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Nachrichten Grünes Licht für den Erlebnispfad am Würmsee
Region Burgwedel Nachrichten Grünes Licht für den Erlebnispfad am Würmsee
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01:41 02.06.2018
"Torffresser" heißen diese Skulpturen aus rostigem Stahl für den ehemaligen Torfstich. Quelle: LandArt
Kleinburgwedel

Mit reichlich Vorschusslorbeeren hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss dem „Erlebnispfad Würmsee“ den Weg geebnet. Dessen acht vom Atelier LandArt entworfenen Stationen sollen Anfang 2019 realisiert werden. Von einer „fast schon historischen Chance“ sprach Stephan Nikolaus-Bredemeier (SPD) – jahrzehntelang habe sich die Kommunalpolitik vergebens bemüht, das Naherholungsgebiet attraktiver zu machen.

Warum macht dieser kleine Flecken in der Kleinburgwedeler Gemarkung, den die Stadt vor zwei Jahren vom Realverband gepachtet hat, die Leute nur so sentimental? Bei der Umrundung des Corpus delicti vor der Ausschusssitzung schwärmten alle mit dem Fröschen um die Wette. Allen voran Jürgen Schodder (CDU), der die Aufwertung des Würmsees seit Jahren mit vorangetrieben hat. Ein Sonnenaufgang-Picknick am See – davon hat der Ortsbürgermeister von Kleinburgwedel sogar ein Foto auf dem Handy. „Ein Traum“, sagt er. Seine drei nach Kalifornien, Hamburg und in die Schweiz ausgewanderten Kinder interessierten sich auch aus der Ferne noch immer für den Würmsee, berichtet Heinz Visel (Grüne). Und Großburgwedels Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller (CDU) schwelgt, wie er dereinst sein Modellboot in die nicht nur sprichwörtlichen Binsen fernsteuerte.

Von Torffressern und Technikvergessenheit

Beim Ortstermin am Dienstag wirkten alle heilfroh, mit welcher Sensibilität Wolfgang Buntrock, studierter Gartenbauer und Landschaftsarchitekt, und Frank Nordiek, Erzieher und in Steinkunde promovierter Mineraloge, diesen mit so vielen Gefühlen besetzten Ort in Szene setzen wollen. Nix da mit einem Parcours von Infotafel zu Infotafel. Informationen gibt es zwar auch, platziert auf Moorspaten. Aber als Hintergrund zu ökologischen und historischen Aspekten des Sees, die LandArt mit – teilweise begehbaren - Kunstobjekten sinnlich erfahrbar machen will. Naturstein, rostiger Stahl und Naturmaterial sind die Baustoffe für „Wasserwelten“ oder „Torffresser“ und vergängliche geflochtene Tierbehausungen.

Zurück im Sitzungssaal, versicherten die Politiker sich gegenseitig ihrer Begeisterung. „Ohne Hektik, Technik und Apps“ , das sei gerade für Erkundungstouren mit Kindern richtig, sagte Nikolaus-Bredemeier. Als „anregend lehrreich“ und „nicht aufdringlich“ lobte Visel das Erlebnispfad-Konzept. Joachim Rödiger (SPD) meinte: „Das bereichert die Landschaft. Wir tun dem Würmsee und der Naherholung einen großen Gefallen.“ Dass die Auftragsvergabe im Verwaltungssausschuss Formsache sein wird, machte Fortmüller deutlich: „Unsere Gruppe befürwortet das ausdrücklich.“ Aber es war Verena-Maria Itzel-Kietzmnann vom CDU-Partner FDP, die sich als einzige der Stimme enthielt.

Das Geld steht seit 2013 bereit

Burgwedels Umweltkoordinator Malte Schubert hat vorab jedes Detail abgestimmt. Ob Torfhaufen im historischen Torfstich oder Stahlrohr-Behausung zwischen Kiefern – jedes Objekt sei sicher und mit Natur- und Wasserschutz vereinbar, versicherte er. Zum 10. Geburtstag der Gartenregion soll der Erlebnispfad vorzeigbar sein. Der Stadt sei ein Zuschuss zugesagt, die Höhe sei Sache der politischen Gremien der Region. Gegenüber der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2012 wird die Kur für den Würmsee günstiger. Nach der bisherigen Aufhübschung, dank derer der See schon viele Besucher zurück erobert hat, stehen noch 293.000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Für den Erlebnispfad von LandArt braucht die Stadt rund 200.000 Euro – abzüglich der Regionsförderung.

Von Martin Lauber

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