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Auch der obere Querbalken hat eine Inschrift, die allerdings fast nicht leserlich ist.

Auch der obere Querbalken hat eine Inschrift, die allerdings fast nicht leserlich ist.
© Foto: Lauber/privat

Großburgwedel

Wer kann den alten Hausspruch erahnen?

Die Rettung des 349 Jahre alten Baudenkmals an der Dammstraße 11 schreitet voran. Einer der Balken im Frontgiebel will seine Inschrift nicht preisgeben.

Großburgwedel.   Baupause an der Dammstraße 11: Das Dach ist winterfest, der Bauantrag für den Innenausbau gestellt – alles sieht danach aus, dass das zweitälteste Fachwerkhaus von Großburgwedel 350 Jahre, nachdem es erbaut wurde, anno 2018 sein zweites Richtfest erleben wird.  „Wir sind glücklich“, sagen Heike Schötker und Christian Zeymer, die  die Rettung des Baudenkmals mit großem Aufwand ins Werk setzen, nachdem sich die Kreissiedlung als  Voreigentümerin aus diesem Vorhaben zurückgezogen hatte.

Passanten haben es längst bemerkt: Der markante Vordergiebel steht nach seiner Restaurierung wieder. Auf dem unteren Querbalken sind – gut lesbar – Baujahr und Erbauer genannt, aber auch auf dem oberen Querbalken gibt es eine Inschrift, die Schötker und Zeymer bisher allerdings nicht entziffern konnten. Auch weder dem Denkmalpfleger noch Tischler Johann Christian Zoch, der sich mit historischer Bausubstanz auskennt,  sei dies gelungen. „Es scheint plattdeutsch zu sein, wir sind uns nicht sicher. Mit Kreide haben wir die noch sichtbaren Buchstaben geweißt, sodass man mit viel Fantasie oder aus Zufall vielleicht doch auf den Text kommen könnte“, berichtet Schötker. Nur einzelne Buchstabengruppen sind mit bloßem Auge zu erkennen, andere nur vage zu ertasten.

Die Bauherren aus Fuhrberg haben nun folgende Idee, um doch noch dahinter zu kommen, welchen Segensspruch die Erbauer einst in den Giebel schnitzen ließen. „Wenn jemand diesen Text entziffern könnte oder noch ein altes Foto von dem Haus mit der Inschrift hat oder sich an sie erinnert, dann würden wir denjenigen zum Dank im fertiggestellten Haus mit einem Wildschweinbraten verköstigen und mit guten Getränken verwöhnen.“ Wenn das kein Grund für einen Spaziergang in die Dammstraße ist!

 

Von Martin Lauber


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