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Im ersten Schritt sollen alle Burgwedeler Schulen flächendeckend mit drahtlosem Internet versorgt werden, um künftig auch verstärkt digital unterrichten zu können.

Im ersten Schritt sollen alle Burgwedeler Schulen flächendeckend mit drahtlosem Internet versorgt werden, um künftig auch verstärkt digital unterrichten zu können.
© Carina Bahl

Burgwedel

Stadt will Wlan für alle Schulen einrichten

In drei digitalen Klassenzimmern konnten Burgwedeler Lehrer und Schüler in den vergangenen Monaten fleißig üben. Im Schulausschuss stellte die Verwaltung jetzt das Ergebnis vor: Eine komplexe Software braucht es nicht – eine bessere Internetversorgung aber allerorts.

Burgwedel.  Das Mammutprojekt „Medienentwicklungsplan“ der Stadt Burgwedel nimmt Formen an. Nach einer aufwendigen Ist-Analyse an den Schulen, diversen Projektrunden  und einer monatelangen Testphase in drei digitalen Klassenzimmern soll es nun konkret werden: Der Schulausschuss gab am Donnerstagabend grünes Licht für 250 000 Euro im Haushalt, um 2018  alle Schulgebäude flächendeckend mit drahtlosem Internet auszustatten.

„Wir haben sehr viel gelernt während der Testphase“, betonte Steffen Plapper, IT-Experte im Burgwedeler Rathaus, in seinem ausführlichen Vortrag vor den Politikern. Während Dokumentenkameras, die Arbeitsblätter auf den Tafel-Display zaubern, bei allen gut angekommen seien, brauche es die komplexe pädagogische Software vorerst nicht. „Wir haben alles zur Verfügung gestellt, aber am Ende kam es immer auf die gleichen Funktionen an“, resümierte Plapper. So legten die Lehrer wert auf die Funktion, ihre Bildschirmansicht auf die Laptops der Schüler spiegeln zu können – und andersherum. Als besonders wichtig für den Unterricht – kaum überraschend für alle Beteiligten – stellte sich zudem die Funktion heraus, die Bildschirme der Schüler zu verdunkeln, um ihre komplette Aufmerksamkeit zu haben. „Und die Internetsperre“, sagte Plapper. „Die brauchen wir unbedingt.“ Der ein oder andere habe auch mit einem Klausur-Modul geliebäugelt, bei dem Klassenarbeiten digital ausgeteilt, geschrieben und eingesammelt werden können. Welche Soft- und Hardware die Stadt für ihre Schulen anschaffen wird, das soll im Frühjahr politisch beraten werden. Bis dahin will die Verwaltung konkrete Vorschläge machen und diese auch mit den zu erwartenden Kosten hinterlegen.

Welche Hersteller und Computer es am Ende auch werden, eine Investition ist schon jetzt unverzichtbar: „Die Internetbandbreite reicht an vielen Stellen nicht aus“, sagte Plapper im Ausschuss. Die Stadt stelle daher jetzt auf VDSL um. Um an allen Schulen ab 2018 drahtloses Internet (WLAN) einzuführen, sollen 150 sogenannte Access-Points verbaut werden. 150 000 Euro kosten die Geräte samt Lizenzen und Betreuung – weitere 100 000 Euro kalkuliert Plapper für Handwerkerleistungen, um die Technik in den Gebäudedecken zu verbauen. Für den Schulausschuss gab es keinen Grund zu zögern: Die Empfehlung, das Geld im Haushalt freizuschalten, stand binnen Sekunden. 

Von Carina Bahl


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
  • ... Sitz der Drogeriemarktkette Rossmann
  • ... Geburtsort von Schauspielerin Bettina Zimmermann
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