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Vom einstigen Hof Neber steht drei Wochen nach Beginn der Abrissarbeiten nichts mehr.

Vom einstigen Hof Neber steht drei Wochen nach Beginn der Abrissarbeiten nichts mehr.
© Martin Lauber

Thönse

Dörfliche Düfte und Neubaupläne –fast - kompatibel

Mit Einschränkungen darf in der Thönser Mitte bald gebaut werden: Für zwei Fünf-Familien- und zwei Doppelhäuser auf dem einstigen Hof Neber  hat die Region grundsätzlich grünes Licht gegeben.

Thönse.  Die Neubaupläne für Thönses mittlerweile komplett abgeräumte einstige Hofstelle 1 sind – zumindest weitgehend – kompatibel mit der Viehhaltung der benachbarten landwirtschaftlichen Betriebe – und zwar unter folgender von der Region Hannover so formulierten Voraussetzung: Die künftigen Nutzer müssen „zu Beginn den Hinweis erhalten, dass sie in einem Dorfgebiet wohnen und mit ortstypischen Gerüchen rechnen müssen“. Das ist, auf einen kurzen Nenner gebracht, das Ergebnis eines Ortstermins an der Langen Reihe, mit dem alle Beteiligten leben können.

Ganz zufrieden ist Hoferbe Dirk Gerke nicht: Ein Einfamilienhaus, das ganz im Süden des Planbereichs entstehen sollte, wird auf Basis eines TüV-Emissionsgutachtens nicht errichtet werden können. Diese Einnahmen fallen nun aus. Aber Widerspruch will der Wettmarer nicht einlegen. Er setzt auf den Faktor Zeit – einerseits darauf, dass dörfliche Düfte zum Beispiel von offenen Misten dereinst abnehmen und andererseits die gesetzlichen Bestimmungen im ländlichen Raum gelockert werden. Dann würde er dort gerne auf dem circa 900 Quadratmeter großen Areal aus den mehr als 200 Jahre alten Überresten des abgerissenen Wohngebäudes des Hofs Neber, die er gerettet und numeriert hat, etwas Neues bauen. Die Balken hat Gerke in Wettmar eingelagert. Im Augenblick sei dort nichts zulässig, das für den dauernden Aufenthalt bestimmt ist, so Gerke.

Andreas Hecht, Geschäftsführer der Baugeslleschaft Hannover Haus, ist nach eigener Aussage „froh, dass wir eine konstruktive Lösung gefunden haben“. Rechtssicherheit für sein Bebauungskonzepts gibt ihm ein jüngst zugestellter positiver Bauvorbescheid der Region Hannover. Danach kann sein Unternehmen zwei Fünf-Familien- sowie zwei Doppelhäuser mit Wohnungen zwischen 90 und 160 Quadratmetern auf der Brachfläche bauen. Ortsrat und Nachbarn hatten, nachdem Hannover Haus auf einige Änderungswünsche eingegangen war,  mit dieser Bebauung bereits im Vorfeld ihr Einvernehmen erklärt. „Wir gehen davon aus, dass wir spätestens im Sommer 2018 mit den Bauarbeiten beginnen“, sagt Hecht.

Vor dreieinhalb Wochen hatten im Dreieck zwischen Langer Reihe und Strubuschweg die Abrissarbeiten begonnen, die in dieser Woche dröhnend und rumpelnd mit dem Schreddern der alten Backsteine abgeschlossen wurden. 

 

 

Von Martin Lauber


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