über die Stellenausschreibung nicht einig. 

Wer folgt Iris Metge auf die Stelle als Sozialdezernentin? Politik und Verwaltung sind sich über die Stellenausschreibung nicht einig. 
© Archiv

Garbsen

Grahl vertagt erneut Stellenausschreibung 

Der Rat muss bis März einen Nachfolger für Schul- und Sozialdezernentin Iris Metge finden. Der Bürgermeister hat dem Rat aber eine Ausschreibung vorgelegt, die keine Mehrheit hat. Das Thema ist vertagt.

Garbsen.  Es läuft nicht rund zwischen Politik und Verwaltung: Der Rat muss bis März einen Nachfolger für Schul- und Sozialdezernentin Iris Metge gefunden haben. Metge geht in den Ruhestand. Bürgermeister Christian Grahl hat der Politik eine Stellenausschreibung vorgelegt, die umstritten ist. So umstritten, dass in einer ersten Beratungsrunde am 25. Oktober keine Einigung möglich war. Heute Abend scheiterte der zweite Anlauf im Verwaltungsausschuss. Grahl hat die Vorlage erneut von der Tagesordnung des Rates genommen und die Entscheidung damit auf Dezember vertagt.   

Nach Grahls Vorstellungen soll die Messlatte für Bewerber genauso hoch liegen wie bei der Stellenausschreibung  für den Ersten Stadtrat Walter Häfele und Baudezernent Frank Hauke. Grahl will unter anderem einen universitären Master-Abschluss oder etwas vergleichbares voraussetzen.

CDU und SPD wollen die Kriterien nicht aufweichen, aber weiter fassen: Nach CDU-Vorstellung soll der Bewerber nachweisbare Erfahrungen aus einer kommunalen oder vergleichbaren Verwaltung mitbringen. Das findet sich bisher nicht im Kriterienkatalog. Ein Hintergrund könnte sein, dass weder Grahl noch Häfele je eine Stadtverwaltung geführt haben und dass jemand mit solcher Erfahrung in der Führungsspitze der Verwaltung arbeiten sollte. 

Die SPD denkt ähnlich und fordert die Formulierung: „Bewerber können auch berücksichtigt werden, wenn die erforderliche Tätigkeit bereits auf einer Stelle nachgewiesen wird, die den Anforderungen (der ausgeschriebenen Stelle) entspricht.“ Sprich: Die SPD will auch Bewerbern die Tür öffnen, die keinen Master haben, aber ihre Qualifikation in einem solchen Job unter Beweis gestellt haben. 

So ein Bewerber wäre der frühere Frielinger SPD-Politiker Ulrich Mahner. Der Diplom-Verwaltungswirt ist derzeit Referatsleiter für Soziales beim Niedersächsischen Städtetag, vergleichbar mit einem Dezernenten. Dass er in der Vergangenheit an der Stelle Interesse hatte, ist ein offenes Geheimnis. Aber er hat keinen Master und dürfte sich gar nicht bewerben. „Wir wollen die Ausschreibung nicht wegen Herrn Mahner ändern“, sagt SPD-Fraktionschef Karsten Vogel vor der finalen Beratungsrunde heute Abend. „Wir wollen aber, dass sich auch sehr praxiserfahrene, bewährte Kandidaten melden. Wir weichen die Ausschreibung nicht auf und werten das Amt damit nicht ab“, sagt Vogel.

Die CDU könnte damit leben, sieht aber ihren Änderungsvorschlag als ausreichend  an. Den Bewerberkreis zu erweitern, widerspräche auch nicht dem Verfahren der Bestenauslese, wie Grahl es anwenden will, sagt Fraktionsvorsitzender Heinrich Dannenbrink. „Dass der Master als Voraussetzung genannt ist, ist jedenfalls kein Einfall, um Herrn Mahner gezielt auszuschließen. Das war bei Häfele und Hauke genau so“, sagt Dannenbrink. Ja, meint die SPD, aber gerade im Sozialen sei die Vielfalt der Studienabschlüsse und Beschäftigungsmöglichkeiten viel größer.

Mahner ist im übrigen nicht der einzige Name, der halböffentlich gehandelt wird: Martina Märtz und Darius Pilarski, beide von den Grünen, werden ebenfalls genannt. Fraktionen und Verwaltung wollten heute Abend im Verwaltungssausschuss und Rat zu einer Einigung kommen. Das ist erneut gescheitert.   

Von Markus Holz


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