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Nachrichten Garbsen verändert sich: Grahl blickt auf 2018/19
Region Garbsen Nachrichten Garbsen verändert sich: Grahl blickt auf 2018/19
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00:17 24.12.2017
Bürgermeister Christian Grahl. Quelle: Markus Holz
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Garbsen

 Campus, Stadtbahn, Neue Mitte sind die drei wichtigsten Farben im neuen Bild von Garbsen. Bürgermeister Christian Grahl hat am Donnerstag im Pressegespräch den vorhersehbaren Teil der Zukunft beschrieben. 

Grahl setzt große Hoffnungen auf den Maschinenbau Campus Garbsen. Es gehe nicht nur um die Chance, Ausgründer in Garbsen anzusiedeln. Der Campus sei eine perfekte Gelegenheit, Garbsen und  Hannover zusammenzurücken. „Ich kann Teile der Politik und Verwaltung in der Landeshauptstadt nicht verstehen, die jetzt plötzlich sagen, der Campus Garbsen sei nicht im Sinne Hannovers“, sagt Grahl. Natürlich sei die Exzellenz der Maschinenbaufakultät ein Gewinn für die Uni, für Hannover und für Garbsen. „Diese drei gehören zusammen, wir werden viele Gelegenheiten haben, zu einem konstruktiven Miteinander zu kommen“, meint Grahl.  

Der Radschnellweg vom Campus zum  Königsworther Platz wäre ein gutes Übungsfeld dafür. Hannover sträubt sich, das Projekt zusammen mit Garbsen beim Land zu beantragen. Garbsen kann nicht alleine, Zuschüsse gibt es erst ab fünf Kilometern. Dazu ist das Teilstück Garbsen zu kurz. Im Moment steckt das Thema in einer Sackgasse. 

Der Campus-Rohbau ist fertig, im Herbst 2019 soll der wissenschaftliche Betrieb beginnen. Dafür beteiligen sich Stadt, Region und Land am Bau von Straßen, einer Kita und eines Studentenwohnheims – Fertigstellung 2019. Die Straße An der Universität wird ab 2018 mit zwei Kreiseln und einer Fußgängerzone vor dem PZH ausgestattet. 2020 folgen der Ausbau der Hornbach-Kreuzung an der B6 und ein Kreisel auf der Walter-Koch-Straße.

Was ihre Schulen angeht, wird die Stadt in den kommenden Jahren hohe Summen bereitstellen müssen. 2018 beginnen der Teil-Neubau der Grundschule Stelingen und die Erweiterungen an den Grundschulen Frielingen und Havelse. Allein um die IGS zu sanieren und heutigen Bedürfnissen anzupassen sind rund 33 Millionen Euro eingeplant. Grahl schließt den Komplettabriss der Schule nicht aus. Gutachter sind für 400.000 Euro beauftragt, der Stadt zu sagen, was am Ende sinnvoll ist. 

Im Bereich Kinderbetreuung  scheint der Bedarf im Moment gedeckt. Die Campus-Kita ist der einzige konkrete Neubau. Die Kita Murmelstein wird versetzt. Sobald die ersten Wohnungen von Berenbostel-Ost bezogen werden, könnte dort eine neue Kita nötig sein. Das wird aber vor 2022 nicht spruchreif.

Spruchreif sind die nächsten Wohnungsbauprojekte: An der Willehadi-Kirche werden 2018 etwa 50 Wohnungen gebaut. Stelingen wächst hinter der Worth um 25 Häuser. In Frielingen gehen 72 Grundstücke am Klüterfeld in den Verkauf. Vermarkter in Stelingen und Frielingen ist die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG). Sie hat jetzt rund 1000 Bauplatz-Bewerber aus den vorigen Jahren angeschrieben. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, darum brauchen wir Berenbostel-Ost (bis zu 1000 Wohneinheiten), das Projekt Gerlach in der Neuen Mitte (230 Wohnungen) und Bosse-See (70 Wohnungen)“, sagt Grahl.

In der Neuen Mitte wartet Investor Theo Gerlach auf Unterschriften der Grundstückseigentümer. Ein Jahr braucht die Stadt für den Bebauungsplan. „Wenn alle Seiten schnell sind, rollen Anfang 2019 die Bagger für Gerlach“, sagt Grahl. Der zweite Investor, Modehaus Röther, braucht länger. Er will Handel, Gastronomie, Büros und Wohnungen rund ums Kino setzen. Das Kinogebäude gehört dem Unternehmen bereits. Gerlach und Röther bauen in den nächsten zehn Jahren nicht weniger als eine Stadtmitte. Was allen in diesem Bereich fehlt, ist die Stadtbahn (siehe Infokasten).

Stadtbahn:  „Wir müssen kleine Schritte gehen.“

Der Bau der Stadtbahn ist nach Ansicht von Bürgermeister Christian Grahl das zentrale Element für die Zukunft der Mitte. „Dass die Bahn bis zum Shopping Plaza verlängert wird, war die wichtigste Entscheidung des Rates  seit 2015“, sagt Grahl. Für die Investoren Röther und Gerlach sei die Verlängerung ein Standortfaktor höchster Güte. „Ich habe Absagen bekommen von Investoren für Grundstücke an der Europaallee, weil die Bahn noch nicht da ist“, sagt Grahl. Realistisch sei ein Baubeginn in 2024. Und dann ist Endstation?

„Wir haben uns die große Lösung gewünscht mit Endpunkt im Bereich IGS. Vielleicht entsteht die Schule ja an anderer Stelle neu und wir bauen auf dem IGS-Areal Wohnungen“, sagt Grahl. Den Endpunkt Plaza/Rathaus „haben wir nicht gewollt, aber wir müssen jetzt die Schritte gehen, die realistisch sind.“ Die Stadt gebe außerdem die Idee einer Strecke vom Friedhof zum Campus nicht auf, sagt Grahl. Berenbostel wachse im Osten, die Menschen auf dem Kronsberg wären mit dem neuen Gleis erreichbar. An der Wreschener Allee werde Platz gelassen für die Trasse.

Grahl ist selbst erstaunt, wie viele umfangreiche Projekte derzeit auf den Tischen seiner Mitarbeiter liegen und über Jahre liegen werden. „Ich habe höchsten Respekt vor der Leistung der Führungskräfte, weil hier niemand sagt: Geht nicht“, sagt Grahl. „Es ist mutig, das alles fehlerfrei zu steuern. Und es  macht mich stolz, mit solchen Menschen Garbsens Zukunft zu gestalten.“   

    

 

   

Von Markus Holz

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