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Region Garbsen Nachrichten IGS-Neubau: Das wünschen sich die Schulleiter
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00:18 12.10.2018
Die IGS Garbsen und die benachbarte Grundschule Garbsen-Mitte sollen einen Neubau bekommen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Lange hatte Schulleiter Andreas Hadaschik gehofft, dass seine IGS Garbsen mit einer „großflächigen Sanierung“ noch zu retten wäre. Doch nun liegen die Gutachten der Experten über den mangelnden Brandschutz und die Statik des Gebäudes vor. Für die Stadt Garbsen lassen die ernüchternden Zahlen nur noch einen Schluss zu: Ein Neubau ist die einzige Alternative, auch wenn der nach ersten Schätzungen rund 75 Millionen Euro kosten wird.

Hadaschik schaut schon voraus

„Ich habe mittlerweile eingesehen, dass ein Neubau wohl die einzig sinnvolle Lösung ist“, sagt Hadaschik und richtet den Blick direkt in die Zukunft. Es sei ihm in den nächsten Wochen und Monaten besonders wichtig, dass die Stadt die neuen Gebäude in enger Abstimmung mit der Schulleitung plane. „Dabei dürfen nicht allein wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen, es muss in erster Linie um unsere Pädagogik gehen“, fordert der Schulleiter.

Lesen Sie hier weiter: IGS-Neubau: Das sagen die Politiker

Dazu gehöre unter anderem, dass sich die Schüler in getrennte Räume zurückziehen können, um eigenständig zu lernen. Außerdem spiele die Inklusion eine wichtige Rolle, sagt Hadaschik, also das gemeinsame Unterrichten von Schülern mit und ohne Behinderungen. „Auch dafür brauchen wir ganz einfach Platz.“ Bereits in der Vergangenheit hat sich Hadaschik aufgrund der unklaren Situation seiner Schule andere Neubauten angesehen und kommt zu sehr unterschiedlichen Urteilen: „Die IGS Mühlenberg hat sehr viel Platz eingebüßt, das ist das Gegenteil von dem, was wir wollen. Beim Bau der KGS in Pattensen hat die Zusammenarbeit von Stadt und Schule offenbar deutlich besser funktioniert.“

Ortsrat und Ausschuss sprechen über Neubau

Der geplante Neubau der IGS Garbsen und der Grundschule Garbsen-Mitte wird die Politiker in Garbsen in den nächsten Wochen beschäftigen. Der Schulausschuss und der Ortsrat Garbsen kommen dafür am Mittwoch, 17. Oktober, sogar zu einer Sondersitzung zusammen. Ab 18 Uhr wird es im Ratssaal des Rathauses ausschließlich um dieses Thema gehen. Bürger haben gleich zu Beginn der Sitzung die Möglichkeit, den Politikern Fragen zu stellen.

Bereits vor der Sitzung treffen sich die Mitglieder des Schulausschusses um 17 Uhr am Eingang des Johannes-Kepler-Gymnasiums am Planetenring 9. Dort steht eine Besichtigung der Schule auf dem Programm.

Auch die Grundschule wird neu gebaut

Der Neubau betrifft nicht nur die IGS Garbsen, sondern auch die benachbarte Grundschule Garbsen-Mitte. Deren Leiterin Anja Hellwig sieht die neue Situation überwiegend positiv: „Ich freue mich, dass die Stadt uns vor der Planung des neuen Gebäudes anhören will“, sagt sie. Ihre Kollegen seien sich durchaus bewusst, dass viel Arbeit auf alle Beteiligten zukomme. „Wir sind aber auch sehr motiviert und freuen uns auf den Neubau“, sagt Hellwig.

Ihr sei besonders wichtig, dass die Grundschule im Stadtteil Garbsen-Mitte bleibt – schon wegen des Namens. Vom neuen Gebäude erhofft sie sich vor allem genügend Platz für die Bereiche Inklusion, Naturwissenschaften und Mehrsprachigkeit, die an der Einrichtung besonders gepflegt werden. Außerdem will sich Hellwig dafür aussprechen, dass die Räume der neuen Grundschule wieder ebenerdig angelegt werden: „Das ist wichtig für die Barrierefreiheit.“

Von Gerko Naumann

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