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Region Burgwedel Nachrichten Zum Frühlingsstart putzt sich die Stadt heraus
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00:41 18.04.2018
Rund 60 Müllbeutel haben am Sonnabend insgesamt 80 freiwillige Helfer in der Kernstadt gefüllt. Sie waren der Einladung von Bürgermeister Mirko Heuer zum Frühjahrsputz gefolgt. Quelle: Sabrina Dickhäuser
Langenhagen

 Das Wetter ließ zwar am Sonnabend noch etwas zu wünschen übrig. Doch wenn im Laufe dieser nun startenden Woche die Sonne dauerhaft herauskommt, wird sie gleich mehrere buchstäblich herausgeputzte Stellen zum Glänzen bringen. Denn sowohl am Abenteuerland am Silbersee als auch in der Langenhagener Kernstadt sowie im öffentlichen Gemüsegarten am Kaltenweider Weiherfeld waren Dutzende freiwilliger Helfer dabei, um unschöne Winterspuren zu beseitigen. 

Abenteuerland SilberseeDamit das Abenteuerland am Silbersee in der warmen Jahreszeit wieder genutzt werden kann, muss es den Winter buchstäblich abschütteln. Lothar Petz, Vorsitzender des Vereins, hatte Mitgliedern und Freunden deshalb für Sonnabend keine falschen Hoffnungen wecken wollen: „Wir haben in der Pflege des Geländes mit Sicherheit ein deutliches Defizit. Bitte helft mir“, schrieb er in der Einladung. Als sich am pünktlich zum Start allerdings noch keine Helfer auf dem Gelände des Abenteuerlandes einfanden, blieb Petz gelassen: „Erfahrungsgemäß treffen die meisten Mitglieder erst eine Stunde später als verabredet ein.“

Doch als sich um kurz vor zehn noch immer keine Helfer auf dem Gelände blicken ließen, zweifelte Tabea Klaus, die als Betreuerin des Abenteuerlandes bereits zur Stelle war, bereits ein wenig am Gelingen der Aktion: „Das Gelände umfasst mehr als 3000 Quadratmeter. Zum Instandhalten und Pflegen der Grünflächen mit Baumbestand, der Spielgeräte und Bauwagen, brauchen wir Unterstützung.“ Anders gelinge das nicht. „Es ist nicht damit getan, nur den Vereinsbeitrag, der mit 25 Euro im Jahr ohnehin gering ausfällt, zu entrichten.“

Doch kurz nach 10 Uhr traf, wie von Petz vermutet, die erste Familie ein und nach und nach kamen weitere Helfer hinzu. Am Nachmittag waren rund 30 Personen im Einsatz und räumten bei Sonnenschein und gestiegenen Temperaturen unter anderem den Bauwagen auf, befreiten die Wiese vom Laub des Vorjahres, beseitigten Sturmschäden, richteten das Kinderbeet her, montierten die Seilbahn und entfernten die Asche aus der Feuerstelle zum Grillen. „Der Arbeitseinsatz war ein voller Erfolg. Auf dem weiträumigen Gelände gibt es allerdings noch immer viel zu tun.“ Der nächste Arbeitseinsatz ist deshalb für den 21. April geplant. „Helfer sind herzlich willkommen“, sagt Petz. Durchaus auch pünktlich.

Frühjahrsputz in der Kernstadt: Rund 80 Helfer haben ebenfalls am Sonnabend die Rabatten und Parkanlagen in Langenhagens Zentrum von Müll befreit. Unter den Helfern waren auch Mitglieder und Mitarbeiter von Vereinen, Verbänden und Institutionen. Rund 60 Müllbeutel wurden dabei mit Unrat gefüllt. Die Greifer und Müllbeutel wurden ab 11 Uhr am Feuerwehrgerätehaus verteilt.

Einige Vereine, darunter Mitarbeiter des Tierheims und der AWO Langenhagen, hatten die Gerätschaften schon um 8 Uhr abgeholt, um in den angrenzenden Wohngebieten und Parkanalagen frühzeitig mit der Aufräumaktion zu beginnen. Am Treffpunkt des Feuerwehrgerätehauses freute sich Bürgermeister Mirko Heuer über die hohe Beteiligung, die noch größer ausfiel als im vergangenen Jahr, und gab insbesondere jenen Helfern, die in der Nähe des Silbersees Müll sammeln wollten, einen Hinweis mit auf den Weg: Auch der Verein Abenteuerland freue sich dort bei der eigenen Aufräumaktion über weitere Helfer.

Heuer, der selbst auch Müll sammelte, lobte nach der Aktion das Engagement der Teilnehmer: „Mehrere Helfer wollen auch weiterhin kleine Gebiete in ihrer Freizeit reinigen“. Dazu zähle auch das Team einer Kindertagesstätte, deren anwesende Kinder gleich drei „Müll-Greifer“ mitnehmen durften. „Zudem“, ergänzte Heuer, „haben wir es dem Einsatz der Aktionsgruppe Saubere Stadt zu verdanken, dass die Ausbeute an großen Teilen, darunter Scheibenwischer, Radkappen und Fahrradzubehörteile wie Lampen, Dynamo und Rücklichte, in diesem Jahr geringer ausfiel.“ Denn diese Mitglieder seien regelmäßig im Stadtzentrum und den Bahnhöfen unterwegs, um wilde Müllablagerungen möglichst umgehend zu entfernen. Die eifrigen Müllsammler stellten übrigens fest, dass auffallend häufig Flaschen, Plastikbecher und Süßigkeiten im Bereich des Schulzentrums herumliegen.

Gemüsegarten Weiherfeld: Pünktlich zum großen Gartenstart ging am Sonnabend auch das Werkeln im öffentlichen Gemüsegarten am Weiherfeld los. Seit einem Jahr existiert in direkter Nachbarschaft des Interkulturellen Erlebnisparks (IKEP) dieser Gemeinschaftsgarten am Ende der Pfeifengrasstraße am Weiherfeld. Initiator und offizieller Pächter des 1000 Quadratmeter umfassenden stadteigenen Grundstücks ist der Verein Bürger für Kaltenweide (BfK).

Seine Mitglieder haben mit allen weiteren Garten-Mitstreitern, darunter auch viele zugezogene Geflüchtete, am Sonnabend begonnen, die Ackerfläche für den Anbau von heimischem Obst- und Gemüsesorten vorzubereiten. Mit dabei war auch Annette Spremberg, Mitglied des Ortsrates, der den BfK bei diesem Projekt kräftig unterstützt. „Jeder der hier gärtnert, darf auch ernten“, sagt Spremberg während der Arbeit, und betont, alle Bereiche müssten von allen bearbeitet werden und nicht nur einzelne Teile. „Ich genieße es, wenn ich mir am Abend hier meinen frischen Salat für das Abendbrot pflücken kann, ganz frei von Pestiziden.“ Doch Gartenarbeit besteht bekanntermaßen nicht nur aus säen und ernten. Es muss auch in der Erde gebuddelt werden und man kniet sich dabei hin. Spremberg lacht. „Im vergangenen Jahr ist es uns trotzdem gelungen, die Helfer bis zum Schluss zu motivieren.“ 

Für Florian Windeck, Vorsitzender des Vereins Bürger für Kaltenweide, ist die direkte Nachbarschaft ideal, vor allem im Hinblick auf die neue Container-Anlage des AWO-Jugendwerks. „Wir können die Verbindungscontainer nutzen, um unsere Gartengeräte zu lagern“, sagt Windeck. „Zudem bekommen wir Strom, falls wir diesen für die elektrischen Gartengeräte benötigen.“ 

Von Sabrina Dickhäuser

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