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Heinz-Hermann Ehlers.

Heinz-Hermann Ehlers.
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Garbsen

Abpfiff für „Menne“ Ehlers

Der ehemalige Garbsener FDP-Politiker und Fußball-Funktionär Heinz-Hermann „Menne“ Ehlers ist wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag  in Altgarbsen gestorben. 

Garbsen.  Wenn Heinz-Hermann Ehlers einen Raum betrat, war er präsent, ohne etwas tun zu müssen. Das bewirkte seine Größe, und das machte seine Ausstrahlung: väterlich, offen, zuversichtlich, mit einem Ja zum Leben. Der Sportsmann, Pädagoge und Politiker ist am Montag wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag in Altgarbsen gestorben.

Ehlers hat Garbsen 34 Jahre lang ehrenamtlich mitgeprägt. 1972 holte er für die SPD sein erstes Ratsmandat. 1981 wechselte er zur FDP und blieb im Rat bis 2006. Dem Arbeitskreis Wissenschaftsstandort schenkte er sogar Zeit bis 2011. Das sind viele Politikjahre, aber in keinem dieser Jahre verschenkte Ehlers Zeit auf Hinterbänken. Er wollte mitgestalten, nicht um des Gestaltens Willen, sondern aus Engagement für eine lebenswerte Stadt. Zu diesem Engagement zählte unter anderem der Vorsitz in der Senioren-Gemeinschaft Garbsen.

Sein Rat war ganz besonders in schul- und sportpolitischen Fragen gefordert.  Ehlers war von Beruf Volksschullehrer in Osterwald, am Saturnring, später an der Hauptschule Planetenring, die er als Rektor verließ. Er kannte Garbsens Schullandschaft, er hat sie mitgestaltet. Gute Bildung war Herzenssache. 

Ehlers, in Sportkreisen nur „Menne“ genannt, hatte zuhause sein eigenes Stadion. Das Modell hatte ihm der Fußball-Bezirksverband zum 75. Geburtstag geschenkt. Da hatte sich Ehlers schon 45 Jahre lang vor allem für den Fußball in Niedersachsen engagiert, war Spieler, Trainer und Funktionär. „Heinz-Hermann Ehlers hat sich über Jahrzehnte um den Fußball verdient gemacht und ein nachahmenswertes Beispiel für ein außerordentliches Engagement gegeben. Der Niedersächsische Fußballverband wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, schreibt NFV-Präsident Günter Distelrath in seinem Nachruf. Ehlers war Ehrenmitglied des NFV, unter anderem auch deshalb, weil er nach der Gebietsreform unter schwierigen Umständen den Verband Hannover-Land mitgründete und auf die Erfolgsspur setzte.

Die Trauerfeier beginnt am Montag, 13. November, um 11 Uhr in der Trauerhalle des Bestattungshauses Hentschel, Im Rehwinkel 14, in Berenbostel.

Von Markus Holz


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