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"Licht am Horizont": Der stellvertretende Schulleiter Torsten Banas und Architektin Mahsa Farahpour sehen sich den letzten Bauabschnitt an.

"Licht am Horizont": Der stellvertretende Schulleiter Torsten Banas und Architektin Mahsa Farahpour sehen sich den letzten Bauabschnitt an.
© Gerko Naumann

Garbsen

Das Dach der Ilmasi-Schule ist wieder dicht

Die Bauarbeiten an der Ilmasi-Schule stehen nach vier Jahren kurz vor dem Abschluss. Anfang 2014 war erstmals Wasser durchs Dach eingedrungen. Nach und nach musste es für 1,5 Millionen Euro saniert werden.

Berenbostel.  Fast vier Jahre lang war die Ilmasi-Schule eine Baustelle. Auch jetzt steht noch ein Gerüst vor einem Gebäudeteil und über der Holzfassade hängt eine schützende Plane. Damit soll aber bald endgültig Schluss sein. Alle undichten Teile Dachs, durch das an mehreren Stellen Wasser eingedrungen war, sind ausgetauscht und gleichzeitig energetisch auf den neuesten Stand gebracht worden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro.

Das haben die Architekten Mahsa Farahpour und Thomas Vormeier von der Region Hannover am Montag bei einem Rundgang durch die Schule berichtet. Sie arbeiten im Bereich Bau und Technik der Region Hannover. Die Behörde ist die Trägerin aller Förderschulen und somit auch zuständig für die Ilmasi-Schule – die Abkürzung steht für individuelles Lernen mit allen Sinnen.

Nägel sind die Ursache

Ursache für die Undichtigkeiten an der Holzkonstruktion sei gewesen, dass Teile des Dachs mit Nägeln befestigt wurden, erklärte Farahpour. Obwohl die Schule erst seit 2002 in Betrieb ist, „würden wir das heute nicht mehr so machen“, sagte die Architektin. Zudem seien die betroffenen Stellen wegen der Begrünung auf dem Dach schwierig zu finden gewesen.

Die Region ist daraufhin auf Nummer sicher gegangen und hat nach und nach die Dächer auf allen Trakten der Schule sanieren lassen. Eine schwierige Aufgabe, weil der Schulbetrieb möglichst ungehindert weiter laufen sollte, sagte Vormeier: „Es hat sich alles verzögert, weil wir nur nachmittags und in den Ferien arbeiten konnten.“ Doch nun ist der vierte Bauabschnitt so gut wie fertig, das Gerüst könnte in wenigen Tagen abgebaut werden.

Gerüst wird in den Ferien abgebaut

Damit wartet die Region jedoch noch bis zu den Osterferien – mit Rücksicht auf Schüler und Lehrer. „Der Abbau ist mit viel Lärm verbunden“, sagte Vormeier. Außerdem ist ein Kran notwendig, der die Anfahrtswege für die Busse blockieren würde, mit denen die Kinder zum Unterricht gebracht werden.

Im Zuge der Sanierung des Dachs hat die Schule gleich „einen neuen Wintermantel verpasst bekommen“, wie es Architekt Vormeier bildhaft beschreibt. Gemeint ist eine neue, zeitgemäße Dämmung. Auch deren Lieferung hat sich verzögert. Das hatte indirekt mit dem Brand eines Hochhauses in London im vergangenen Jahr zun tun. Seitdem wird geprüft, ob in Fassaden ausschließlich nichtbrennbare Materialien verbaut wurde. Die sind derzeit also sehr gefragt, entsprechend länger sind die Lieferzeiten.

Für Schüler und Lehrer der Förderschule war es eine Geduldsprobe, räumte der stellvertretende Schulleiter Torsten Banas ein. „Natürlich waren die Kollegen genervt, aber alle haben den Lärm tapfer ertragen“, sagte er. Das absehbare Ende der Bauarbeiten sei ein „Licht am Horizont“.

In Kürze sollen die jahrelangen Arbeiten am Dach der Ilmasi-Schule in Berenbostel beendet sein

In Kürze sollen die jahrelangen Arbeiten am Dach der Ilmasi-Schule in Berenbostel beendet sein.

Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann


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