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Region Garbsen Nachrichten So schmeckt’s den Gästen beim Food-Festival
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15:06 29.07.2018
So schön war das Streetfood-Festival in Garbsen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Das ist eine Premiere für Garbsen: Zum ersten Mal hat es am Wochenende ein Street-Food-Festival auf dem Rathausplatz gegeben. Die Idee dazu kam von den Mitarbeitern des Stadtmarketings und der Wirtschaftsförderung der Stadt Garbsen. Sie haben dafür mit der Osnabrücker Marketing- und Eventagentur Next Choice kooperiert. Einziger Wermutstropfen waren zwei Gewitter am Sonnabend. Daher schlossen die Händler ihre Stände bereits vorzeitig um 21 Uhr.

Besucher gehen auf kulinarische Reise

Insgesamt 24 Food-Trucks und Street-Food-Stände luden die Besucher zu einer kulinarischen Reise ein. Diese führte von Pulled Pork über Garnelen-Baguette, unterschiedlichen Burgern, Fackelspieß und mexikanischen Spezialitäten bis hin zu Süßem wie kugeligen Waffeln, Ice Rolls und Churros. Dabei handelt es sich um ein spanisches Fettgebäck, das Maria Parpalioni mit Zimt, Zucker und anderen Leckereien verfeinert.

Auch frittierte Insekten gibt es zu probieren

Sogar Insekten konnten die Besucher probieren. Thorben Frischlowski und Susanne Döpke bewiesen Mut und probierten frittierte Mehlwürmer. „Es hat nach Salz und Limette geschmeckt“, sagt Frischlowski. Zu den Favoriten von Döpke gehörten die süßen Churros. Mexikanische Enchiladas mit Huhn suchte sich Mohamed Machmoud aus. „Super, lecker!“, sagte er. Seine Frau entschied sich für den Kartoffeltornado, eine Art spiralförmiger Pommes am Spieß. Der wird mit unterschiedlichen Gewürzen und Saucen getoppt.

Vorbilder liegen in Asien und den USA

„Den Kartoffeltornado-Stand gibt es seit zwei Jahren. Unsere Chefs entwickeln mehrere Konzepte“, berichtet Thorsten Grüß. Die Idee stamme aus Thailand. Die Stände orientieren sich an den asiatischen Straßenmärkten, während die Idee der Food-Trucks aus den USA stammt. Dort sind seit vielen Jahren äußerst populär.

Sina Hochwald und ihre Freundin genossen Lángos, auch Langosch genannt. Das ist ein ungarisches Teiggericht, was traditionell mit Knoblauch, Schmand und Käse belegt wird. Aber es standen auch andere herzhafte und süße Beläge zur Verfügung. „Sehr lecker“, sagten die beiden Frauen. Und was sagen sie zu dem Festival? „Mal was Neues, das ist gut für Garbsen“, sagte Hochwald.

So schön war das Streetfood-Festival in Garbsen. Quelle: Gerko Naumann

Einige hundert Besucher kommen zum Festival

Nach dem Schauer am Sonnabend füllte sich der Rathausplatz gegen Abend zusehends. Hunderte Besucher genossen Speisen, Getränke und die Sonne. Am Sonntag gab es zudem mit Schminken, Luftballons und Musik ein Programm für die ganze Familie. Einige Besucher monierten, dass es nur einen Getränkestand und zu wenig Sitzgelegenheiten gab. Die Händler wie Christian Haß aus Bad Oldesloe, der Pulled Pork in unterschiedlichen Variationen anbot und vor dessen Wagen sich Schlangen bildeten, zeigten sich mit der Resonanz äußerst zufrieden. „Ich denke, ich kann für alle sprechen, dass es sehr gut gelaufen ist“, sagte er.

Kunden bleiben auch bei Wartezeit entspannt

Die Kunden seien sehr entspannt gewesen, betonte Haß. Auch unter den Händlern sei die Stimmung gut. „Wir passen gegenseitig auf die Stände auf, wenn zum Beispiel einer mal auf die Toilette muss“, sagte er. Haß verarbeitet nur regionale Produkte und achtet auf Nachhaltigkeit. Bei ihm gibt es nur Pappschachteln und Holzgabeln. Seinen Food-Truck betreibt der Holsteiner nur im Nebenberuf, im Hauptberuf baut er Sprinkleranlagen.

Organisator ist mit Resonanz zufrieden

Im vorigen Jahr machte sich der Street-Food-Circus das erste Mal auf die Reise durch 26 Städte in Norddeutschland. „Wir sind hauptsächlich in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Umkreis von 200 Kilometern rund um Osnabrück unterwegs“, sagte Organisator Leon Guse von Next Choice. In diesem Jahr steigerten die Veranstalter sich auf 30 bis 40 Events. „Street-Food-Festivals liegen voll im Trend“, sagte Guse. Mit der Resonanz in Garbsen zeigte er sich zufrieden – trotz der Gewitter.

Umfrage: Was essen Sie denn da?

Heiko Vogt (56), Stelingen Quelle: Gerko Naumann

„Ich habe mir einen Fackel-Spieß mit Brötchen geholt. Das Schweinefleisch ist auf den Punkt genau gegrillt. Das schmeckt wirklich sehr lecker, ich werde es weiterempfehlen.“

Yvonne Bischoff (34), Meyenfeld Quelle: Anke Lütjens

„Ich habe mich für Langós entschieden, das habe ich noch nie gegessen. Ich finde es Klasse, dass ich etwas Neues ausprobieren kann, das man sonst nicht so kennt. Das Essen ist sehr lecker.“

Die Favoriten der Redaktion

Gerko Naumann (37), Redakteur HAZ/NP-Lokalredaktion Quelle: Anke Lütjens

„Das Garnelen-Baguette ist mit 8 Euro nicht ganz günstig, aber es hat sich gelohnt. Vor allem die Kombination aus Knoblauch- und süßer Chili-Soße hat es mir angetan.“

Anke Lütjens, Mitarbeiterin HAZ/NP-Lokalredaktion (55) Quelle: Gerko Naumann

„Ich bin sonst gar nicht der Süßigkeiten-Esser, aber die Churros, ein Schmalzgebäck aus Spanien, wollte ich unbedingt probieren. Die habe ich noch nie gegessen. Besonders die Variante mit Zimt und Zucker hat mich überzeugt.“

Von Anke Lütjens und Gerko Naumann

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