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Region Burgwedel Nachrichten Großburgwedels Schützen trotzen der Hitze
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00:38 30.05.2018
Emma Algieri lässt die Arbeit in der Trattoria liegen und winkt den vorbei ziehenden Schützen mit der Serviette zu. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel

Es ist schweißtreibend heiß – kein Wetter für Uniformjacken. Und so fast in Zivil passt das auch viel besser zur Stimmung beim recht übersichtlichen Festumzug, der am Sonntagnachmittag die das Volks- und Schützenfest in Großburgwedel offiziell abschließt. Die 130. Auflage ging ohne Zwischenfälle über die Bühne.

Radler zeigen Speiche

Die Menschen säumen zwar nicht in Massen die Straßen an der Route vom Amtspark über Von-Eltz- und Dammstraße durchs Mitteldorf und die Von-Alten-Straße zum Schützenplatz. Aber überall stehen gut gelaunte Grüppchen, Fenster sind geöffnet und Balkons sind besetzt. Selbst Kinder lassen sich vom kollektiven Winken anstecken. Natürlich winken Großburgwedels gekrönte wie ungekrönte Schützen und Feuerwehrleute zurück, ebenso die Abordnungen aus Engensen und Thönse, Fuhrberg und Kleinburgwedel und die TSG-Turner und die kleine Abordnung des Schwimmvereins. Radler vom ADFC verbinden das Speiche-Zeigen mit dem Nützlichen und sammeln erste Kilometer für die Stadtradeln-Aktion. Und die Instrumentalisten der Musikzüge aus Groß- und aus Kleinburgwedel und der Thönser Fanfarenzug, die brauchen ihre Hände zum Spielen.

Maja will das Triple

Noch mehr Hitze bei fast 30 Grad hatten die Schützen am Sonnabend wegstecken müssen. Beim intimeren Umzug zum Scheibenannageln war laut Schützen-Vize Mike Ocker „sehr viel Schwitzen“ angesagt, obwohl der Vorsitzende Henning Kühl schon frühmorgens früh die Order per Mobiltelefon versandt hatte: Bei der der Hitze die Jacken zuhause lassen. Leger in weißen Hemden erschienen die Schützen auf dem alten Markt, um anschließend bei Kinderkönigin Maja Gerberding an der Bahnhofstraße die erste Scheibe anzubringen. Für die 12-Jährige ist das schon das zweite Mal. So bestach sie durch Souveränität, als sie den 10-jährigen Jason zum Tanz und die Gäste zu Kaffee, Kuchen und Eis einlud. Beginnt da eine große Schützinnen-Karriere? „Im nächsten Jahr will ich es wieder schaffen“, sagte Maja selbstbewusst. Weiter marschierte der Umzug zu Jungmannenkönig Jonas Hendricks, Bürgerkönig Carsten Moss und Schützenkönig Eckehard Krüger.

Schützen wirken mit am Gottesdienst

Eröffnet worden war das dreitägige Fest am Freitagnachmittag mit einem ökumenischen Gottesdienst auf der Rathausterrasse und dem „Song of Hope“, gespielt vom Musikzug der Freiwilligen Ortsfeuerwehr. Die evangelische St.-Petri-Pastorin Bodil Reller und Prediger Ivan Mykhailiuk von der katholischen St.-Paulus-Gemeinde das Mikrofon teilten sich das Mikrofon mit einigen der neuen gekrönten Häupter des Schützenvolks. Sowohl Schützenkönig Eckehard Krüger, der 40 Jahre auf seinen Traumtitel warten musste, wie auch Kinderkönigin Maja beteiligten sich aktiv am Gottesdienst, ebenso Rolf Fortmüller in der Doppelrolle des Ersten Ritters und Ortsbürgermeisters. Am Ende ging der Klingelbeutel durch die Hände der zahlreichen Zuhörer im Rathauspark. Bestimmt ist die Kollekte für ein Spielgerät auf dem kleinen Kinderspielplatz an der Kleinburgwedeler Straße.

Von Martin Lauber und Katerina Jarolim-Vormeier

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