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Nachrichten Pestalozzi weiht Jugendtreff im Bauwagen ein
Region Burgwedel Nachrichten Pestalozzi weiht Jugendtreff im Bauwagen ein
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09:13 16.03.2018
Die Pestlozzi-Jugend freut sich über den neuen Rückzugsort auf der Wiese hinter der Kleiderei. Quelle: Philipp Bader
Großburgwedel

 Zu diesem besonderem Anlass zeigte sich das Wetter einsichtig: Pünktlich zur feierlichen Inbetriebnahme des neuen Bauwagens klarte der Himmel über der Pestalozzistraße 9 langsam auf. Bei Kaffee, Saft und Keksen hatten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Garten hinter der Kleiderei versammelt, um die neue Errungenschaft zu begutachten: einen kunterbunt bemalten Bauwagen, der den von der Pestlozzi-Stiftung betreuten Kindern und Jugendlichen als Rückzugsort dienen soll.

Auf die Idee, einen Bauwagen zum Treffpunkt zu machen, war man gemeinsam auf einer der regelmäßig abgehaltenen Kinderkonferenzen gekommen. Gespendet hat den Anhänger Marcus Fortmüller, der ihn in seinem Gartenbauunternehmens entbehren konnte. Aber jetzt hat er ein neues Outfit: Kunterbunt ist er geworden und rundum verziert mit Schriftzügen. Die neuen Hausherren betrachteten ihre Neuerrungenschaft mit stolzen Blicken, die sagten: Das haben wir ganz alleine geschafft. „Die Jugendlichen haben die Einrichtung und Gestaltung selbst übernommen“, bestätigt Sven Hübner, Geschäftsführer für Erziehung und Bildung der Pestalozzi-Stiftung. „Sie kamen auch auf die Idee, das Wort ,Willkommen’ in 23 verschiedenen Sprachen auf die Außenwände zu malen.“ Aber auch von innen sieht der Wagen schon gemütlich aus. Der Fußboden wurde ausgetauscht, Sitzsäcke laden zum Verweilen ein. 

Zwei der Jugendlichen hatten für den großen Moment der Schlüsselübergabe eine Dankesrede vorbereitet.  Insgesamt sechs Schlüssel mit selbstgefertigten Anhängern wurden an die Gruppen verteilt. Denn sie selbst übernehmen die Verantwortung für ihr neues Refugium, in dem sie ohne Aufsicht walten und schalten dürfen. Nach dem Motto „Kümmern ist Cool“ wollen sie  jeden Tag nach dem Rechten schauen. Auch die Reinigung ihres neuen Rückzugsortes wird ihre Aufgabe sein.

„So lernen Kinder und Jugendliche, mit Verantwortung umzugehen“, erklärte Hübner. Die Verantwortlichen haben sich vorgenommen, das Projekt mit Langmut zu begleiten. So gab es zur Bauwagen-Feier für alle beteiligten Ewachsenen eine kurze Schnur, sinnbildlich für den „Geduldsfaden“. „Wenn meiner mal reißen sollte“, ulkte Hübner, „leihe ich mir einfach den vom Stiftungsvorstand.“ Und Claus Fitschen lächelte zustimmend.

Von Philipp Bader

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