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Region Garbsen Nachrichten Lotsen sollen Schüler sicher über Straße leiten
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00:25 03.06.2018
Gefährliche Situation: Aus Sorge um Tochter Jule (links) will Andrea Dittmann mit Elternlotsen das Überqueren der Hauptstraße sicherer machen. Quelle: Anke Lütjens
Osterwald

Wenn morgens der Verkehr durch die Hauptstraße in Osterwald rauscht, kann es für die Kinder der Grundschule schnell gefährlich werden – auch wenn sie den Zebrastreifen in Höhe der evangelische Kirche nehmen. Der Zebrastreifen liegt direkt hinter der Einmündung der Robert-Koch-Straße und unmittelbar vor einer Bushaltestelle. Wenn neben Autos und Bussen auch noch die Müllabfuhr unterwegs sei, würden sich unübersichtliche Situationen für die Kinder ergeben, sagt Andrea Dittmann. Sie ist Mutter der sechsjährigen Jule. „Es gibt auch Autofahrer, die auf der stark befahrenen Straße nicht anhalten, obwohl Kinder hinüber wollen“, sagt sie. „Das habe ich über Jahre verfolgt, weil ich den Weg selbst jeden Tag zweimal fahre.“ Auch am Zebrastreifen verhielten sich viele Verkehrsteilnehmer nicht korrekt: Auch Radfahrer würden dort ohne viel zu schauen über die Straße sausen.

Lotsen sollen über die Straße leiten

Dittmann hat eine Idee, wie die Grundschule Osterwald gemeinsam mit der Elternvertretung und der Polizei Garbsen für mehr Sicherheit sorgen kann: Beim Verkehrshelferprojekt sollen Elternlotsen die Grundschüler sicher über den Zebrastreifen leiten. Das gilt besonders vor dem Beginn des Unterrichts in der Zeit von 7.30 bis 8 Uhr sowie nach Schulschluss von 12.45 bis 13.15 Uhr. Bei Schulleiterin Maria Hillermann und der Elternratsvorsitzenden Ariane Tillmann ist Dittmann auf offene Ohren gestoßen. „Beide begrüßen die Aktion“, sagt sie. Sie habe das Lotsen-Projekt aus Sorge um ihre sechsjährige Tochter Jule, aber auch um die anderen Kinder, gestartet. Jule kommt nach den Sommerferien in die Schule und muss auf ihrem Schulweg ebenfalls den Zebrastreifen überqueren. „Ich möchte präventiv tätig werden, nicht erst wenn wirklich etwas passiert“, sagt die Osterwalderin.

Ausbildung an zwei Tagen

Sie hat sich auch an Karsten Schröder von der Polizei Garbsen gewandt und sich informiert, ob das Projekt überhaupt möglich ist. Schröder wird tätig, wenn sich mindestens zehn bis zwölf Menschen kostenlos zu Lotsen ausbilden lassen. Das dauert etwa acht Stunden an zwei Tagen. Auch Großeltern und engagierte Bürger seien willkommen, sagt Dittmann. Die Lotsen seien über den Gemeindeunfallverband versichert und bekämen eine Warnweste. Wichtig sei der Schule, dass sich die Helfer für mindestens ein Jahr verpflichten. Es soll einen verbindlichen Dienstplan geben, der aber auch Möglichkeiten zum Tausch bietet. Die Schichten für die einzelnen Lotsen betragen nach ersten Planungen 30 bis 40 Minuten.

Polizei findet Initiative sinnvoll

Schröder ist über die Initiative der Mutter erfreut. Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei in Garbsen kann grundsätzlich nur Positives über die Verkehrshelfer berichten, die früher Schülerlotsen hießen: „Seit es dieses System gibt, hat die Polizei in ganz Deutschland keinen einzigen Unfall mehr an den gesicherten Übergängen verzeichnet“, sagt er.

In Osterwald sollten die Helfer nach Ansicht Schröders allein an der Hauptstraße drei Zebrastreifen ins Visier nehmen. Einen Unfallschwerpunkt im Sinne der Polizeistatistik seien diese Stellen zwar nicht, aber: „Die Kontaktbeamten, die regelmäßig vor Ort sind, haben mir von gefährlichen Situationen berichtet.“ Deshalb sei es den Organisatoren zu wünschen, dass sie genügend motivierte Mitstreiter finden.

So können Sie mitmachen

Ziel der Schule ist, das Projekt zum Beginn des neuen Schuljahres zu starten. Interessierte sollten sich bis Freitag, 22. Juni, unter Telefon (05131) 448880 oder per Mail an mail@gs-garbsen-osterwald.de melden. Das Elternlotsen-Projekt wurde den Elternvertretern vorgestellt und die Schule hat alle Eltern mit einem Brief über das Vorhaben informiert.

Von Anke Lütjens und Gerko Naumann

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