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1965 ein Neubau, 2017 zumindest ein Sanierungsfall: Das Gymnasium Großburgwedel.

1965 ein Neubau, 2017 zumindest ein Sanierungsfall: Das Gymnasium Großburgwedel.
© Archiv

Burgwedel

Gymnasium: Ob neu oder Sanierung “im Zeitplan“

Ob Neubau oder Sanierung – der Countdown fürs Gymnasium, das unter anderem um 16 Klassenräume erweitert werden muss, läuft. Für einen Neustart im Sommer 2021 liege alles im Zeitplan, sagt die Stadt.

Burgwedel.  Das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte Burgwedels liegt „im Zeitplan“. Für Neubau oder Sanierung (plus Erweiterung um 16 Klassenräume) des Gymnasiums Großburgwedel halte die Verwaltung eine Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2021/22 für realistisch, sagte die Erste Stadträtin Christiane Concilio auf Anfrage.

Laut einer Machbarkeitsstudie von Düsseldorfer Experten, die von Kosten in Höhe von 34 Millionen Euro ausgeht, sollen Abriss und Neubau wirtschaftlicher sein als eine Sanierung. Aber dafür hat die Ratsmehrheit ohne ein Finanzierungskonzept noch kein grünes Licht gegeben. Die wichtigsten Entscheidungen fallen bis Mitte 2018.

Das Sportgelände würde sich sowohl rechtlich wie auch von den Untergrundverhältnissen als Baugrundstück für einen Schulneubau eignen, hat di

Das Sportgelände würde sich sowohl rechtlich wie auch von den Untergrundverhältnissen als Baugrundstück für einen Schulneubau eignen, hat die Stadtverwaltung ermitteln lassen.

Quelle: zur Brügge

Kommenden Dienstag, 14. November, endet die Bewerbungsfrist für die Projektbegleitung des Großvorhabens. Von externen Fachleuten will sich die Stadtverwaltung im nächsten Jahr helfen lassen, das vorliegende pädagogische Konzept in ein detailliertes Raumprogramm zu überführen. Die Kommune hat die Beratungsdienstleistung beschränkt unter sechs bis acht Fachbüros ausgeschrieben. 

Neue Gremien benötigt

Für das „Vorsortieren“ plant  Kämmerer Christian Möhring, zuständig fürs Gebäudemanagement, vier Wochen ein.  Referenzen würden gegengeprüft, persönliche Vorstellungsrunden werde es geben und die Politik ins Auswahlverfahren mit einbezogen, erklärt Möhring. Immerhin rechnet die Stadt mit einem sechsstelligen Honorar für die Berater.  Mitte Dezember soll der Auftrag erteilt werden. 

Alles ist durchgetaktet – zumindest auf dem Papier. Rat und Verwaltung steht ein heißes erstes Halbjahr 2018 bevor.  Laut Fahrplan sollen bis zum Sommer Raumprogramm und Standards so konkretisiert sein, dass die Stadt das Großvorhaben ausschreiben kann. Selbstredend muss bis dahin die Gretchen-Frage über Abriss und Neubau oder Sanierung beantwortet und außerdem geklärt sein, was sich von der Sechzigerjahre-Bausubstanz erhalten lässt.

Möhring zufolge wartet nicht nur auf das Beraterbüro, die  Verwaltung und den Schulausschuss viel Arbeit. Ohne die Zu- und Detailarbeit eines Lenkungsausschusses sowie fachbezogener Arbeitsgruppen, die mit Rats- und Schulvertretern zu besetzen seien, werde das Pensum nicht zu schaffen sein, meint Möhring. Noch gibt es diese Gremien nicht.

Baubeginn Mitte 2019 geplant

Im Sommer 2018 muss laut Zeitplan das Millionen-Projekt Gymnasium ausschreibungsreif sein.  Dass auf einen aufwendigen  Architektenwettbewerb verzichtet werden soll, hatte der Schulausschuss im Frühjahr beschlossen. Einen Zeitgewinn sowie mehr Kostensicherheit verspricht er sich davon, wenn die Jahrhundertinvestition ein Generalunternehmer realisiert, der von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe alles in der Hand hat. Dieser soll per Wettbewerb ermittelt werden.

Dreieinhalb Monate - bis Mitte Oktober 2018 – kalkuliert die Stadtverwaltung ein, bis alle Angebote im Rathaus vorliegen werden, und zweieinhalb weitere Monate, um diese zu sichten.  Noch einmal drei Monate, in denen kalkuliert und verhandelt wird, bedürfe es für die Auswertung der Angebote, erläutert Möhring den Zeitplan.  Wenn diese Termine alle eingehalten werden, unterzeichnen die Stadt als Bauherrin und der Generalunternehmer im April 2019 den Vertrag. Zwei bis drei Monate würden die Bauarbeiten beginnen, für die zwei Jahre einkalkuliert sind.

Ob diese Zeit ausreicht, falls statt eines Neubaus viel von der Gebäudesubstanz erhalten und saniert würde? Wegen der noch offenen politischen Entscheidung gibt der Mann fürs Gebäudemanagement im Rathaus auf Anfrage nur seine persönliche Einschätzung ab. Ein Jahr Bauzeit zusätzlich hält Möhring dann für möglich.

Von Martin Lauber


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Burgwedel ist ...

  • ... eine Stadt im Nordosten von Hannover, die aus sieben Stadtteilen besteht und mehr als 20.000 Einwohner hat
  • ... schuldenfrei (!)
  • ... die Heimat von Martin Kind, Präsident von Hannover 96
  • ... Sitz der Drogeriemarktkette Rossmann
  • ... Geburtsort von Schauspielerin Bettina Zimmermann
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