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Celina (10) wagt sich als Erste für ein Gedicht zum Nikolaus ganz persönlich auf die Bühne.

Celina (10) wagt sich als Erste für ein Gedicht zum Nikolaus ganz persönlich auf die Bühne.
© Jutta Grätz

Garbsen

Nikolausfest lockt Hunderte auf den Schützenplatz

Zum zweiten Mal haben Ehrenamtliche aus Berenbosteler Vereinen das Nikolausfest mit neuem Konzept auf dem Festplatz organisiert.  Es ist gelungen, sind sich Besucher und Verantwortliche einig. Die Polizei war vor Ort, Zwischenfälle gab es aber keine.

Berenbostel.  Der Duft von Kartoffelpuffern und Kakao, Glühwein und Gegrilltem zieht über den Festplatz an der Corinthstraße. Die Lichter von Tannenbäumen, Karussel und Feuerkörben leuchten. Hunderte Besucher des Nikolausfestes haben sich am Sonnabend von Musik, Leckereien und der Aussicht, Freunde zu treffen, anlocken lassen. Zum zweiten Mal in Folge hatten mehr als hundert Ehrenamtliche aus 18 Berenbosteler Vereinen und Verbänden das Fest mit neuem Konzept organisiert.

Der Platz war vom Nachmittag an gut gefüllt,  besonders vor der großen Bühne vor dem Schützenhaus herrschte dichtes Gedränge. Eltern, Geschwister und Freunde erlebten die liebevoll inszenierte Geschichte um den Nikolaus und die Hungersnot in Myra, die die Kinder der Kita St. Raphael seit Wochen einstudiert hatten. Ausra Holzmann war sogar aus dem litauischen Kleipeda nach Berenbostel gereist, um ihre fünfjährige Enkelin Marta als Matrose auf der Bühne zu sehen. Und ob die Tanzmäuse des Turnklubs Berenbostel oder das Musical „Der kleine Eisbär ist weg“, das die Jungen und Mädchen der James-Krüss-Schule aufführten: Das Publikum hielt nicht nur viele Erinnerungsfotos fest, sondern dankte mit viel Applaus.

Viel familiärer und stimmungsvoller

Das Festprogramm bot viel Musik, Spiel und Spaß für die ganze Familie. Reger Trubel herrschte nicht nur am Kinderkarussell, sondern auch vor und im Jurtenzelt der Pfadfinder des Stamms Stephanus. Dort grillten Kinder und ihre Eltern Marshmallows und Stockbrot, vor dem Zelt lud ein Feuerkorb zum Wärmen ein. „Das neu aufgelegte Fest ist viel stimmungsvoller“ sagte Ute Seifert. Die Kunsthandwerkerin und ihr Mann Michael verkauften unter anderem selbstgefertigte Lampen aus Papier mit dem Logo von Hannover 96. Zufrieden war auch Ernst-August Remmers vom Heimatverein: Er musste schon am späten Nachmittag mit leeren Eimern unterm Arm losgehen, um Nachschub für den Kartoffelpufferteig zu ordern. „Gemütlich und familiär“, brachte es Ortsbürgermeister Werner Baesmann auf den Punkt, als sich bei Einbruch der Dunkelheit der Gehilfe des Nikolaus der Bühne näherte.

„Das neue Konzept hat sich etabliert“, sagte Organisatorin Anja Hayn, Jugendleiterin beim TSV Berenbostel. „Es ist ein richtiges Stadtteilfest geworden –ohne Kommerz.“ Ein Teil des Erlöses der Veranstaltung kommt der Jugendarbeit im Berenbostel zugute, sagte Mitstreiter und Ortsbrandmeister Ingo Reckziegel. Den Rest erhalten die teilnehmenden Vereine. Und ob beim Nikolausfest, beim kleinen Weihnachtsmarkt an der Frielinger Grundschule oder beim Adventsbasar der Versöhnungsgemeinde: Tausende mögen an diesem ersten Adventswochenende auf den Beinen gewesen sein – eben typisch Garbsen mit weihnachtlicher Vielfalt in der ganzen Stadt.  

Berenbosteler feiern friedlich

Bei den Weihnachtsmärkten in Garbsen sind deutlich mehr Polizisten im Einsatz als im Vorjahr. „Hinweise auf Gefährdungen gibt es derzeit nicht“, sagte Peter Netz von der Polizeistation Berenbostel, der mit seinem Kollegen René Hauser beim Nikolausfest Präsenz zeigte. „Das Nikolausfest begleiten wir schon seit vielen Jahren“, sagte Netz. Neu seien die Einsätze auf allen Märkten, auch in den kleineren Stadtteilen. „Die Resonanz der Besucher ist durchweg positiv. Viele Bürger sprechen uns an, dass sie sich durch unsere Anwesenheit sicherer fühlen.“ Die Berenbosteler feierten festlich und friedlich, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

Von Jutta Grätz


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