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Region Burgwedel Nachrichten Ortsrat favorisiert nun doch den Ursprungsentwurf
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16:30 06.12.2017
Die Grundschule Kleinburgwedel soll nach Vorstellungen des Ortsrates doch zum Moorweg hin erweitert werden. Quelle: Jarolim-Vormeier
Kleinburgwedel

 Nun also doch: Der Ortrat Kleinburgwedel hat sich einstimmig für den Ursprungsentwurf zur Erweiterung der Grundschule Kleinburgwedel in Richtung des Moorwegs ausgesprochen.

Weil die Politiker zum ursprünglichen Verwaltungsentwurf – einem Anbau zur Moorstraße hin – eine Alternativplanung gefordert hatten, gab es am Dienstagabend im Gemeinschaftsraum der Feuerwehr eine Extrarunde. Dabei stellte der bei der Stadt Burgwedel auch für die Liegenschaften zuständige Kämmerer Christian Möhring dem Ortsrat zwei weitere Varianten vor. Beide Alternativvorschläge der Verwaltung sehen einen Neubau in Richtung Burgstraße vor, bei beiden würde laut Möhring der Schulhof bebaut und somit verkleinert werden müssen. Zudem sei es ein großer Aufwand, das Grundstück, das ein Gefälle von bis zu 1,50 Meter aufweist, zu ebnen, erläuterte er die Entwurfsskizzen. Seinen Angaben nach zeige der ursprüngliche Entwurf klar abgegrenzte Nutzungsbereiche mit Bücherei, Mensa, Hort und Verwaltungsbereich, die bei den Alternativen nicht mehr so günstig seien.

Auch die Erste Stadträtin Christiane Concilio warb für den Gebäudeflügel entlang des Moorweges mit der Bücherei an der Spitze: „Die Dorfbibliothek schafft Öffentlichkeit und ist ein belebendes Element.“ Würde sie nach hinten verlegt werden, wäre das sehr schade.

Diese von Concilio und Möhring dargelegten Argumente waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass die Ortsratspolitiker die vorgestellten Varianten verwarfen und stattdessen den Ursprungsentwurf zur Beschlussfassung durch den Rat empfahlen. Bianca Fitzthum (Grüne) lobte das Raumkonzept des Entwurfs, auch wenn sie sich den Flügel etwa kürzer gewünscht hätte. Die Bücherei an den Kopf des Gebäudes zu planen, befürwortete sie sehr, weil sie eine Anlaufstelle und ein Magnet fürs Dorf werde. 

Nach vielen Überlegungen bleibe schlicht keine Zeit mehr, noch weitere Varianten zu planen, stellte Friedhelm Leisenberg (CDU) fest und entschied sich deshalb für den ursprünglichen Plan. Der Christdemokrat forderte, dass man nun aber auch über die Platzgestaltung zwischen der Grundschule und dem gegenüberliegenden Haus der Kirche sprechen müsse – in Form eines Campus’. „Die Extraschleife musste sein, damit wir für die Ursprungsidee stimmen“, äußerte sich Stephan Nikolaus Bredemeier (SPD). Die bei den Varianten fälligen Mehrkosten für das Ebnen des abschüssigen Geländes gaben für Ortsbürgermeister Jürgen Schodder (CDU) den Ausschlag. Die lange Front am Moorweg entspreche nicht 100-prozentig seinen Vorstellungen, „aber allen kann man es nicht recht machen“.  

Der Kleinburgwedeler Ortsrat hatte im Vorfeld kritisiert, zwar formal an der Planung des 3,5 Millionen teueren Anbaus beteiligt worden zu sein - aber zu spät und nicht umfassend genug. Deshalb bat der Ortsbürgermeister die Verwaltung am Dienstagabend ausdrücklich, künftig den Ortsrat rechtzeitig in Planungen mit einzubinden.

Notwendig wird die Erweiterung der Grundschule wegen der steigenden Schülerzahlen – auch ein Teil der Großburgwedeler Kinder pendelt seit 2016 nach Kleinburgwedel, weil in Großburgwedel zu wenig Platz ist. Zudem soll die Grundschule an die modernen Anforderungen und pädagogischen Konzepte einer zweizügigen offenen Ganztagsschule angepasst werden. Die Schule und die Elternschaft hatten bereits im Vorfeld der Sitzung signalisiert, dass die Baupläne ganz nach ihren Vorstellungen sind.

Kasten

Als nächstes gibt der Schulausschuss am Montag, 11. Dezember, ab 18.30 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses sein Votum zur Erweiterung der Grundschule Kleinburgwedel ab. Eine Woche später befasst sich dann der Rat am Montag, 18. Dezember, ab 19 Uhr im Amtshof mit dem Schulanbau.

Wenn der ursprüngliche Entwurf mit einer Gebäudefront zum Moorweg hin dann die Zustimmung der Politik gefunden hat, will die Stadt Burgwedel laut Kämmerer Christian Möhring noch in diesem Jahr einen Bauantrag für den 3,5 Millionen Euro teueren Anbau stellen. Der Kämmerer rechnet für März mit der Genehmigung, danach folgen die Ausschreibungen. Wenn alles gut laufe, könne im Sommer der erste Spatenstich erfolgen. Die Fertigstellung des neuen Gebäudes ist dann für Ende 2019 geplant.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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