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Region Burgwedel Nachrichten So soll das neue Wohnquartier aussehen
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00:16 24.06.2017
So soll das „Gartenhofquartier“ im Neubaugebiet Pöttcherteich in Großburgwedel einmal aussehen. Ein Innenhof soll die Gemeinschaft stärken und ein soziales Miteinander fördern. Quelle: Guder Hoffend Architekten
Burgwedel

2015 hatte die Sammlung von Bürgerwünschen begonnen – am Dienstagabend stellte die Stadt die Antwort darauf unter dem Titel „Gartenhofquartier“ öffentlich vor. Politik und Verwaltung hatten sich entschieden, im Südwesten des Neubaugebietes Pöttcherteich einen Bereich für „verdichtete Bebauung“ zu reservieren – eine Fläche, auf der ein Investor keine Einfamilienhäuser, sondern Wohnungen realisieren soll. In einem Bewerbungsverfahren hatten Interessenten die Vorgabe, möglichst viele der Kriterien zu erfüllen, die Bürger zuvor in Workshops und Arbeitsgruppen erarbeitet hatten. 18 Bewerbungen waren im Rathaus eingegangen, das Architektenbüro Guder Hoffend aus Hannover konnte überzeugen.

„Vor allem der Aspekt des gemeinschaftlichen Wohnens hat uns gereizt“, betonte der zuständige Projektleiter Helge Stöhrer. Die Burgwedeler hatten sich ein Quartier gewünscht, in dem generationsübergreifend gewohnt und das soziale Miteinander baulich aufgegriffen wird. Das hat das Architektenbüro getan: 56 Wohnungen mit Größen von 40 bis 120 Quadratmetern sieht der Entwurf vor. „Das bietet sich sowohl für den alleinstehenden Rentner oder Single an als auch für Familien“, so Stöhrer. Alle Wohnungen haben einen Balkon oder eine Terrasse, in einem großen Innenhof soll das Gemeinschaftsleben stattfinden. „Für so etwas ist man geschaffen oder nicht“, sagte Stöhrer mit Blick auf die große Offenheit des Konzeptes, die keine Privatgärten oder abgeschotteten Terrassen vorsieht. Der Innenhof ist mit Mauern geschützt, damit Kinder frei spielen können, „aber die Blickbeziehung nach Außen bleibt“, erläuterte Stöhrer.

Ein Herzstück der Planung ist ein zentraler Gemeinschaftsraum – ob als Treffpunkt für Lesungen oder Grillfeste, als Spielzimmer für die Kinder, die vielleicht nachbarschaftlich betreut werden könnten, oder als Gästezimmer für alle, die in den kleineren Wohnung Besuch erwarten. „Da ist viel denkbar und möglich“, betonte Stöhrer. Die Parkplätze werden um die vier Doppelgebäude herum angeordnet,ein Stellplatz pro Wohneinheit ist geplant. E-Ladestationen für Elektroautos sind im Plan ebenfalls enthalten. Zudem soll im Kfw-55-Standard energieeffizient gebaut werden. Ein weiterer Punkt, der den Bürgern wichtig war: „Alle Wohnungen sind barrierefrei, jedes Haus hat einen Fahrstuhl“, bestätigte der Architekt die Vorgaben. „Zudem werden acht Wohnungen behindertengerecht sein.“ Die Abstellräume seien daher nicht im Keller, sondern im Erdgeschoss angesiedelt. Fahrradbügel vor der Tür und ein Unterstand im Innenhof werde es ebenfalls geben.

So modern und komfortabel der Entwurf daherkommt, so groß war auch die Neugier, was das kosten werde – sollte doch auch bezahlbarer Wohnraum das Ziel sein. 50 Prozent der Wohnungen werden verkauft, zu Preisen zwischen 2800 und 3200 Euro pro Quadratmeter. 40 Prozent der Wohneinheiten sollen vermietet werden – „wir werden deutlich unter 10 Euro pro Quadratmeter liegen“, versprach Stephan Guder, Inhaber des Architekturbüros. Weitere 10 Prozent sollen Sozialwohnungen werden.

Der nächste Schritt für Stadt und Investor wird jetzt die Erarbeitung der Verträge sein. „Da legen wir Wert auf starke Regulierung“, betonte Hans-Joachim Rödiger (SPD). Es müsse gesichert sein, dass die Mietpreise tatsächlich so niedrig ausfallen und nicht auf Dauer doch alles Eigentumswohnungen werden. „Wenn möglich, fangen wir im nächsten Sommer mit dem Bau an“, kündigte Guder an.

Interessenten können sich bei der Stadt bewerben

Wer im „Gartenhofquartier“ im Neubaugebiet Pöttcherteich in Großburgwedel eine Wohnung mieten oder kaufen möchte, kann sich dafür bei der Stadt Burgwedel bewerben. Ab Sonnabend, 1. Juli, steht dafür ein Bewerberfragebogen auf der Internetseite www.burgwedel.de zur Verfügung. Für weitere Fragen rund um das Quartier ist ab sofort die E-Mail-Adresse gartenhofquartier@burgwedel.de freigeschaltet. Die Entscheidung, wer einzieht, trifft allerdings der Investor. Wann Zusagen erteilt werden können, steht noch nicht fest. „Aber wir wollten schon jetzt die Möglichkeit geben, Interesse zu bekunden“, sagt Bauamtsleiter Oliver Götze. Regelmäßig würden Nachfragen im Bauamt oder in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) eingehen.

Von Carina Bahl

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