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Was wird aus dem Feuewehraus "An der Beeke", wenn nächstes Jahr die Ortsfeuerwehr in ihren Neubau im Haselhöfer Vorfeld umzieht?

Was wird aus dem Feuewehraus "An der Beeke", wenn nächstes Jahr die Ortsfeuerwehr in ihren Neubau im Haselhöfer Vorfeld umzieht?
© Katerina Jarolim-Vormeier

Isernhagen H.B.

Ortsrat: Dorftreffpunkt im Gerätehaus statt Abriss

Mitten hinein in die aktuellen Haushaltsberatungen platziert der Ortsrat von H.B. einen fraktionsübergreifenden Antrag. Er will den Bedarf an einem Dorfgemeinschaftshaus in Erinnerung rufen.

Isernhagen H.B.  Isernhagen H.B. braucht wieder ein Gemeinschaftshaus, das es seit dem Abriss des Landrat-Müller-Hauses nicht mehr gibt: Das ist Konsens im Ortsrat der 4000-Einwohner-Ortschaft. Mit einem Gemeinschaftsantrag wollen die vier Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP am Donnerstag  ihren Lösungsvorschlag – die Nachnutzung des zentral gelegenen alten Feuerwehrhauses – auf die politische Tagesordnung der Gemeinde hieven. Dass der Vorstoß angesichts der Haushaltssituation keine Begeisterungsstürme hervorrufen wird, ahnt Ortsbürgermeister Simon Müller.

„Sehr gut für das Vorhaben geeignet“

Die Forderung ist nicht neu: Die Verwaltung soll aber erneut prüfen, ob nach dem 2018 bevorstehenden Umzug der H.B.’er Ortsfeuerwehr in ihr neues Domizil das alte Gerätehaus „An der Beeke 13“ saniert und zum Dorftreffpunkt umgebaut werden kann oder welche Kosten ein Neubau an gleicher Stelle verursachen würde. Denn die Einschätzung, nach der eine Nachnutzung unwirtschaftlich sein soll, ist laut Müller bei einem gemeinsamen Ortstermin mit seinen Ortsratskollegen auf allgemeinen Widerspruch gestoßen. 

 Hatte die Verwaltung 2016, gestützt auf ein Gutachten, den Abriss empfohlen, so erschienen den Politikern aus H.B. der Grundriss und die massive Bausubstanz des Gebäudes als durchaus „sehr gut für das Vorhaben geeignet“ – entsprechende Um- oder Neubaumaßnahmen vorausgesetzt.

Ortsrat will nicht nur fordern

Auch, dass beim Verkauf des Feuerwehrhaus-Areals ein allzu hoher Erlös erzielt werden könnte, ziehen die Ortsratsfraktionen in Zweifel. Welcher Marktwert für das direkt an der viel befahrenen Burgwedeler Straße gelegene Grundstück  „tatsächlich realistisch“ sei, soll die Verwaltung sagen – zumal mit Blick auf die zentrale Abwasser-Pumpstation hinterm Gebäude nebst Wegerecht der Gemeinde.

Einen vorschnellen Abriss will der Ortsrat auf alle Fälle verhindern. Je früher die gewünschten Prüfergebnisse vorlägen, umso mehr Zeit bleibe für ein sattelfestes Konzept für ein Dorfgemeinschaftshaus, sagt Müller. Man wolle aber nicht nur fordern: „Der Ortsrat ist sich nicht zu schade, Sponsoren zu suchen“, stellt er klar. Er halte es außerdem für realistisch, dass Freiwillige die Ärmel hochkrempeln und Firmen sich bei Bauarbeiten einbringen könnten.

Zuversichtlich macht den Ortsbürgermeister, dass Vereine und Verbände den Status quo im Dorf  kritisch sähen. Die Begegnunsstätte im früheren Netto-Markt an der Burgwedeler Straße sei zu klein, zudem fehlten dort Nebenräume. Auch für  private Feiern sei ein öffentliches Raumangebot Mangelware –und das vor dem Hintergrund, dass nach dem Abriss des Gasthauses Sievers und der Einstellung des Betriebs im Gasthaus Winter nun auch das Gasthaus Voltmer Abrisspläne verfolge.

Auch Verkehrslärm auf der L 381 ist Thema im Ortsrat 

Die öffentliche Sitzung des Ortsrates beginnt am Donnerstag, 9. November, um 18.30 Uhr im TSV-Vereinsheim, Auf der Heide 32. Neben der Anhörung zum Haushaltsplan für 2018 steht ein Sachstandsbericht der Verwaltung zur Verkehrsberuhigung auf der L 381 auf der Tagesordnung. Außerdem geht es auf ‚Antrag der CDU um die Schulwegsicherung im Bereich zwischen„Hohenhorster Kirchweg“ und „Vor den Höfen“.

  

Von Martin Lauber


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