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Region Garbsen Nachrichten Bosse-See: Stadt weist alle Einwände zurück
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18:47 19.11.2017
Links das Rathaus, hinten in Rot die IGS: So wurde das Bauprojekt Bosse-See 2015 skizziert. Quelle: Archiv / Lenzenhof Immobilien
Garbsen-Mitte

 8000 Quadratmeter Grundstück, 58 neue Citywohnungen, neun Reihenhäuser am Seeufer: Das Großbau-Projekt am Bosse-See in Garbsen-Mitte geht in die entscheidende Beratungsphase

Investor ist die Gesellschaft Lenzenhof Immobilien aus Isernhagen. Seit 2014 kämpft sie um dieses Arreal. Und so lange hat sie warten müssen auf die letztendliche Entscheidung des Rates. Das Vorhaben geht seinen letzten Weg durch die Gremien. Am 29. November haben der Ortsrat Garbsen und der Fachausschuss für Stadtentwicklung das Wort, am 11. Dezember soll der Rat seine Entscheidung treffen. Es wird voraussichtlich eine Entscheidung gegen den Willen zahlreicher  Anlieger.

Lärm macht hohe Auflagen erfoderlich

Das Bauprojekt zieht sich um die Ecke an der Berenbosteler und der Meyenfelder Straße. 58 Wohnungen liegen in fünf- bis sechsgeschossigen, aneinander gesetzten Häusern. Nach Protesten aus der Nachbarschaft werden die Häuser nicht höher als Rathaus und Stadtbibliothek. Sechsgeschossig darf im Kreuzungsbereich gebaut werden. Nach Norden fällt die Gebäudehöhe auf fünf ab. Offiziell spricht die Verwaltung von maximal vier bis fünf Geschossen plus zurückgesetztes Sattelgeschoss, ähnlich wie am Eichenpark gegenüber Opel Thiele.

Der gesamte Komplex liegt im Bereich hoher Lärmemissionen. Heute sind es nur die Autos auf den beiden Hauptverkehrsstraße. In einigen Jahren kommt die Stadtbahnendhaltestelle zwischen Rathaus und Shopping Plaza dazu. Schallschutzfenster und schalldämmende  Lüftungsanlagen für Schlafräume und Kinderzimmer sind in allen Wohnungen vorgeschrieben. Im Erdgeschoss, wo es es am lautesten ist, liegen die Parkplätze. 45 der 58 Wohnungen werden als Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit 90 bis 140 Quadratmetern Größe gebaut. 

Nachbarn halten das Projekt für überdimensioniert

Hinter diesem Gebäuderiegel liegen in unmittelbarer Nähe des Seeufers neun Reihenhäuser mit einem, maximal zwei Geschossen. Damit hat Lenzenhof-Immobilien jenes Maximum aus dem Grundstück herausgeholt, das den Stadtplanern vertretbar erscheint. Sie hatten das Projekt von Beginn an begrüßt, um einen neuen städtebaulichen Akzent, ein „Tor zur Stadtmitte“ zu setzen. Urban soll es wirken, aber nicht überdimensioniert.

Nach Meinung zahlreicher Nachbarn östlich der Berenbosteler Straße ist genau das nicht eingehalten. Susanne Huschner und Thorsten Becke, Sprecher der Nachbarn, hatten Einwände gesammelt und gebündelt überreicht. „Die Gebäude sollen bis zu 19 Meter hoch werden“, sagt Becke. Er befürchtet, dass die mehrstöckigen Gebäude auf die Häuser der Nachbarn mindestens im Frühjahr und Herbst Schatten werfen. Ihre Forderung: Reduzierung um zwei Geschosse. „Wir befürchten sonst einen Wertverlust für unsere Grundstücke“, sagt Becke.

Von Markus Holz

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