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Nachrichten 10 Dinge, die man über Garbsen wissen muss
Region Garbsen Nachrichten 10 Dinge, die man über Garbsen wissen muss
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00:22 27.09.2018
Vor 50 Jahren hat Garbsen das Stadtrecht erhalten. Quelle: Archiv/Gerko Naumann
Garbsen

Seit dem 17. Juli 1968 ist Garbsen eine Stadt. Davor gab es einzelne Samtgemeinden, es gab Garbsen, Havelse und den neu errichteten Stadtteil Auf der Horst. Doch an diesem Tag übergab der niedersächsische Innenminister Richard Lehners dem damaligen Bürgermeister Ekkehard Wagler eine Urkunde, die Garbsen das Stadtrecht verlieh. Das war vor 50 Jahren. Seitdem hat sich viel getan. Garbsen ist gewachsen, internationaler geworden, lebt von jungen und alten Menschen und hat sich als eine der größten Städte in der Region Hannover etabliert. Wo wohnen die meisten Kinder, wo werden die Garbsener am ältesten, wo leben sie am engsten? Die Statistiker der Region Hannover haben Daten gewälzt und ausgewertet – und gewähren einen ganz besonderen Blick auf die Stadt.

Wer gehört alles zu Garbsen?

Heute setzt sich die Stadt Garbsen aus 13 Stadtteilen zusammen. Das war nicht immer so: Während vor 50 Jahren der Stadtteil Auf der Horst entstand, schlossen sich Garbsen (das heutige Altgarbsen) und Havelse 1967 zusammen – ein Jahr später erlangte die Gemeinde das Stadtrecht. Die Mitgliedsgemeinden der früheren Samtgemeinden Horst (Horst, Schloß Ricklingen, Meyenfeld, Frielingen) und Osterwald (Osterwald o.E. und u.E.) kamen 1974 dazu. Ebenso wie die Gemeinden Berenbostel, Heitlingen und Stelingen. In den Achtzigerjahren wurde der Stadtteil Garbsen-Mitte neu gebildet. Die Stadt Garbsen zählt in der Region Hannover nach der Landeshauptstadt die zweitmeisten Einwohner.

Wo leben die Menschen am engsten?

Die Garbsener Stadtteile sind sowohl ländlich als auch städtisch geprägt. Die geringste Bevölkerungsdichte lässt sich im dörflichen Heitlingen finden. Dagegen leben im nördlichen Teil von Auf der Horst 7584 Personen auf einem Quadratkilometer – lediglich in Seelze-Ost leben noch mehr Menschen auf einem Fleck.

Wie leben die Garbsener?

Immer mehr Menschen leben allein. Laut Statistik steigt die Zahl der sogenannten Einpersonenhaushalte in fast allen Stadtteilen, besonders stark in Berenbostel und Altgarbsen. Gleichzeitig gibt es aber auch eine Rückkehr zur traditionellen Familie. Seit 2017 ist die Zahl der Hochzeiten deutlich gestiegen.

Wie setzen sich die Familien zusammen?

Obwohl die Geburtenzahl derzeit steigt, gibt es in Garbsen immer weniger Paare mit Kindern. Daraus lässt sich schließen, dass es mehr Familien mit mehr als einem Kind gibt. „Der Geburtenboom der vergangenen Jahre ist auch darauf zurückzuführen, dass sich Eltern verstärkt für ein weiteres Kind entscheiden“, sagen die Statistiker der Region Hannover.

Wo werden die meisten Kinder geboren?

Für das Jahr 2017 haben die Statistiker der Region Hannover berechnet, dass Frauen in Horst durchschnittlich nur ein Kind (0,99) bekommen, dagegen kamen im Stadtteil Auf der Horst auf eine Frau 2,34, und in Meyenfeld sogar 2,41 Kinder. Damit liegen beide Stadtteile über dem Garbsener Durchschnitt von 1,69 Kindern pro Frau.

Wächst Garbsen?

Ja, aber das liegt nicht an den Geburten, sondern an den Zuzügen. Bis zur Jahrtausendwende gab es in Garbsen allerdings durchweg mehr Geburten als Sterbefälle. Diese Tendenz hat sich umgekehrt. 2006 wurden erstmals seit der Verleihung der Stadtrechte weniger als 500 Geburten pro Jahr erfasst. Seit 2014 ist die Zahl der Neugeborenen wieder sprunghaft angestiegen – 2016 sogar auf mehr als 600. Gleichzeitig hat die Zeit der Sterbefälle in den vergangenen 50 Jahren konstant zugenommen. Waren es 1968 knapp 400, sind es im Jahr 2016 bereits mehr als 700.

Wo werden die Menschen am ältesten?

Laut Statistik lebten die Bewohner von Meyenfeld im Jahr 2017 durchschnittlich 85,8 Jahre, dagegen wurden die Frielinger nur 71,3 Jahre alt. Genaue Gründe für diese Unterschiede lassen sich aber nicht finden. Im Gesamtdurchschnitt erreichen die Garbsener derzeit das Alter von 78,2 Jahren.

Wie treu sind die Garbsener ihrer Stadt?

Das ist unterschiedlich. Immerhin 12,5 Prozent der Einwohner – also jeder Achte – lebt schon mehr als 50 Jahre in der Stadt – das heißt auch schon zu Zeiten, als sie noch eine Gemeinde war. Etwa ein Drittel der Garbsener ist dagegen erst in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt heimisch geworden. Für Neubürger scheint Garbsen beliebt zu sein: Seit 2010 ziehen jedes Jahr mehr Menschen nach Garbsen als von dort weg.

Wie international ist Garbsen?

Die Region schreibt dazu: „Die Bevölkerung Garbsens ist durch viele Nationalitäten geprägt.“ In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: 36,1 Prozent der Einwohner haben einen Migrationshintergrund. Das sind fast 22.800 Menschen. Im Umland von Hannover wird diese Zahl nur in Laatzen (38,2 Prozent) übertroffen. In Garbsen leben Menschen aus insgesamt 111 Nationen zusammen. Die meisten davon, rund 5150 Menschen, stammen aus der Türkei. Mit rund 4800 folgt Polen als zweithäufigstes Herkunftsland. Mit mehr als 76 Prozent hat der Stadtteil Auf der Horst den höchsten Migrationsanteil.

Wussten Sie ...

... dass sich die Zahl der Scheidung in den vergangenen sieben Jahren fast halbiert hat? Lösten 2010 noch 423 Garbsener ihre Ehen und Lebenspartnerschaften auf, waren es 2017 nur 240.

Von Linda Tonn und Gerko Naumann

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