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Der früher von der Firma Relog genutzte Bau an der Kokenhorststraße 8 wird dem  Kind-Neubau weichen.

Der früher von der Firma Relog genutzte Bau an der Kokenhorststraße 8 wird dem  Kind-Neubau weichen.
© Martin Lauber

Großburgwedel

Kind Hörgeräte baut an der Kokenhorststraße

Kind Hörgeräte plant für Akademie, Kantine und Verwaltung einen Neubau mit 5.500 Quadratmetern Nutzfläche vis-à-vis seiner Zentrale. Mit einem Abriss von „Koke 8“ geht es im Dezember los.

Großburgwedel.  Kind Hörgeräte wächst auf dem Hörakustik- und Augenoptik-Markt  – aber auch am Unternehmenssitz Großburgwedel.  „Ja, wir bauen!“, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage. Die allgemeine Expansion und der „Bedarf an qualifizierter Aus- und Weiterbildung für die kontinuierlich steigende Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ machten die Investition nötig. Gebaut werden soll an der Kokenhorststraße, wo außer der Zentrale –mit den Schreibtischen von Firmengründer und Hannover-96-Präsident Martin Kind und Sohn Alexander –bereits mehrere weitere Objekte von Kind Hörgeräte liegen. 

Drei Stockwerke über dem Erdgeschoss

Möglichst schon  im Dezember soll der vordere Teil des früher von der Firma Relog genutzten Gebäudes an der Kokenhorststraße 8 abgerissen werden, das Kind zurzeit zu Ausbildungszwecken nutzt. Dieses Grundstück,  firmenintern „Koke 8“ genannt, wie auch das westlich angrenzende Gelände werden als Bauplatz gebraucht für den dreigeschossigenNeubau, in dem Kind seine „Akademie“, eine  Kantine sowie die Personalabteilung unterbringen will. Diese verwaltet die mittlerweile rund 3.000 Bechäftigten der Kind-Gruppe, darunter 600 Auszubildende. 

Fast vis-à-vis der Zentrale

Neubaupläne gibt es schon seit gut zehn Jahren. Ihre aktuellen Bauentwürfe zeigt die Firma noch nicht her, aber aus den Dimensionen macht sie  kein Geheimnis. Erdgeschoss und erster Stock sollen jeweils 1700 Quadratmeter, Etage 2 und 3 jeweils 1020 Quadratmeter Platz bieten. 

In der finalen Planungsphase hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Burgwedeler Rates am Donnerstagabend dem Bauvorhaben des Hörgeräte-Herstellers den Weg geebnet. Bisher lag das Baugrundstück für den Neubau im Geltungsbereich der beiden alten Bebauungspläne Nr. 78 „Gewerbegebiet III“ und Nr. 91 „Gewerbegebiet IV“.  Diese wurden nun mit einstimmigem Votum zum neuen Bebauungsplan Nr. 158 "Kokenhorststraße" zusammengefasst und vereinheitlicht.

Neuer Bebauungsplan macht höheres Bauen möglich

Laut neuer Bauleitplanung darf bis 17 Meter und damit etwas höher als bisher gebaut werden. „Dadurch sollen Entwicklungen ermöglicht werden, die der Lage und Funktion des Baugebiets zur Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten angemessen ist“, heißt es in der Begründung ohne Nennung eines Bauherren. Eine bestimmte Bauweise wird nicht festgesetzt, weil dafür keine städtebauliche Notwendigkeit bestehe. Die überbaubaren Flächen könnten großzügig gehalten werden. Lediglich nach hinten heraus bleibt es beim  fernstraßenrechtlich vorgesehenen Abstand von 40 Metern zur Autbahn 7.

Von Martin Lauber


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
  • ... Sitz der Drogeriemarktkette Rossmann
  • ... Geburtsort von Schauspielerin Bettina Zimmermann
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