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Some scrambled eggs? Yes, please. Eltern servieren das englische Frühstück.

Some scrambled eggs? Yes, please. Eltern servieren das englische Frühstück.
© Markus Holz

Garbsen

First English Day an der Grundschule Garbsen-Mitte

Mal etwas Neues wagen: An der Grundschule Garbsen-Mitte haben Schüler am Freitag ihren ersten English Day erlebt mit dem Kiepenkasper und baked beans.

Garbsen-Mitte.  Diese magische Mütze hat es in sich. Kaum, dass Puppenspieler Uwe Spillmann, die Kappe auf dem Kopf hat, spricht er fließend Englisch. Ein Traum. Solche Mützen haben die 200 Kinder an der Grundschule-Garbsen-Mitte nicht. Aber damit das Lernen etwas leichter fällt, haben Lehrer und Eltern am Freitag für sie den ersten English Day der Schule arrangiert. Ein Abenteuer mit baked beans und orange marmelade.

 „Die Mütze ist cool – die kommt aus Liverpool“, spricht Spillmann, setzt die coole Kappe auf und redet English, als hätte er nie etwas anderes gesprochen. Sein Kiepenkasper ist der Höhepunkt des English Day. In zwei Inszenierungen nimmt Spillmann die Kinder mit in sein Kasper-Abenteuer und in die englische Sprache. Mast heißt Mast, Sail heißt Segel, und Ship heißt Schiff – alles ganz einfach. Dreimal nachgesprochen und es klingt aus dem Mund der Kinder fast perfekt. Pädagogisch extrem wertvoll. Vielleicht ist Spillmann deshalb eineinhalb Jahre im Voraus ausgebucht.

Die Eröffnung des English Day im Forum war da schon schwieriger. Alle Klassen präsentierten Lieder, Spiele und Tänze. Die Moderation machten die Kinder selbst, der Sprachfortschritt war von Jahrgang eins bis vier deutlich hörbar. Das Drumherum war passend: Chicke Lehrer, die Herren mit Fliege oder Krawatte, die Damen im Rock, Schüler in weiß-blauer Uniform, oder dem, was der Kleiderschrank so hergab, dekoriertes Forum und der Duft von baked beans in der ganzen Schule.

Ein Dutzend Eltern briet kurze Würstchen, kochte dicke Bohnen in Tomatensauce, toastete Weißbrot und reichte Rührei in allen Klassen. Aber mit dem Essen ist es wie mit Vokabeln: Die Kombination will gelernt sein – Orangenmarmelade gehört in England nicht unbedingt auf die dicken Bohnen.

Der English Day war ein Schritt zu einem neuen Schulprofil. Englisch und Französisch sollen durchweg eine größere Rolle spielen, als nach dem heutigen Unterrichtskatalog für Klasse drei und vier. Schulleiterin Anja Hellwig verhandelt gerade mit dem Kultusministerium über die nächsten Schritte für die Halbtagsschule. Für Januar ist ein erster Jour Francaise geplant.            

Von Markus Holz


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